Proteste am Dienstag

14. September 2015 16:01; Akt: 15.09.2015 07:54 Print

Viehzüchter planen nächstes Verkehrschaos

LUXEMBURG - Mit zwei Protestaktionen setzen die Milchbauern die Politik erneut unter Druck. Erst am Montag waren EU-Minister nahe Clerf von wütenden Landwirten umzingelt worden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Bauern lassen mit ihrem Protest gegen niedrige Milchpreise nicht locker: Nach der «Einkesselung» mehrerer europäischer Agrarminister in Kalbach nahe Clerf am Montag gehen die Viehzüchter am Dienstag erneut auf die Straße. Wie die Polizei berichtet, soll vor dem Konferenzzentrum in Luxemburg-Kirchberg eine Demonstration stattfinden.

Zwischen 10.30 Uhr und 15 Uhr ist bei der Place de l'Europe mit Verzögerungen im Verkehr zu rechnen, weil die Bauern wahrscheinlich wieder mit ihren Traktoren die Fahrbahn blockieren werden. Bereits zuvor müssen Autofahrer zwischen 7 und 9 Uhr auf der Autobahn beim belgisch-luxemburgischen Grenzübergang Sterpenich wegen einer «Info-Aktion» der Bauern Geduld mitbringen.

60 EU-Politiker saßen fest

Die Agrarminister waren am Montag zu einem zweitägigen informellen Treffen vor allem zum Thema Milch zusammengekommen. Vor der Sitzung am Dienstag in Kirchberg besuchten die Minister landwirtschaftliche Einrichtungen in Luxemburg, unter anderem die Produktionsstätte der «Ourdaller»-Produkte im 50-Einwohner-Dorf Kalborn. Etwa 60 Landwirte aus Luxemburg, Deutschland und Belgien blockierten jedoch mit Treckern die Zufahrtsstraßen. Die Abfahrt von 16 Ministern und Staatssekretären sowie ihrer Mitarbeiter verzögerte sich dadurch um fast zwei Stunden.


Les producteurs de lait manifesteront demain au Grand-Duché de Luxembourg

Viele Bauern in Europa beklagen aus ihrer Sicht ruinös niedrige Milchpreise. Die Landwirte vor Ort forderten die Umsetzung von Vorschlägen des European Milk Board. Diese sehen zum Beispiel eine Begrenzung der Milchmenge bei starkem Überangebot vor. «Wenn am Dienstag im EU-Ministerrat nichts passiert, werden wir den Druck weiter erhöhen», sagt Fredy de Martines, Vorsitzender des Luxemburger Milchbauern-Verbands «Luxembourg Dairy Board», zu L'essentiel.

(jt mit dpa/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ketti am 15.09.2015 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hetten se sech mat Zaiten emgestallt an aner Saachen an Produktioun gehol wei nemmen Mellech, wiren se lo net an der Schaiss!

  • Armand B. am 15.09.2015 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst Die kleinen Kälber einfach zur Mutter anstatt sie zu schlachten ...

  • Milka am 14.09.2015 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Deene misst een emol de Stroum oofsperren wann Zeit ass fir ze streichen, da verginn hinnen dei Dommheeten !!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Armand B. am 15.09.2015 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst Die kleinen Kälber einfach zur Mutter anstatt sie zu schlachten ...

  • Ketti am 15.09.2015 08:56 Report Diesen Beitrag melden

    Hetten se sech mat Zaiten emgestallt an aner Saachen an Produktioun gehol wei nemmen Mellech, wiren se lo net an der Schaiss!

  • Milka am 14.09.2015 22:41 Report Diesen Beitrag melden

    Deene misst een emol de Stroum oofsperren wann Zeit ass fir ze streichen, da verginn hinnen dei Dommheeten !!

    • boien am 15.09.2015 07:19 Report Diesen Beitrag melden

      wat sollen dann déi huelkäp do zu bréissel vun ackerbau an viehzucht kennen vun gottes gnood kréien se en decken gehalt an dat war et och schon

    • Den Milki-Way am 15.09.2015 08:20 Report Diesen Beitrag melden

      Du Sabbeler dir mist en Melesch streichen wann's du loscht drop hues!

    einklappen einklappen