Die Analyse der Statec-Forscher ist eindeutig: Die Menschen in Luxemburg sind im Allgemeinen mit ihrer Lebenssituation zufrieden, auch wenn die Sorgen in Sachen Immobilienpreise, Verkehrsstaus und Verlust des Arbeitsplatzes zunehmen. Das ist das Fazit der Statec-Studie über Arbeit und sozialen Zusammenhalt, die am Dienstag in Luxemburg präsentiert wurde.
Grenzgänger ausgenommen
In der vorliegenden Statec-Analyse finden sich keine Details zu den sozialen Lebensumständen von Grenzpendlern. «Die Statistik reichen nur bis zur Staatsgrenze», sagt Serge Allegrezza. «Wir hätten gern Daten, aber dazu müssten wir detaillierte Umfragen in den Nachbarländern durchführen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir das machen werden. Aber es müsste ein Projekt sein, das auf Ebene der Großregion durchgeführt wird und für das zusätzliche Mittel freigestellt werden müssten.»
In dem Bericht werden auf mehr als 200 Seiten die Lebensumstände der Einwohner näher beleuchtet. Vier Feststellungen stechen besonders hervor: 1. Die Einkommen in Luxemburg sind ungleich verteilt, 2. die Wohnkosten drücken das verfügbare Einkommen stark nach unten, 3. das Armutsrisiko steigt und 4. Sozialtransfers sind ein wirksames Mittel, um Armut zu bekämpfen.
Viele Erwerbstätige in Luxemburg kommen nicht mit ihrem Einkommen aus. Eine hier wohnhafte Familie mit einem bescheidenen Monatseinkommen von unter 3464 Euro kommt heute schlechter über die Runden als noch 2012. Insgesamt gelten 13,7 Prozent der im Land lebenden Beschäftigten als armutsgefährdet.
Dem Staat fällt bei der Bekämpfung der Armut eine wichtige Rolle zu. Ohne Sozialtransfers würden sich 47 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze befinden. «Wenn wir die Armut in Luxemburg vollständig beseitigen wollen, müsste der Staat jedes Jahr einen Scheck von 700 Millionen Euro ausstellen», sagt Serge Allegrezza, Generaldirektor des Statec. «Es handelt sich natürlich um eine reine statistische Illusion. Es liegt an der nächsten Regierung, Wege zu finden, um die Armut zurückzudrängen. Unsere Aufgabe ist es, der Politik Messinstrumente zur Verfügung zur stellen. Es ist eine sehr komplexe Materie, aber ein Lösungsansatz wäre, den Ärmsten zu erlauben, länger zu arbeiten.»
(Frédéric Lambert/L’essentiel)
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eine rein statistische Ilusion: et mist een seng Paye kierzen, dat hien och méih lang muss schaffen! ...
... den Armen erlauben, länger zu arbeiten, damit die sesselpupsenden Aktionäre mehr auf Nichtstun verdienen und das Wohnen noch teurer werden kann und auch noch die eingezahlten Lohnsteuern an die Immobilienhaie gehn u der Staat so die Reichen finanziert ...
Mamomam
Tiens tiens je connais une personne qui touche le chômage en France mais travaille dans un magasin au noir .( Esch Belval)Une autre personne envoie ces enfants dans son pays pendant un an mais touche les allocations du Luxembourg ( aucun contrôle) C’est la preuve qu’il n’y a pas beaucoup de contrôle mais beaucoup de blabla.
Und dabei verklickerte uns die alte und die wahrscheinlich kommende Regierung, dass es dem Lande unter ihrer Herrschaftt so gut ging wie nie zuvor. Ein Schelm der böses dabei denkt.
Seulement pour eux.
dem Land geht es genau so wie den Menschen: verseucht zugekippt oder zugekippt verseucht ...