In Luxemburg

25. April 2019 12:14; Akt: 25.04.2019 12:39 Print

Veränderung, aber keine Revolution bei der Fedil

LUXEMBURG – Michèle Detaille wird am Donnerstag ins Amt der Präsidentin der Vereinigung der luxemburgischen Industriellen gehoben. Sie will den Weg ihres Vorgängers fortzusetzen.

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Nicolas Buck (Mitte) verlässt die Fedil. (Bild: Editpress)

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Zum ersten Mal wird die Fedil von einer Frau geleitet. Die Belgierin Michèle Detaille wird am Donnerstag, nach der Generalversammlung, Präsidentin der Vereinigung der luxemburgischen Industriellen. «Ich bin sehr stolz darauf, dass die luxemburgische Industrie mich für diese Position ausgewählt hat», sagte Detaille am Donnerstagmorgen auf einer Pressekonferenz.

Eine Revolution sei unter ihr nicht zu erwarten. Sie will den Weg ihres Vorgängers fortzusetzen: «Ich werde sicherstellen, dass die Kontinuität des Mandats von Nicolas Buck gewahrt bleibt.» Buck legt sein Amt nach drei Jahren an der Spitze der Fedil nieder. Er steht künftig an der Spitze des Unternehmerverbandes UEL. Um Interessenkonflikte zu vermeiden räumt er auch seinen Posten im Vorstand der Fedil.

Michèle Detaille wird die drei Hauptziele ihrers Vorgängers weiterverfolgen. Dazu gehört die Rekrutierung von Talenten, «eine Herausforderung für die luxemburgische Industrie», die sich laut Detaille einem Arbeitskräftemangel gegenüber sieht. Das zweite Ziel betrifft den Energiewandel, «der gemeinsam mit der Industrie durchgeführt werden muss». Punkt drei ist die Digitalisierung, die es uns «ermöglicht, produktiver zu sein».

Internationales Handels- und Arbeitsrecht

Der internationale Handel genieße ebenfalls Priorität: «Wir haben viele Exportunternehmen, denen wir helfen müssen». Detaille spricht sich für die Freihandelsabkommen aus, die derzeit auf europäischer Ebene mit den Vereinigten Staaten, Kanada, Südamerika und Japan diskutiert werden, «ohne den Verbraucherschutz in Bezug auf Produktqualität und -sicherheit zu vernachlässigen».

Das Arbeitsrecht will die neue Präsidentin ebenfalls unter die Lupe nehmen. Sie begrüßt zwar die ständig steigenden Forderungen nach «maßgeschneiderter Arbeit, die es ermöglicht, einige Menschen wieder auf den Arbeitsmarkt zu bringen», ist aber der Ansicht, dass die Gesetzgebung bei diesem Thema nicht Schritt hält. Was die Arbeitgeberseite angeht, soll das Arbeitsgesetzbuch im Dialog mit der Regierung und den Abgeordneten modernisiert werden.

(Joseph Gaulier/L'essentiel)

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