Luxemburg feiert Ostern

18. April 2014 07:30; Akt: 18.04.2014 12:46 Print

Von Eiern, Péckvillerchen und Dornsträuchen

LUXEMBURG - Ostern naht: Die Einwohner bereiten sich auf das höchste Fest der Christen vor. Luxemburg feiert die Auferstehung Christi mit vielen verschiedenen Bräuchen.

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Schon mehrere Wochen vor Ostern locken Supermarkt-Regale und Bäckereien Kunden mit Schokoladeneiern an. Denn wie in vielen christlichen Ländern gilt ein Ei in Luxemburg als Symbol für Fruchtbarkeit und Erneuerung, die mit dem Frühlingsanfang einhergehen. Traditionell kommt am Ostersonntag der Osterhase und versteckt bunt bemalte Eier. Zumindest erzählen das die Eltern ihren Kindern in Luxemburg, bevor die Jagd auf Ostereier eingeläutet wird.

Rund um das Osterfest werden Eier vorbereitet: Sie werden gekocht und von Kindern bunt bemalt. Auch zur Dekoration werden sie verwendet, um damit zum Beispiel den «Ouschterbam» zu schmücken oder «Técken» zu spielen. Beim Spiel schlagen die Kinder ihre Eier gegeneinander: Derjenige, dessen Ei unbeschadet bleibt, hat gewonnen.

Klibberen und Bretzel-Tausch

Doch nicht alle Bräuche zu Ostern in Luxemburg drehen sich um Eier. Auch «Klibberen» gehört zum traditionellen Fest. Wenn die Kirchenglocken in der Karwoche noch in Rom verweilen, ersetzen die Kinder sie und «läuten», ausgestattet mit einer sogenannten «Klibber», in den Gemeinden die Uhrzeit. Der Brauch, kein Fleisch am Karfreitag zu essen, wird in Luxemburg streng, sogar von Nichtgläubigen, eingehalten.

Nicht zu vergessen bei den Oster-Bräuchen ist auch der Bretzel-Tausch in der Mitte der Fastenzeit: Normalerweise schenkt dann der Mann seiner Angebeteten eine Bretzel. Ist sie auch interessiert, bekommt er Ostermontag ein Osterei zurück. Weist sie ihn ab, bekommt der Mann einen Korb – so ist auch der Spruch «den Kuerf kreien» entstanden.

Péckvillerchen traditionell am Ostermonatg

Am Ostermontag wird in ganz Luxemburg Trällern und Pfeifen angesagt: Mit Péckvillerchen wird das traditionelle Eemaischen-Fest begangen. Dann kommen tausende Besucher nach Nospelt im Nordwesten von Luxemburg-Stadt, um Eemaischen zu feiern. Im Mittelpunkt stehen kleine Tonvögel, die für sechs bis zehn Euro in Nospelt, aber auch am Fischmarkt in der Hauptstadt, verkauft werden.

Andere Städte und Gemeinden pflegen ihre eigenen Bräuche zu Ostern. In Vianden wird zum Beispiel das Judas-Fest begangen. Jungen fertigen dafür einen sogenannten «Jaudes», einen bändergeschmückten Judasbaum an, der aus Schlehdornsträuchen, Papierblumen und bunten Stoffstücken besteht. Diesen tragen sie durch Vianden und verbrennen ihn dann zu Mittagszeit. Dieser Brauch symbolisiert die Ablehnung von Jesus-Verräter Judas durch das Volk, indem Judas symbolisch in die Hölle geschickt wird.

Wie feiern Sie Ostern? Haben Sie eine bestimmte Familientradition? Schreiben Sie uns im Talkback!

(Joseph Gaulier/if/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean Fries am 18.04.2014 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg feiert...? Nein, es gibt immer mehr Menschen, die sich von diesem Schwachsinn abwenden. Und das ist auch gut so.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean Fries am 18.04.2014 10:24 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg feiert...? Nein, es gibt immer mehr Menschen, die sich von diesem Schwachsinn abwenden. Und das ist auch gut so.