Hundestaffel

21. September 2020 08:00; Akt: 21.09.2020 08:03 Print

Vier Pfoten im Kampf gegen Geld, Drogen und Waffen

LUXEMBURG – Die Spürhunde der Zollverwaltung arbeiten jeden Tag im Großherzogtum, um Schmugglern und anderen Kriminellen das Handwerk zu legen.

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Zwei Millionen Euro wurden innerhalb von drei Tagen im Gepäck verschiedener Passagiere am Findel von Spürhunden des luxemburgischen Zolls entdeckt. Die Spürnasen machten mit ihren Erfolgen Schlagzeilen und L'essentiel durfte den tierischen Detektiven bei ihrer Arbeit auf die Pfoten zu schauen. Wir treffen im Birelerhaff in Sandweiler auf die Hundestaffel in der auf Drogen und andere sensiblen Produkte spezialisierten Abteilung der Zollverwaltung. Die in den 1980er Jahren gegründete Einheit ist ihr seit 2011 unterstellt. Seit 2011 befinden sich diese bei Birelerhaff, in einem Bauernhof aus dem 14. Jahrhundert, einem der ältesten des Landes, der vom Staat gekauft wurde. Langfristig sollen dort alle Zoll- und Verbrauchssteuerdienste zentralisiert werden.

In dem verwinkelten Bauernhaus gibt es mehrere Bereiche, in denen die Hunde ausgebildet werden können. «Die Staffel hat derzeit neun Hunde, und zwei weitere werden in den nächsten Tagen hinzukommen. Das Ziel ist es, 15 zu erreichen», erklärt Paul Felten, Leiter der Inspektion für Drogen und sensible Produkte. Diese meist im Ausland ausgewählten Hunde kommen im Alter von einem Jahr nach Luxemburg, wo sie einen Monat lang Tests durchlaufen müssen, bevor sie definitiv gekauft werden. Ihre Mission? Ihre Spürnase zu nutzen, um gegen den Schmuggel mit Geld, Drogen und Waffen zu kämpfen.

Jeder Hund gehört seinem Hundeführer und schnüffelt im Durchschnitt etwa zehn Jahre lang für die Zollverwaltung. «Sie sind für alle Situationen ausgebildet», so Paul Felten. Aus gutem Grund ist die Spezialabteilung an sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr einsatzbereit. In Zügen, bei Straßenkontrollen oder sogar im Gefängnis werden die Hunde eingesetzt. Zufällig oder auf Anfrage. Das sind etwa 30 Prozent der Arbeit, der Rest ist Ausbildung. «Mit dem Coronavirus ist der Postversand regelrecht explodiert und damit auch die Zweifel an bestimmten Paketen. Unternehmen bitten uns um Hilfe und wir greifen ein», so Felten weiter. Auch die Terrorgefahr ist Teil des Einsatzgebietes. «Wir sind bereit, zur Unterstützung der Polizeikräfte Plätze zu sichern, aber bisher war das noch nicht der Fall».

Auch am Flughafen Findel kommen die Teams der Zollverwaltung zum Einsatz. Immer bewaffnet und mit kugelsicheren Westen ausgestattet, wechseln sich die Hundeführer und ihre treuen Begleiter ab, um die Sicherheit am lux-Airport zu gewährleisten. Andere Mitarbeiter arbeiten in Zivilkleidung. An diesem Tag schnüffelt sich Gwen, ein fünfjähriger niederländischer Schäferhund, durch die Passagiere im Einstiegsbereich. «Unsere Kontrollen sind entweder stichprobenartig oder auf bestimmte Ziele ausgerichtet», erklärt ein Zollbeamter. «Es ist aber immer der Hund, der letztendlich entscheidet.» Im Untergeschoss des Flughafens arbeitet ein weiterer Hund in der Gepäckabfertigung, um verdächtige Koffer zielsicher aus dem Verkehr zu ziehen.

Kritische Situationen gibt es am Flugplatz nur sehr selten. Im Gegensatz zu Straßenkontrollen zum Beispiel, aber auch dort sind die Zollhunde auf alle Eventualitäten vorbereitet. Neben dem perfekt ausgebildeten Geruchssinn können sie auch eingesetzt werden, um flüchtende Verdächtige zu stellen.

(nc/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hardliner am 21.09.2020 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Théo Am géigensaatz zu den Hönn wou e wonnerbart Liewen hun no hieren hoarden Dengschtjoeren, missten vielléicht esou munnscher’een angeschléifert gin wann sie d’Pensioun kréien, oder? Domm Fro, domm Fro als Äntwert ????

  • svendorca am 21.09.2020 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    wéi geséit dann eng Rent fir den Hond aus!: éng gudd dotéiert wéi hieren Meeschter, oder eng armséilech wéi fill Léit och eng hun?

  • Théo am 21.09.2020 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat ass jo gutt datt d'Hönn fir esou eng Arbechter (aus)genotzt ginn, mee ech froë mech awer wat geschitt mat deenen Hönn wann déi an d'Pensioun geschéckt ginn?Wat geschitt zum Beispill mat engem Schutzhond?Deen kann een jo nët un een Privatmann vermëttelt ginn, well daat jo och eng Art Waff ass.An et sinn der jo vill.Ginn déi nodeems se ausgenotzt gi sinn ageschléifert?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hardliner am 21.09.2020 13:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Théo Am géigensaatz zu den Hönn wou e wonnerbart Liewen hun no hieren hoarden Dengschtjoeren, missten vielléicht esou munnscher’een angeschléifert gin wann sie d’Pensioun kréien, oder? Domm Fro, domm Fro als Äntwert ????

  • Théo am 21.09.2020 10:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Daat ass jo gutt datt d'Hönn fir esou eng Arbechter (aus)genotzt ginn, mee ech froë mech awer wat geschitt mat deenen Hönn wann déi an d'Pensioun geschéckt ginn?Wat geschitt zum Beispill mat engem Schutzhond?Deen kann een jo nët un een Privatmann vermëttelt ginn, well daat jo och eng Art Waff ass.An et sinn der jo vill.Ginn déi nodeems se ausgenotzt gi sinn ageschléifert?

  • svendorca am 21.09.2020 09:52 Report Diesen Beitrag melden

    wéi geséit dann eng Rent fir den Hond aus!: éng gudd dotéiert wéi hieren Meeschter, oder eng armséilech wéi fill Léit och eng hun?