Gesundheit

20. Juni 2019 08:46; Akt: 20.06.2019 09:23 Print

Tigermücke könnte auch Luxemburg erreichen

LUXEMBURG – Während sich die Tigermücke in Europa verbreitet, gebe es nach Angaben der Gesundheitsdirektion «keinen Grund, warum Luxemburg verschont bleiben sollte».

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Die Asiatische Tigermücke kann Krankheiten verbreiten, zum Beispiel das Dengue-Fieber. (Bild: AFP/Remko de Waal)

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Seit einigen Jahren hat sich die Tigermücke in Europa – und besonders in Luxemburgs Nachbarländern – ausgebreitet. Die Stechmücke ist vor allem als Überträger von Krankheiten wie beispielsweise dem Chikungunya- und dem Dengue-Virus gefürchtet. Auch, wenn bisher im Großherzogtum noch kein Tigermoskito entdeckt wurde, «gibt es keinen Grund, warum Luxemburg verschont bleiben sollte», sagt Jean-Claude Schmit, Direktor des Gesundheitsamtes.

Deshalb plane die Gesundheitsdirektion ab dem kommenden Jahr die Einrichtung eines systematischen Tigermücken-Überwachungssystems, insbesondere an Autobahnrastätten sowie an Eisenbahn- und Busbahnhöfen. Die Stechmücke wird nämlich durch Reisende verschleppt.

Heute gibt es keine «wirklich gefährlichen» Arten

Das Umweltministerium, das Naturmuseum und die Gesundheitsdirektion planen in Zusammenarbeit mit einem Experten aus der Schweiz, eine spezielle Moskitokarte zu erstellen. Weltweit gebe es etwa 3500 Arten von Moskitos, etwa zwanzig davon trieben im Großherzogtum ihr Unwesen. «Wirklich gefährliche Arten für den Menschen gibt es in Luxemburg nicht, zumindest keine, die Krankheiten wie Malaria übertragen können», so Schmit.

Was kan man tun?

Um Moskitos in den eigenen vier Wänden möglichst fernzuhalten, sollten ein paar Regeln beachtet werden. Wichtig ist, stehendes Wasser – beispielsweise in Untertassen unter Blumentöpfen oder in Eimern – zu vermeiden. Auch alte Reifen, in denen das Wasser steht, sind bei Stechmücken besonders beliebt und sollten deshalb entsorgt werden.

Trinknäpfe oder Wassertröge von Tieren sollten mindestens zwei Mal pro Woche komplett geleert und mit frischem Wasser befüllt werden. Auch kleine Wasserlachen könnten die Mücken zur Reproduktion einladen. Pools sollten abgedeckt werden; oder das Wasser sollte ausreichend Chlor enthalten.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • John Beneke am 20.06.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe vor 2 Tagen ein erstes Exemplar bei mir zu Hause in Stegen gesichtet. Das Insekt war etwa 10 mm gross, ich kannte es bisher nur aus Nordspanien und Südfrankreich, wo vor allem kleinere Exemplare, 3 - 8 mm, zur Plage wurden. Leider flog das Biest weg ehe ich ein Bild mac hen konnte. Also aufpassen, die Viecher sind auch bei uns angekommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • John Beneke am 20.06.2019 18:06 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe vor 2 Tagen ein erstes Exemplar bei mir zu Hause in Stegen gesichtet. Das Insekt war etwa 10 mm gross, ich kannte es bisher nur aus Nordspanien und Südfrankreich, wo vor allem kleinere Exemplare, 3 - 8 mm, zur Plage wurden. Leider flog das Biest weg ehe ich ein Bild mac hen konnte. Also aufpassen, die Viecher sind auch bei uns angekommen.