In Luxemburg

16. Mai 2018 15:18; Akt: 16.05.2018 16:04 Print

«Train of Hope» erinnert an eine schwere Krankheit

LUXEMBURG-STADT - Ein Pianist hat sich den Kampf gegen Leukämie auf die Fahnen geschrieben. Deshalb fuhr in der Hauptstadt am Mittwoch ein Sonderzug ab.

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Für den Pianisten David Ianni ist der Kampf gegen Leukämie eine Herzensangelegenheit. Weil der Luxemburger durch den Blutkrebs seine Freundin verloren hat, rief der 39 Jahre alte Künstler die Initiative «Train of Hope» ins Leben. In Zusammenarbeit mit dem Verein Don der Moelle du Luxembourg der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) und den CFL startete der Sonderzug am Mittwochnachmittag auf eine Reise durch verschiedene deutsche Großstädte, darunter Köln, München, Hamburg und Berlin. Das Ziel: Die Bürger auf die Krankheit aufmerksam machen und sie dazu bewegen, sich typisieren zu lassen und gegebenenfalls Spender zu werden.

Mit auf die Reise ging auch das Piano, auf dem Ianni am Luxemburger Hauptbahnhof das Stück «Train of Dreams» zum Besten gab. Das Instrument soll versteigert werden – für den guten Zweck, versteht sich. «Ich hoffe, dass es eine schöne Summe zusammenbringt», sagt der Pianist, der seine Freundin auf ihren letzten Monaten begleitete. So erlebte er die Schrecken der Krankheit hautnah mit.

Typisierung ist keine «große Sache»

Von Don der Moelle war Claude Hemmer, der Präsident der gemeinnützigen Vereinigung, bei der Abfahrt des Zuges dabei. Er zog eine Bilanz zur Spenderzahl im Großherzogtum: «Wir haben in Luxemburg etwa 10.000 potenzielle Knochenmarkspender. Damit stehen wir gerechnet auf die Bevölkerung versuchsweise im Vergleich mit den Nachbarländern nicht schlecht da. Es sind hierzulande mehr Menschen typisiert als beispielsweise in Frankreich. Wir arbeiten natürlich daran, dass es mehr werden.»

Hemmer erklärte, wie eine Typisierung vonstatten geht: Dazu müssten potenzielle Spender nur einen kleinen Fragebogen ausfüllen und ein paar Tropfen Blut abgeben. «Wenn man eingeschrieben ist, heißt das nicht, dass man auch tatsächlich spenden muss. Das ist bei etwa fünf Prozent der Fall. Viele hören niemals oder viele Jahre nichts von uns.» Und darin liege ein Problem. Viele der eingetragenen Spender in Luxemburg verpassen es, dem Verein bei einem Umzug ihre neue Adresse mitzuteilen.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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