Wohnen in Luxemburg

02. Juli 2020 17:28; Akt: 02.07.2020 18:34 Print

«Über die Mieten schockiert», Kox kündigt Gesetz an

LUXEMBURG – Wohnungsbauminister Henri Kox informiert am Donnerstag darüber, dass er diesen Sommer einen Gesetzentwurf vorlegen wolle, der die Mieten «besser regulieren» soll.

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Minister Henri Kox ist über die überteuerten Mieten schockiert. (Bild: Editpress/Isabella Finzi)

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Die Diskussionen im Mietfall Limpertsberg blieben nicht ohne Folgen. Nachdem es dem Mieter bislang nicht gelang, seine Miete zu senken, reagierte der Wohnungsbauminister Henri Kox (Déi Gréng) am Donnerstag mit der Ankündigung eines neuen Gesetzentwurfs, über den noch diesen Sommer in der Chamber entschieden werden soll. Ziel sei es sicherzustellen, dass die Vorschriften «besser definiert und spezifiziert werden, damit sie wirksam sind und sich Mieter auf sie berufen können».

«Der Prozess hat gezeigt, dass die Praxis darin besteht, bei der Festlegung der Mieten die Marktpreise zu berücksichtigen, die oft schockierend sind, weil sie überhöht sind», erklärte der Minister. Die Durchsetzung der 5-Prozent-Garantie wäre jedoch nicht zum Nachteil der Vermieter.

«Kaum 5000 Wohnungen» zu moderaten Mietpreisen...

Nun präsentierte Henri Kox seinen Plan zur Lösung der Schwierigkeiten, auf die Bewohner bei der Finanzierung stoßen können. Dieser stützt sich auf zwei Anmerkungen des Observatoire de l'habitat ( siehe Kasten), die das Liser-Institut am Donnerstag vorstellte. Es sei dem Minister ein besonderes Anliegen, mehr bezahlbaren und öffentlichen Wohnraum zu schaffen, vor allem da derzeit «kaum 5000 Wohnungen» zu moderaten Preisen vermietet werden.

In dieser Hinsicht möchte der Minister die Entscheidung der vorherigen Regierung weiterverfolgen, 70 Prozent der Wohnungen, die in den kommenden Jahren von öffentlichen Bauträgern in Großprojekten entwickelt werden, zu bezahlbaren Preisen zu vermieten. «Die Miete soll an die Einkommenssituation der Haushalte angepasst werden, sodass sie, statt 50 Prozent, 30 Prozent des verfügbaren Einkommens ausmacht», erklärte Henri Kox. Hiermit soll Familien ein vernünftiger Lebensstandard gewährleistet werden.

(Olivier Loyens/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kleeschen am 02.07.2020 20:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ich fürchte nur, dass Menschen mit kleinem Einkommen dann gar keine Wohnung mehr finden werden.

  • Meinung am 03.07.2020 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Kox, aber auch sollte man sich gedanken machen, warum soviele Luxemburget das Land verlassen, dies spielt auch noch eine Rolle bei den Mieten, wie gesagt Zuwanderung und Auswanderung.

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  • Love am 03.07.2020 00:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist ganz einfach: gesetzlich vorgeschrieben 10 Euro /qm2. Jeder der mehr verlangt zahlt 25000 euro Geldbuße

Die neusten Leser-Kommentare

  • Love am 05.07.2020 10:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Als erstes muss man damit anfangen, das der VERMIETER die Makler bezahlen müssen. Denn die geben ja immerhin den Auftrag, DEREN Wohnräume zu vermieten. Dann muss man erlauben, dass mehrere Leute sich Wohnraum teilen können (WG), ohne das das Einkommen zusammengelegt wird. So können sich zb. Bekannte eine Wohnung teilen, ohne das ein RMG Emfänger den Lohn seines Freundes angerechnet bekommt, nur weil dieser arbeitet. Des Weiteren muss endlich mal unsere Regierung komplett ausgetauscht werden, sofern sie sich so wie bisher, nicht für geeigneten Wohnraum für ALLE sorgt.

  • kein vernünftiger Lebensstandard möglich am 04.07.2020 07:27 Report Diesen Beitrag melden

    kommt er gerade zurück vom Mars? ... oder warum ist er auf einmal schockiert?! ... übrigens wollen wir nicht lebenslang Miete zahlen, sondern eine bezahlbare Wohnung kaufen, die irgendwann abbezahlt ist ... u es schockiert, dass bezahlbare Wohnungen unauffindbar u unbezahlbar geworden sind u die Regierung uns gerne alle lebenslang als Mietezahler sehen würde ...

  • jo mee am 03.07.2020 18:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kréie mir dann och virgeschriwwe wéi grouss oder kleng d'Wunneng muss oder daerf sinn?

  • Meinung am 03.07.2020 09:54 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Kox, aber auch sollte man sich gedanken machen, warum soviele Luxemburget das Land verlassen, dies spielt auch noch eine Rolle bei den Mieten, wie gesagt Zuwanderung und Auswanderung.

    • Vertreibung de luxe am 05.07.2020 09:00 Report Diesen Beitrag melden

      warum Luxusburger Luxusburg verlassen ... weil sie ihre Wohnung kaufen wollen, nicht ein ganzes Leben lang Wuchermiete zahlen wollen (auch nicht an den Staat, der jetzt selbst aus Immobilienmietwucher Profit schlagen will u das Land nur an reiche Ausländer verkauft, das er den Luxusburgern billigst unter Druck abluchst) u weil sie sich keine massiv überteuerte Styroporsondermüllwohnung oder renovierbedürftige Altwohnung in Luxusburg leisten können ...

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  • Meinung am 03.07.2020 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Nun ja Herr Kox, wenn einer 2000 Euro verdient, dann sollte seine Miete 600 betragen statt 1000, sieht im ersten augenblick gut aus, nur bei einer Quadratmeter preis von 10 Euro, koennte dieser sich keine grosse Wohnung leisten, obwohl er diese braechte, weil er noch ein Kind hat. Frage zu zweit oder dritt in einer 60m2 oder 100m2 Wohnung stellt sich die Frage. Glaube das ganze ist Komplexer und kann nicht nur an dieser Stelle angesetzt werden, sondern auch bei den Baupreisen,die uebervoeht sind, auch wenn dies zum Teil mit den Grundstueckspreisen zu tun hat und die Zuwanderung.