DP erstattet Anzeige

26. September 2018 12:26; Akt: 26.09.2018 12:54 Print

«Juden» – Vandale hetzt gegen Bettel und Cahen

LUXEMBURG – Eine antisemitische Schmiererei beschäftigt die DP. Der unbekannte Täter kritzelte das Wort «Juden» über ein Plakat mit Xavier Bettel und Corinne Cahen.

storybild

Mit der Aufschrift «Juden» wollte der unbekannte Vandale offenbar antisemitische Ressentiments gegen Xavier Bettel und Corinne Cahen schüren.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die DP will Anzeige wegen eines beschmierten Wahlkampfplakats für die Kammerwahl erstatten. Ein Unbekannter hat in der Hauptstadt auf ein Plakat mit Premierminister Xavier Bettel und Parteipräsidentin Corinne Cahen das Wort «Juden» mit zwei Pfeilen über deren Nachnamen gekritzelt. Ziel des Vandalen war es offenbar, antisemitische Ressentiments gegen die beiden liberalen Politiker zu schüren.

«Wir sind natürlich bestürzt über diesen antisemitischen Vorfall. Die DP wird dies nicht zulassen. Wir haben beschlossen, Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten», sagte der Generalsekretär der DP, Claude Lamberty, am Mittwoch. Das große Plakat mit Xavier Bettel und Corinne Cahen steht in der Nähe des Rond-Point Gluck, einem vielbefahrenen Kreisverkehr im Süden der Hauptstadt.

Auch andere Parteien sahen sich in jüngster Zeit mit Akten von Vandalismus konfrontiert. Unter anderem waren Wahlplakate der ADR von Sachbeschädigungen betroffen. Erst vergangene Woche wurde ein weiteres DP-Plakat ins Visier genommen. Das Gesicht von Monica Semedo, einer ehemaligen RTL-Moderatorin und Kandidatin im Wahlbezirk Osten, wurde aus der Affiche herausgerissen. «Es stimmt, dass sich die Situation während dieser Kampagne verschlimmert. Aber das ist ein Trend, der sich nicht nur in Luxemburg, sondern überall in Europa ausbreitet», meint Claude Lamberty. «Wir treten für ein gutes Zusammenleben ein. Es kommt immer mal wieder vor, dass Schnurrbärte oder Brillen auf die Gesichter der Kandidaten gemalt werden, aber wenn es um rassistische und antisemitische Slogans geht, müssen wir reagieren.».

(Patrick Théry/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 72 Stunden, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 26.09.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    keine Plakate mehr aufstellen, und schon hat man ein Problem weniger

    einklappen einklappen
  • Claude am 26.09.2018 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aner lëtzebuerger an och europäesch Parteien déi ganz Zäit mat Rietsradikalen an Nazien vergläichen, an lo si mer skandaliséiert wann mer och Affer vu Freschheeten ginn. Déi hu mer gär léif DP! (Ech well domat net soën datt daat op dem Plakat héi an iejendenger Weiss akzeptabel soll sinn, mee ech fannen datt wann een am Glashaus sëtzt soll een net skandaliséiert sinn...)

  • Baltes Jos am 27.09.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wien ass dann Soros ,Rothschild asw?

Die neusten Leser-Kommentare

  • Baltes Jos am 27.09.2018 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    Wien ass dann Soros ,Rothschild asw?

  • Frau Holle am 26.09.2018 18:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das war ja wohl keine Frechheit,sondern nur eine Tatsache.Mein lieber Jolly, das ist doch Schwachsinn zu behaupten das wäre Antisemitismus.

  • Claude am 26.09.2018 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Aner lëtzebuerger an och europäesch Parteien déi ganz Zäit mat Rietsradikalen an Nazien vergläichen, an lo si mer skandaliséiert wann mer och Affer vu Freschheeten ginn. Déi hu mer gär léif DP! (Ech well domat net soën datt daat op dem Plakat héi an iejendenger Weiss akzeptabel soll sinn, mee ech fannen datt wann een am Glashaus sëtzt soll een net skandaliséiert sinn...)

  • svendorca am 26.09.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    keine Plakate mehr aufstellen, und schon hat man ein Problem weniger

    • @svendorca am 26.09.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

      Super "Lösung"!! -.-

    einklappen einklappen