Arbeiten in Luxemburg

30. September 2021 08:15; Akt: 30.09.2021 08:21 Print

Unternehmen drängen nicht auf den «CovidCheck»

LUXEMBURG – Die Behörden erwägen, das System «CovidCheck» auf die Arbeitswelt auszudehnen. In einigen Großunternehmen stößt diese Idee auf wenig Gegenliebe.

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In der Politik wird zurzeit darüber diskutiert, ob das System «CovidCheck» auch am Arbeitsplatz eingeführt werden sollte. (Bild: Editpress/Julien Garroy)

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Die Idee, dass das System «CovidCheck» auch in der Arbeitswelt eingeführt werden könnte, sorgt bei einigen Unternehmen nicht gerade für Begeisterungsstürme. «Wir wollen unsere ungeimpften Mitarbeiter nicht stigmatisieren, indem wir ihnen den Zugang zu bestimmten Bereichen verwehren», erklärt beispielsweise eine Sprecherin von PricewaterhouseCoopers (PwC) . Sie weist darauf hin, dass die derzeitige Gesetzgebung «die angedachte Regelung nicht deckt.»

Die ING-Bank erklärt, dass sie im Moment keinen «CovidCheck» plane. «Wir halten uns strikt an die Hygienemaßnahmen», sagte eine Sprecherin. Arbeitsminister Dan Kersch (LSAP) hat in der vergangenen Woche angedeutet, dass der «CovidCheck» auf Wunsch der Arbeitgeber in den Unternehmen angewendet werden könnte. Auf Nachfrage von L'essentiel erklärt das Ministerium, dass «noch nichts entschieden» sei, was die Einführung neuer gesundheitlicher Einschränkungen am Arbeitsplatz angeht. Die Diskussionen seien noch nicht abgeschlossen. Im nächsten Covid-Gesetz könnte das System auch lediglich empfohlen werden oder nur für bestimmte Gebäude oder bei Sitzungen mit externen Beteiligten gelten.

Einige Unternehmen, wie PwC, tun dies schon: «In einigen Bereichen, zum Beispiel in Veranstaltungsräumen, gilt der CovidCheck bereits», so die Sprecherin. ArcelorMittal, einer der größten Arbeitgeber des Landes, hat das System noch nicht eingesetzt, zieht es aber in Erwägung – vorausgesetzt, es verstößt nicht gegen die Regeln der europäischen Datenschutzverordnung, wie das Unternehmen erklärt. Der Stahlhersteller kann sich vorstellen, dass das System in bestimmten Fällen die Maskenpflicht obsolet macht. «Wenn ein Mitarbeiter den CovidCheck ablehnt, kann er oder sie natürlich im Büro bleiben, aber die Maske aufbehalten», so das Unternehmen.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • LG CFL FL JAPAN am 30.09.2021 10:06 Report Diesen Beitrag melden

    op eiser fabréck leeft all mensch mat enger mask ronderem,mee eng impfplicht get zu 100% aus geschloss ,mir hun eben e gudde patron,bei eis schaffen am moment 312 leit , an eise patron ass top,heen selver ass net geimpft ,an esou wi ech dat héieren hun ,zwengt heen eis och net,dat ass top!!

  • Marco P. am 30.09.2021 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unter CovidCheck-Bedingungen könnte man mit dem nötigen Abstand Versammlungen und Schulungen ohne Maske abhalten. Dies wäre Verständlicherweise eine Erleichterung für Geimpfte, Genesene und Getestete. Das CovidCheck-Zertifikat bleibt meines Erachtens ein von Lobbyisten gewünschtes und von der Politik propagandiertes Europäisches Din-A4 Blatt. Es gibt keinen Wissenschaftlichen Grund, Menschen mit bestätigter positiver Antikörperantwort dieses Zertifikat vorzuenthalten. Meiner Meinung nach, ist Impf-Lobbyismus der wahre Grund für dieses politische Vorgehen.

  • Major am 30.09.2021 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin zwar selwer geimpft,kann awer D'Leit verstoen déi desen Impfstoff net wëlle.Eis Regierung schéint wuel ausser Beschränkunge an Angstverbreedung soss neischt méi op d'rei ze kréien.Këmmert iech emol em wichteg Froen,wéi zb, wéi et soll konkreet an Zukunft weidergoen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Major am 30.09.2021 17:01 Report Diesen Beitrag melden

    Ech sin zwar selwer geimpft,kann awer D'Leit verstoen déi desen Impfstoff net wëlle.Eis Regierung schéint wuel ausser Beschränkunge an Angstverbreedung soss neischt méi op d'rei ze kréien.Këmmert iech emol em wichteg Froen,wéi zb, wéi et soll konkreet an Zukunft weidergoen.

  • Bugs am 30.09.2021 13:32 Report Diesen Beitrag melden

    Pfui, schämt euch!

  • Bedingt einsetzbar...oder am 30.09.2021 13:09 Report Diesen Beitrag melden

    Ich kenne viele Friseure, Metzger, usw... die gerne COVIDCheck benutzen würden, da die meisten Mitarbeiter sich untereinander kennen und meistens sich auch zusammen haben impfen lassen. Das Gesetz wird sicherlich von kleinen Unternehmen relativ schnell umgesetzt ohne grössere Probleme. Bei großen Firmen könnte es in der Tat schwierig werden. Spätestens aber bei der diesjährigen Weihnachtsfeier wird man aber trotzdem wissen wer geimpft ist oder nicht wenn die Firmen COVIDCheck Events veranstalten. Dann werden die ungeimpften wahrscheinlich zu Hause bleiben

  • Marco P. am 30.09.2021 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Unter CovidCheck-Bedingungen könnte man mit dem nötigen Abstand Versammlungen und Schulungen ohne Maske abhalten. Dies wäre Verständlicherweise eine Erleichterung für Geimpfte, Genesene und Getestete. Das CovidCheck-Zertifikat bleibt meines Erachtens ein von Lobbyisten gewünschtes und von der Politik propagandiertes Europäisches Din-A4 Blatt. Es gibt keinen Wissenschaftlichen Grund, Menschen mit bestätigter positiver Antikörperantwort dieses Zertifikat vorzuenthalten. Meiner Meinung nach, ist Impf-Lobbyismus der wahre Grund für dieses politische Vorgehen.

  • MarcP am 30.09.2021 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Net d'Unstieschen soll verhënnert ginn me en schwéieren Verlaaf.

    • Ah sou am 30.09.2021 12:18 Report Diesen Beitrag melden

      Ech mengen du hues dech schwéier Verlaaf.

    • @MarcP am 30.09.2021 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      dofir leien jo och just leit ob der intensivstatioun dei net geimpft sin, ah nee stopp, den RTL huet eis de moien zuelen genannt, an do leien dach net tatsächlech och duebel geimpfter XD

    einklappen einklappen