Staus in Luxemburg

28. September 2021 08:08; Akt: 29.09.2021 06:39 Print

«Verkehr ist wieder wie vor Corona – oder schlimmer»

LUXEMBURG – Der Verkehr im Großherzogtum normalisiert sich seit dem Corona-Lockdown wieder. Staus stehen wieder auf der Tagesordnung.

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Staus stehen in Luxemburg wieder auf der Tagesordnung. (Bild: Editpress/Ifinzi)

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«Rollt alles normal auf der Straße, brauche ich 30 Minuten. Heute Morgen waren es eine Stunde und 15 Minuten. Der Verkehr ist wieder wie vor Corona – oder schlimmer», beschreibt Thomas seinen Weg zur Arbeit seit der Rentrée. Zwischen seinem Zuhause in der Nähe von Zoufftgen und seinem Büro in Limpertsberg häufen sich die Staus wieder. Belgische Grenzgänger beobachten dasselbe Phänomen. Aurélie konnte ihre Strecke zwischen Habay und Leudelingen während Corona in 20 Minuten weniger ablegen als gewohnt. Jetzt verbringt sie vor Dienstbeginn wieder 50 Minuten im Auto. «Am Abend ist es sogar manchmal mehr», sagt sie genervt.

«Wir sind wieder bei 95 Prozent des Vorkrisen-Verkehrs, auf einigen Straßen sogar bei 100 Prozent», bestätigt die Straßenverwaltung die Beobachtungen. Es sei eine «Rückkehr zur Normalität». Obwohl weiterhin Homeoffice-Regelungen bestehen, sind sowohl nationale Straßen und Autobahnen betroffen.

«Verlängerung der Fahrzeiten und der Zunahme an Staus»

Auch der ACL und die Zähler bestätigen den Trend der «Verlängerung der Fahrzeiten und der Zunahme an Staus». Auf dem Bettemburger Kreuz auf der A3 – die meist befahrene Straße – werden in beide Richtungen wieder rund 80.000 Fahrzeuge pro Tag gezählt. Im April 2020 war diese Zahl auf 28.000 gesunken ist, von März bis Mai 2021 lag sie noch bei 60.000. Die deutsche Grenze auf der A1 (ebenfalls in beiden Richtungen) überschreiten zwar weiterhin weniger Fahrzeuge als durchschnittlich im Jahr 2019 (22.500 Fahrzeuge pro Tag gegenüber 27.000), aber immer noch deutlich mehr als 2020 (19.623). Der Grenzverkehr aus und in Richtung Belgien auf der A6 nähert sich ebenfalls dem Vorkrisenniveau (rund 55.000 Fahrzeuge pro Tag).

Nach Angaben des Navigationsunternehmens Tom Tom erreichen die Staus seit zwei Wochen das Niveau von 2019. Hier verbrachten Menschen im Durchschnitt 163 Stunden pro Jahr in Staus – sechs Tage und 19 Stunden. 2020 sank dieser Wert auf vier Tage und neun Stunden pro Jahr. In den vergangenen sieben Tagen war das Stauaufkommen um 8 und 17 Uhr landesweit fast immer höher als die Durchschnittswerte im Jahr 2019. Gestern gegen 18 Uhr zählte Tom Tom in Luxemburg 23 Staus auf einer Gesamtlänge von 19,2 Kilometern.

(Nicolas Martin/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Basslux am 28.09.2021 09:07 Report Diesen Beitrag melden

    Ech geif jo mam Öffentlechen fueren ma: Normal 30min, mat Traffic 70min mat Bus ball 2 Stonnen.

  • Home am 28.09.2021 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Ma dat gëtt jo dann monter wann den Home Office komplett oofgeschaaft gëtt :-( -.-

  • JOHNNY am 28.09.2021 10:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mam Auto fueren ech direkt op dPlatz, a sin duerno flexibel. Mam Auto, aus der Garage eraus bis direkt op dArbecht 20min. Mam ÖT, aus der Hausdir eraus, brauch ech 5min bis op de nexte Busarret, op de Bus warden, 5min bis op dGare, op den Zuch warden, (et kennt e jo bessen eischter, ) 20min mam Zuch an dStaadt, 5min duerch dGare op de Bus warden, 10 min mam Bus op de nexten Arrêt, 5 min ze Fouss op dArbecht. Dat sin eleng schon 50min wou drop gin wann alles klappt… An Owes idem….

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Marc S. am 28.09.2021 20:45 Report Diesen Beitrag melden

    alles rem an home office bis 2030 waer dann Leisung...dauerhaft

  • Aarbechtsdeier am 28.09.2021 19:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Pia stemmt

  • Aarbechtsdeier am 28.09.2021 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Christophe den Mann huet recht Sinn haut an der Pensioun virun 40 Joer sinn ech vun 5 Deg der 3 mam Auto op d'Schaff gefuer virwast wuel?? Well och schons deemols huet den ÖT net fonktionneiert Weivill Milliarden ginn Joer fir Joer an ÖT gestach fiir dass et nach emmer manner gett CFL deen allerleschten Staatsbetrieb wierklech

  • Gen X am 28.09.2021 18:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech brauch mam Auto 20 bis 25 min Mam Bus 30 bis 40 min Mam Velo 28 min Mam Moto 20 min Ass alles an allem eigentlech keen Riesenennerscheed

  • Gerd am 28.09.2021 16:23 Report Diesen Beitrag melden

    Haut 1 halef Stonn bis an den pickegen gebraucht,well als Pensionär hued en jo net ëmmer Zäit.