Working Poor

16. Oktober 2018 11:46; Akt: 16.10.2018 11:58 Print

Viele Beschäftigte sind trotz Arbeit armutsgefährdet

LUXEMBURG – Rund 14 Prozent der Erwerbstätigen im Großherzogtum kommen mit ihrem Monatslohn kaum über die Runden. Das geht aus einer neuen Statec-Studie hervor.

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Laut Statec-Direktor Serge Allegrezza müsste der Staat jedes Jahr 700 Millionen Euro ausgeben, um die Armut komplett zu beseitigen. (Bild: Editpress)

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Die Analyse der Statec-Forscher ist eindeutig: Die Menschen in Luxemburg sind im Allgemeinen mit ihrer Lebenssituation zufrieden, auch wenn die Sorgen in Sachen Immobilienpreise, Verkehrsstaus und Verlust des Arbeitsplatzes zunehmen. Das ist das Fazit der Statec-Studie über Arbeit und sozialen Zusammenhalt, die am Dienstag in Luxemburg präsentiert wurde.

In dem Bericht werden auf mehr als 200 Seiten die Lebensumstände der Einwohner näher beleuchtet. Vier Feststellungen stechen besonders hervor: 1. Die Einkommen in Luxemburg sind ungleich verteilt, 2. die Wohnkosten drücken das verfügbare Einkommen stark nach unten, 3. das Armutsrisiko steigt und 4. Sozialtransfers sind ein wirksames Mittel, um Armut zu bekämpfen.

Viele Erwerbstätige in Luxemburg kommen nicht mit ihrem Einkommen aus. Eine hier wohnhafte Familie mit einem bescheidenen Monatseinkommen von unter 3464 Euro kommt heute schlechter über die Runden als noch 2012. Insgesamt gelten 13,7 Prozent der im Land lebenden Beschäftigten als armutsgefährdet.

Dem Staat fällt bei der Bekämpfung der Armut eine wichtige Rolle zu. Ohne Sozialtransfers würden sich 47 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze befinden. «Wenn wir die Armut in Luxemburg vollständig beseitigen wollen, müsste der Staat jedes Jahr einen Scheck von 700 Millionen Euro ausstellen», sagt Serge Allegrezza, Generaldirektor des Statec. «Es handelt sich natürlich um eine reine statistische Illusion. Es liegt an der nächsten Regierung, Wege zu finden, um die Armut zurückzudrängen. Unsere Aufgabe ist es, der Politik Messinstrumente zur Verfügung zur stellen. Es ist eine sehr komplexe Materie, aber ein Lösungsansatz wäre, den Ärmsten zu erlauben, länger zu arbeiten.»

(Frédéric Lambert/L’essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Menni am 16.10.2018 12:48 Report Diesen Beitrag melden

    “ein Lösungsansatz wäre, den Ärmsten zu erlauben, länger zu arbeiten.” ... Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen .... zu erlauben .... Ja hat dieser Allegrezza sie noch alle ? Arbeit macht frei, oder ...

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  • svendorca am 16.10.2018 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    so wie man früher das Defizit der Krankenkasse bekämpft hat, so könnte man auch den Armut bekämpfen,..aber bitte Sozialschmarotzer außen vor!

  • Wouerescht deet Weih am 16.10.2018 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Den Herr Allegrezza huet ons dat konfirmeiert waten mir schons ganz oft soen ! MIR GINN AN MENSCHENSKLAVEREI ZERECK DEI ÄRMSTEN SOLLEN DEENEN REISCHEN DEN AR... OFBOOTZEN A WA MEIGLECH MEI LANG SCHEN ESOU SOHEN MER 15 STONNEN VUN 24 STONNEN !! Wou gget onst Land hingesteiert !!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Allegro am 02.11.2018 08:16 Report Diesen Beitrag melden

    eine rein statistische Ilusion: et mist een seng Paye kierzen, dat hien och méih lang muss schaffen! ...

  • geschaffene Armut am 02.11.2018 08:03 Report Diesen Beitrag melden

    ... den Armen erlauben, länger zu arbeiten, damit die sesselpupsenden Aktionäre mehr auf Nichtstun verdienen und das Wohnen noch teurer werden kann und auch noch die eingezahlten Lohnsteuern an die Immobilienhaie gehn u der Staat so die Reichen finanziert ...

  • tuti am 17.10.2018 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mamomam

  • Léon am 17.10.2018 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    Tiens tiens je connais une personne qui touche le chômage en France mais travaille dans un magasin au noir .( Esch Belval)Une autre personne envoie ces enfants dans son pays pendant un an mais touche les allocations du Luxembourg ( aucun contrôle) C’est la preuve qu’il n’y a pas beaucoup de contrôle mais beaucoup de blabla.

  • Dingo am 16.10.2018 20:28 Report Diesen Beitrag melden

    Und dabei verklickerte uns die alte und die wahrscheinlich kommende Regierung, dass es dem Lande unter ihrer Herrschaftt so gut ging wie nie zuvor. Ein Schelm der böses dabei denkt.

    • Léon am 17.10.2018 08:03 Report Diesen Beitrag melden

      Seulement pour eux.

    • Industriedummy am 31.10.2018 06:47 Report Diesen Beitrag melden

      dem Land geht es genau so wie den Menschen: verseucht zugekippt oder zugekippt verseucht ...

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