Luxemburg

07. August 2020 10:41; Akt: 07.08.2020 11:46 Print

Weniger Einbrüche, mehr Drogendelikte

LUXEMBURG – Die großherzogliche Polizei schlüsselt ihre Bilanz 2019 weiter auf. Diesen Freitag zieht sie bezüglich der Einbrüche und Drogendelikte Bilanz.

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Die Polizei in Luxemburg hat den Kampf gegen die Drogen zur Priorität erklärt. (Bild: Police grand-ducale)

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Die Zahl der Drogendelikte ist erheblich gestiegen. Dies geht aus der Veröffentlichung des zweiten Teils der Bilanz ihrer Aktivitäten für 2019 hervor. Demnach ist die Zahl der Fälle von Drogenbesitz um 35 Prozent, der Konsum um 51 Prozent und der Handel um 21 Prozent gestiegen. Die Zahl der Sicherstellungen von Drogen stieg von 1279 im Jahr 2018 auf 1412 im vergangenen Jahr, während die Zahl der Verhaftungen von 227 auf 187 zurückging.

Entwicklung der Drogenkriminalität nach Besitz (détention), Konsum (usage) und Handel (trafic). Quelle: Police Grand-Ducale

Im Einzelnen beschlagnahmten Polizei und Zoll im Jahr 2019 fast 360 Kilo Cannabis, 6,4 Kilo Heroin, 1,7 Kilo Kokain, 50.997 Ecstasy-Pillen und 57 Gramm Amphetamine. Die Polizei erklärt, den Kampf gegen Drogen zu einer ihrer vorrangigen Aufgabe, «von der Prävention über die Präsenz vor Ort bis hin zu den Ermittlungen». Alle Einheiten seien im Kampf gegen Drogen engagiert und involviert.

Mengen der Drogen und Tendenz. Quelle: Police Grand-Ducale

Weniger Einbrüche

Eine der anderen großen Prioritäten der großherzoglichen Polizei: Einbrüche. Tatsächlich ist die Zahl der Einbrüche in bewohnte Häuser im vergangenen Jahr um 7,14 Prozent zurückgegangen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 2044 Raubüberfälle gemeldet, verglichen mit 2142 im Jahr 2018, darunter 1404 in bewohnten Häusern (1512 im Jahr 2018). In 640 Nicht-Wohngebäude wurde ebenfalls eingebrochen (+1,59 Prozent).

Entwicklung bei den Einbrüchen bewohnter (habitées) sowie unbewohnter (non-habitées) Häuser. Quelle: Police Grand-Ducale

Nach Polizeiangaben schlagen Einbrecher im Dezember häufiger zu, wenn es bereits früher dunkel wird. Demnach wurden im letzten Monat des Jahres 2019 195 Wohnungsdiebstähle verübt, weit mehr als im Januar (125) oder im Juni (131). Der September war in dieser Hinsicht mit 60 Einbrüchen der ruhigste Monat. Im Rahmen der Bekämpfung des Phänomens verweist die Polizei insbesondere auf ihre gezielten Patrouillen und ihre verstärkte Präsenz.

Einbruchszahlen nach Monaten. Quelle: Police Grand-Ducale

Darüber hinaus weist die Polizei darauf hin, dass Einbrecher in den meisten Fällen auf Häuser zielen, in denen die Bewohner nicht anwesend sind, und fliehen, wenn sie wissen, dass sie entdeckt wurden. Sie raten daher davon ab, den Einbrecher zu konfrontieren, sondern so schnell wie möglich die Polizei unter der Nummer 113 anzurufen. Darüber hinaus waren Wohnungseinbrüche oder Raubüberfälle mit Gewalt in bewohnte Häuser, im Vergleich zur Gesamtzahl der Einbrüche sehr selten. Während des gesamten Jahres 2019 gab es fünf davon in Luxemburg.

(jw/L'essentiel)

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