Verschärfte Massnahmen

30. November 2021 08:51; Akt: 30.11.2021 08:54 Print

Ungeimpfte müssen in Luxemburg draußen bleiben

LUXEMBURG – Wer nicht geimpft oder genesen ist, wird im Großherzogtum bald nicht mehr ins Café oder Restaurant gehen können. Die Gastro-Branche reagiert.

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Wer nicht geimpft oder genesen ist, kann in Luxemburgs Restaurants bald nicht mehr Essen gehen. (Bild: Martin Schutt)

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Für einen Besuch in einem Restaurant oder einer Bar wird ein negatives Testergebnis im Großherzogtum bald nicht mehr ausreichen. Um so viel Unentschlossene wie nur möglich zu einer Impfung gegen das Coronavirus zu bewegen, hat die Regierung in Luxemburg beschlossen, die 2G-Regelung für Freizeitaktivitäten einzuführen. Das bedeutet, dass nur geimpfte oder genesene Personen Zugang zu Einrichtungen haben: Ob Restaurant, Bar, Kino, Theater oder Freizeitsport. Geht es nach der Regierung, soll das Gesetz so schnell wie möglich auf den Weg gebracht werden.

Obwohl die Gastronomie-Branche mit strengen Maßnahmen gerechnet hat, war Horesca-Generalsekretär François Koepp am Montagabend alles andere als begeistert von der Ankündigung der neuen Regelung. «Wir werden noch weniger Kunden haben», befürchtet er, «wir hatten bereits die Auswirkungen der CovidCheck-Regelung zu spüren bekommen, als Kunden verschwanden, die zuvor einen Schnelltest machen konnten. Die Hälfte der Ungeimpften kam nicht mehr. Diesmal werden wir sie alle verlieren».

«Wir werden Polizei spielen»

Der Hotel- und Gaststättenverband trauert den Selbsttests nach, mit denen «25.000 Personen pro Tag oder eine halbe Million pro Monat» getestet werden konnten, um ihnen den Zugang zu Restaurants, Cafés und Bars zu ermöglichen. Zudem nimmt die Branche auch die möglichen Identitätskontrollen mit Befremden auf. Um gegen Personen vorzugehen, die ein gefälschtes Zertifikat oder das eines Bekannten verwenden, werden die Einrichtungen die Aufgabe haben, die Gültigkeit des vorgelegten CovidChecks zu überprüfen. Zumal der Betreiber im Betrugsfall mit Sanktionen rechnen müsse.

«Wir werden Polizei spielen. Hoffentlich werden wir wie sie bezahlt», scherzte François Koepp und betonte, dass die neuen Anstrengungen, die dem Hotel- und Gaststättengewerbe auferlegt werden, mit staatlicher Unterstützung einhergehen müssen. «Der Premierminister hat gesagt, dass die Beihilfen verlängert werden. Sie sind bis Dezember verlängert worden und die EU-Kommission erlaubt eine Fortsetzung bis Juni 2023», sagte Koepp und forderte «eine Rückkehr zu den Beihilfen von Juni 2021 (90 Prozent der Verluste für kleine Unternehmen, 75 Prozent für große Unternehmen). In Bezug auf die Kurzarbeit müssen wir zu 50 Prozent der nicht geleisteten Arbeitsstunden zurückkehren.» Zumal die Horesca darauf hinweist, dass aufgrund der neuen Infektionswelle bereits zahlreiche Veranstaltungen und Bankette abgesagt worden seien.

(nm/th/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jos am 30.11.2021 10:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja, der Staat soll und muss die Gastronomie kräftig unterstützen in dieser Krise. Aber sich jetzt darüber aufregen dass man mal eben den Ausweis neben das Covid Zertifikat halten muss und der Kellner gerade die Namen vergleicht...ist in vielen anderen Ländern schon lange Standard. Genau so wie der Zutritt nach 2G..

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  • voll krass am 30.11.2021 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    "Ungeimpfte müssen in Luxemburg draußen bleiben"...Wie die Hunde. Luxemburg kotz mich an.

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  • 123 am 30.11.2021 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech muss net meih an de Resto mat deene Präisser. Doheem ass et och schein.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Goran am 06.12.2021 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Dann führt doch 2G auch im Einzelhandel ein. Wenn schon, denn schon. Aber in vollen Einkaufszentren macht der Virus ein Auge zu, denn die Weihnachtskasse muss stimmen.

  • Selbst geimpft am 30.11.2021 22:59 Report Diesen Beitrag melden

    nach Großmuttersart

  • Na und - Redaktion am 30.11.2021 22:51 Report Diesen Beitrag melden

    zuhause selbst gemacht schmeckts viel besser u. ist wesentlich billiger

    • @Na und am 01.12.2021 13:42 Report Diesen Beitrag melden

      Majo dann sin déi ganz Regelen jo fir iech kee Problem. Vill Spaass doheem.

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  • Alain am 30.11.2021 18:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @mieze Gell ass mol gudd. ????

  • impfling am 30.11.2021 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst euch gefälligst alle 6 monate impfen und der impfpass muss bis 2040 obligatorisch sein