Offensive in Syrien

14. Oktober 2019 13:40; Akt: 14.10.2019 13:53 Print

Türkei könnte Luxemburg in Krieg verwickeln

LUXEMBURG – Außenminister Asselborn warnte im Gespräch mit dem «BR», dass die Türkei durch den Feldzug in Syrien die NATO-Partner in eine gefährliche Lage hineinziehen.

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Jean Asselborn erinnerte im BR Radiointerview daran, dass die anderen Nato-Staaten in den Krieg in Syrien hineingezogen werden könnten. (Bild: Bernd von Jutrczenka)

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Außenminister Jean Asselborn hat vor der Möglichkeit gewarnt, dass der türkische Einmarsch in Nordsyrien die Nato-Staaten in den Krieg hineinzieht. «Für mich ist das ziemlich außerirdisch, was dort geschieht», sagte Asselborn am Montag dem Bayerischen Rundfunk. Er verwies auf Vereinbarungen der syrischen Kurden mit der Regierung des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Türkische Truppen sind mit arabisch-syrischen Milizen in Nordsyrien einmarschiert, um die dort herrschende Kurdenmiliz YPG zu vertreiben. Der Außenminister Luxemburgs nannte den türkischen Feldzug «ein Verbrechen». Die Türkei ist als Nato-Mitglied mit Deutschland, den USA und anderen Staaten über einen Beistandspakt verbunden.

«Stellen Sie sich vor, Syrien oder Alliierte von Syrien schlagen zurück und greifen die Türkei an»

«Stellen Sie sich vor, Syrien oder Alliierte von Syrien schlagen zurück und greifen die Türkei an», sagte Asselborn. «Ich habe Nato-Mitglied gesagt, dann sage ich auch Artikel 5. Das heißt, der Beistandspakt besteht. Auf Deutsch heißt das, dass alle Nato-Länder, wenn die Türkei angegriffen würde, dann einspringen müssten, um der Türkei zu helfen. Darum sage ich außerirdisch.»

Asselborn rief die EU-Außenminister auf, bei ihrem Treffen am Montag zu beschließen, keine Waffen mehr an die Türkei zu liefern. «Was mich positiv stimmt, ist, dass Deutschland, Frankreich, Niederlande, Finnland und Schweden das schon gesagt haben», sagte er. «Aber Sie wissen auch, dass Erdogan die Waffen nicht aus Europa bezieht. Er hat andere Quellen, um sich für diese Operation Waffen zu beschaffen.»

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ciao bello am 14.10.2019 15:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Net ze verstoen Türkei fällt an Syrien an an net emgedreit. An laut internationalen Geheimdeengschtraporten as Türkei en Is ennerstetzer. An Syrien huet Recht sech ze verteidegen.

  • Sandmännchen am 14.10.2019 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stellen sie sich vor, die Türkei fliegt aus der Nato

  • Ciao bello am 14.10.2019 15:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Här Asselborn, souweit Ech wees as Türkei an Syrien angefall an net emgedreit, an et as dem Assad sei Recht Türken unzegreifen. Soulang keen Türkei ugreift, as alles ok. Türken sin aggressoren, an Kurden eis Verbüdet geint den IS, an Türkei as en IS ENNERSTETZER, souguer dee leschten Fesch huet dat lo begraff.

Die neusten Leser-Kommentare

  • ich stand nach 650 km vor den letzten 20 am 15.10.2019 08:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neidhammel , ich mag die Luxemburger in der EU

  • der verSUVte Mensch am 15.10.2019 07:34 Report Diesen Beitrag melden

    also, wenn ein Natoland ein anderes Land angreift u deswegen zurückangegriffen wird bekommt es dann dafür Beistand vom Pakt???!!! ... Ihr solltet Kochtöpfe u Spaten aus den Waffen schmieden für all die armen zukunftslosgemachten Kriegstraumatisierten, die schon geschaffen wurden ... aber was tun sie?! spielen ihr Lieblingspiel: dreckige Kriegstreiberei, um ihre Waffen auszuprobieren ... die Welt wird langsam zu klein für den wildgewordenen engstirnigmonotheistisch geprägten Kinder-, Frauen-, Tiere- u Pflanzentöter Mensch, der mit seinem Killerego-monotheistenglauben die ganze Erde zerstört!

  • Léon am 14.10.2019 23:24 Report Diesen Beitrag melden

    Et oui une semaine et l’armée Luxembourgeoise n’existe plus.

  • Léon am 14.10.2019 23:19 Report Diesen Beitrag melden

    Personne n’a forcé le Luxembourg de rentrer dans L’otan mr Asselborn est responsable ,et ça goûte une fortune pour le Luxembourg

  • B. am 14.10.2019 22:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    den kranken amerikaneschen Saubouf muss fort...! also den tweety mat der pereck...hued deen tatsächlesch vierun 2 deeg behaapt, d kurden hätten him 1945 och net geholew an der Normandie ? den Jelzin wor jo witzeg, ma deen hued weinstens gesoff...dei aarm kurdech ziwilisten...wou solls de dann lo flüchten ? an Syrien ? an waat mech den putinski ? gott sei dank ass dei aal UdSSR net en kontinent fier sech, sos geing et aanescht ausgesinn...all respekt un eisen Minister, deen seet weinstens wei et wierkleg ass...

    • Kritiker am 15.10.2019 09:01 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an B., nun der amerikaneschen Saubouf muß sich wohl an Junker orientiert haben u. ich denke Asselborn tritt mit den gleichen Schuhen auf!!!

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