In Luxemburg

05. Juli 2019 18:42; Akt: 05.07.2019 18:56 Print

Treibjagden bleiben weiterhin erlaubt

LUXEMBURG – Die Abgeordneten bestätigten am Freitag die Jagd im Großherzogtum, sie reagierten damit auf eine Petition mit 6500 Unterzeichnern, die ein Verbot gefordert hatten.

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Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments haben den Grundsatz der Treibjagd in Luxemburg nicht in Frage gestellt. (Bild: Editpress/Alain Rischard)

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Es ist eine Niederlage für 6500 Unterzeichner einer Petition, die ein Verbot von Treibjagden in Luxemburg gefordert hatte. Bei einem Treffen am Freitag in der Chamber schlossen die Abgeordneten aus, die Treibjagden zu verbieten, so schreibt rtl.lu. Die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Nancy Arendt (CSV) wies am Ende der Diskussion jedoch darauf hin, dass es notwendig sei, die Treibjagden zu «ändern und zu verbessern».

Der Autor der Petition, Mike Clemens, erhielt weiterhin die Unterstützung von Daniel Frères, dem Präsidenten des Vereins «Give us a Voice». Beide wiesen auf das Beispiel aus dem Kanton Genf hin, in dem es seit 1974 verboten ist, auf die Jagd zu gehen, was zu einem besseren Wildnismanagement geführt habe. Der Präsident des Vereins forderte genauere Angaben zur Tierpopulation in den Luxemburger Wäldern, insbesondere zu Wildschweinen.

«Fehlen eines natürlichen Feindes»

Umweltministerin Carole Dieschbourg (déi gréng) und die CSV-MP Martine Hansen betonen, dass die Wildschweinpopulation im Großherzogtum wegen des «Fehlens eines natürlichen Feines in der luxemburgischen Tierwelt» von außen reguliert werden müsse.

Die öffentliche Debatte fand zur selben Zeit statt, in der Jäger dazu aufgerufen waren, Wildschweine in einem eingezäunten Gebiet an der Grenze zu Belgien zu schießen. Hierdurch sollte die Ausbreitung der Schweinepest verhindert werden. Bisher wurde im Großherzogtum noch kein Fall von Schweinepest festgestellt.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grad deen!! am 08.07.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ween sech dee grujhelegen Daniel Frères als "prominenten" Ënnerstëtzer hëllt, deen huet seng Kredibilitéit vun Ufank uns verspillt.

  • De_klenge_Fuerzkapp am 06.07.2019 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schade . . . -_-

  • Julie am 06.07.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zugegeben habe ich keine Ahnung von Jagd. Trotzdem das Auftreten der Jäger ist unmöglich. Sie feiern sich wenn sie mal wieder getötet haben, eine "Jagd zu besitzen" ist eine Prestigesache , Zuhause hängen sie Trophäen an die Wand damit jeder sehen kann : genialer Kerl, so tun als würden sie sich quasi opfern für einen guten Zweck usw. Zur sogenannten Regulierung (wenns denn stimmt, der Mensch macht generell alles falsch betreffend Natur und Umwelt, wer hat das noch nicht begriffen?) sollten Profis staatlich bestellt werden, die Trophäen einbezogen und vernichtet werden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Grad deen!! am 08.07.2019 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ween sech dee grujhelegen Daniel Frères als "prominenten" Ënnerstëtzer hëllt, deen huet seng Kredibilitéit vun Ufank uns verspillt.

  • Julie am 06.07.2019 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zugegeben habe ich keine Ahnung von Jagd. Trotzdem das Auftreten der Jäger ist unmöglich. Sie feiern sich wenn sie mal wieder getötet haben, eine "Jagd zu besitzen" ist eine Prestigesache , Zuhause hängen sie Trophäen an die Wand damit jeder sehen kann : genialer Kerl, so tun als würden sie sich quasi opfern für einen guten Zweck usw. Zur sogenannten Regulierung (wenns denn stimmt, der Mensch macht generell alles falsch betreffend Natur und Umwelt, wer hat das noch nicht begriffen?) sollten Profis staatlich bestellt werden, die Trophäen einbezogen und vernichtet werden

  • De_klenge_Fuerzkapp am 06.07.2019 01:51 Report Diesen Beitrag melden

    Schade . . . -_-