Schule in Luxemburg

20. April 2021 07:58; Akt: 20.04.2021 08:03 Print

Unterricht im Freien als Lösung gegen Corona

LUXEMBURG – Viele Schulen setzen regelmäßig auf Unterricht im Freien, um sich mit der Natur zu verbinden und gleichzeitig die Verbreitung des Coronavirus zu begrenzen.

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Unterricht im Freien wurde ursprünglich in den 50er Jahren in Skandinavien eingeführt. Seither erfreut sich diese Unterrichtsform ebenfalls in Großbritannien und Kanada, aber auch in den Nachbarländern – Frankreich, Deutschland und Belgien – großer Beliebtheit. In Luxemburg wird diese Unterrichtsform seit einigen Jahren ebenfalls angeboten – und verbreitet sich seit der Corona-Pandemie immer weiter. «Bei ‹Léieren dobaussen› geht es darum, die Natur als Lernumgebung neu zu entdecken und die Naturwissenschaften attraktiv zu gestalten», sagt Luc Weis, Direktor der Abteilung für die Koordinierung der pädagogischen und technologischen Forschung und Innovation (SCRIPT).

Ein- bis dreimal die Woche machen Lehrer mit ihren Schülern einen Ausflug in die Stadt, in den nahe gelegenen Park oder in den Wald. Dort lernen sie, die Welt in der sie leben, ganz konkret zu betrachten. «Bei einem Besuch auf dem Bauernhof lernen die Schüler zum Beispiel, wie man Gemüse anbaut und erntet oder wie Kühe gemolken und gefüttert werden. Dadurch erhalten sie Antworten auf Fragen wie: Woher kommt die Milch? Was wird aus den Kälbern, wenn sie größer werden?», sagt Weis.

«In der Natur sind die Kinder motivierter, aufmerksamer und weniger gestresst»

Véronique Kohnen unterrichtet an der Grundschule in Niederanven. Dort empfängt sie unter anderem Neuankömmlinge in Luxemburg. Außerdem arbeitet sie im Rahmen des MINT-Aktionsplan (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mit Schülern aus den 3. und 4. Grundschulzyklen zusammen. «Die Grundschule in Niederanven hat seit etwa 30 Jahren einen Schulgarten, einen Teich und sogar ein Lehrbienenhaus. Wir haben die Möglichkeit, Ausflüge in den Wald und in die Umgebung zu unternehmen. Ich unterrichte meine Schüler mindestens zweimal pro Woche im Freien», sagt sie.

Wissenschaftssensibilisierung, topografische Orientierung mithilfe von Karten, Foto-Rallyes mit iPads, Garten- und Bastelarbeit, Sport, aber auch mit der Realität verbundene Mathematik und Fremdsprachen: Der Unterricht im Freien bietet unbegrenzte Möglichkeiten. «In der Natur sind die Kinder motivierter, aufmerksamer und weniger gestresst», so Kohnen. Sie seien an der frischen Luft selbstständiger und kreativer. Nach einer gewissen Zeit im Freien sind sie danach im Klassenzimmer wieder viel ruhiger und konzentrierter», erzählt die Lehrerin.

Seit der Corona-Pandemie, ist Kohnen noch mehr von dieser Unterrichtsform überzeugt: «Unterricht im Freien macht es einfacher, den Sicherheitsabstand einzuhalten und fördert gleichzeitig Bewegung, was den Kindern grausam fehlt. Im vergangenen Juni hatte ich sogar meinen ganzen Unterricht nach draußen verlegt. Aber wir hatten Glück: Das Wetter hat mitgespielt und die Kinder waren begeistert», sagt Kohnen.

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jang am 20.04.2021 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Und dann fragt man sich, wie konnten die sich anstecken und woher hatten die das Virus zu Oma und Opa gebracht??? Fragen über Fragen und die Antworten liegen auf der Hand!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • jang am 20.04.2021 08:08 Report Diesen Beitrag melden

    Und dann fragt man sich, wie konnten die sich anstecken und woher hatten die das Virus zu Oma und Opa gebracht??? Fragen über Fragen und die Antworten liegen auf der Hand!!!

    • @jang am 20.04.2021 12:25 Report Diesen Beitrag melden

      nein es waren doch nur die jungen Menschen, die Partys gefeiert haben oder die bösen Querdenker, die andere angsteckt haben!!!

    • Labert nicht am 20.04.2021 14:56 Report Diesen Beitrag melden

      Ach hört doch auf. Niemand weiss wo und wie sich die Leute wirklich anstecken. Es sind alles Vermutungen. Genauso weis niemand wieso das Virus manche Menschen dahin rafft und manche nicht mal ein Zucken im Auge bekommen.

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