In Luxemburg

06. Juni 2019 18:24; Akt: 06.06.2019 18:52 Print

Was tun «Xavier» und «Étienne» im rosa Zimmer?

LUXEMBURG – In einem Mathebuch für die dritte Klasse, wollen zwei Charaktere namens «Xavier» und «Étienne» ein Zimmer streichen – in rosa. Ist das homophob?

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Minister Étienne Schneider und Premierminister Xavier Bettel sind unfreiwillig Namenspaten für eine Matheaufgabe geworden. (Bild: Editpress/Hervé Montaigu)

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Eine Matheaufgabe in einem Lehrbuch scheint eine Anlehnung an den Premierminister Xavier Bettel und den Minister Étienne Schneider zu sein, beide sind homosexuell. In der Aufgabe überlegen «Xavier und Étienne» ihr Zimmer rosa zu streichen.

Die Aufgabe wurde am Mittwoch durch eine parlamentarische Anfrage des LSAP-Abgeordneten Franz Fayot an Claude Meisch, den Bildungsminister, übermittelt und durch Paperjam veröffentlicht. «Sollte diese Aufgabe, die homophobe Stereotype vermittelt in ein luxemburgisches Schulbuch aufgenommen werden?», fragt der Abgeordnete den Minister. Ob er erklären könne, wie eine solche Aufgabe in einem Mathematik-Lehrbuch für Schüler Platz gefunden habe, ohne, dass eine vorherigen Kontrolle sie entdeckt und ihre Entfernung verlangt habe?

Weibliche Namen durch männliche ersetzt

Das Ministerium, das «diese homophoben Stereotype scharf verurteilt», erklärt gegenüber L'essentiel, dass dieses für Belgien entworfene Lehrbuch von einer luxemburgischen Arbeitsgruppe in der vorangegangenen Legislaturperiode (2009-2013) an den Schulunterricht im Großherzogtum angepasst wurde. Vor der Veröffentlichung des Handbuchs musste diese Arbeitsgruppe vom Bildungsministerium genehmigt werden. Bei der ersten Ausgabe im Jahr 2013 wurde das Prüfverfahren eingesetzt. Damals wurden zwei junge Mädchen im Problem des rosa Zimmers dargestellt.

Aber 2015, in der zweiten Auflage des Buches, wurden die weiblichen Vornamen durch männliche Vornamen ersetzt. «Diese Anpassung erfolgte durch direkten Kontakt zwischen der luxemburgischen Arbeitsgruppe und dem belgischen Verlag, ohne das Bildungsministerium zu durchlaufen», bedauerte das Ministerium gegenüber L'essentiel. Seit 2015 wurden neue Verfahren eingeführt, um diese Vorgehensweise zu verhindern.

«Die Lehrbücher werden mit der Aufgabe der ersten Ausgabe neu herausgegeben und sollen die Handbücher der zweiten Ausgabe ersetzen, sodass diese so schnell wie möglich aus dem Verkehr gezogen werden können», sagte das Ministerium. Die Arbeitsgruppe wolle man nicht belangen, solange alles umgesetzt wird.

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Momo am 07.06.2019 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Hihi

  • deng Werbung am 07.06.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    homophob as et nëmmen wann een och dono siche geet

  • Knouterketti am 07.06.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn daat all Problemer welch mir hun? Et waer besser sech emol em Justice an Gesondheetswiesen ze kemmeren statt eppes op ze bauschen watt nonsens ass

Die neusten Leser-Kommentare

  • C.Schneider am 07.06.2019 14:39 Report Diesen Beitrag melden

    Virun enger Reih Joeren gouf e Schoulbuch wéint enger Karikatur vum Minister L. Frieden nei gedréckt. An zwar eng Neiausgab, puer Woche nodeems se an Schoule koum.

  • Knouterketti am 07.06.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinn daat all Problemer welch mir hun? Et waer besser sech emol em Justice an Gesondheetswiesen ze kemmeren statt eppes op ze bauschen watt nonsens ass

  • Dudabo am 07.06.2019 12:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Solles se en einfach Kim nennen, dat passt fir di zwee. Oder den Xavier an d'Etienne sträichen un.

  • deng Werbung am 07.06.2019 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    homophob as et nëmmen wann een och dono siche geet

  • Momo am 07.06.2019 06:55 Report Diesen Beitrag melden

    Hihi