In Luxemburg

05. Februar 2019 10:57; Akt: 05.02.2019 11:46 Print

«Wenn Betrug über Jahre dauert, gibt es ein Problem»

LUXEMBURG – Minister Romain Schneider äußerte sich am Dienstag vor den Abgeordneten über den Veruntreuungsfall bei der CNS.

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Über Jahre haben zwei CNS-Mitarbeiter Gelder hinterzogen. (Bild: Editpress/François Aussems)

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Nach der Aufdeckung eines Betrugsfalls bei der Caisse nationale de santé (CNS), nahm der Minister für soziale Sicherheit, Romain Schneider (LSAP), am Dienstag während einer Sitzung der Kommission für soziale Sicherheit Stellung dazu. Er «wollte die Abgeordneten persönlich informieren, denn es geht um das Management der CNS».

Allerdings konnte der Abgeordnete nicht mit neuen Informationen aufwarten, da «eine Untersuchung läuft», um die konkreten Fakten zu ermitteln. Er wollte sich auch gegenüber L'essentiel nicht zu den veruntreuten zwei Millionen Euro äußern. In diesem Stadium der Untersuchung sei die CNS der Ansicht, dass es sich um Einzelfälle handele. zudem sei nicht sicher, ob die beiden verdächtigen Personen miteinander in Beziehung stehen, wie es in der Sitzung weiter hieß.

«Kriminelle Energie»

Die Mitglieder des Ausschusses haben ihre Besorgnis zum Ausdruck gebracht. «Dieser Fall wirft viele Fragen auf, und wir stehen erst am Anfang», sagte Jean-Marie Halsdorf (CSV). Seiner Meinung nach ist es notwendig, den strafrechtlichen Aspekt bei der Untersuchung vom «politisch-administrativen Aspekt zu unterscheiden: Wir haben gesehen, dass es nicht genügend Kontrollen gibt und zwei Personen anscheinend betrügen.» Halsdorf begrüßte, dass «gewissenhafte Mitarbeiter die Führungsebene über die Vorgänge informiert haben».

Harte Worte fand Marc Baum (déi Lénk), der von einer «kriminellen Energie» spricht und die Funktionsweisen der CNS hinterfragt, während Sven Clement (Piratenpartei) von «Kriminellen» und «Betrug» spricht. Laut Clement «zeigt dieser Fall, dass es einen Mangel an Personal im Bereich der internationalen Überweisungen bei der CNS gibt. Wir haben nicht die Mittel, um internationale Transfers zu kontrollieren», sagt er. Aber: «Wenn ein Betrug über zehn Jahre andauert, dann ist das ein strukturelles Problem.»

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jimbo am 05.02.2019 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do gesait een erem, dass do vill Leit „Bullshit Jobs“ hun a guer net wëssen, wat se de ganzen Dag do iwwerhapt machen... Haaptsach et leeft irjendwei, dei riets Hand wees net wat dei Lenks mecht, iwwerall Cascade Sitzungen an irjendwann ass Feierowend...

  • Christiane am 05.02.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    60 mio hei, 2 mio do... etc etc ma tiptop. An daat bei eiser super Regieroung, gutt geschafft....mat eise Stéiergelder. Et leeft alles irgendwei aus dem Ruder...tjojo wou sin déi dach guer net esou schlecht "aal Zäiten"?

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  • Veritas am 05.02.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kloer dass een méi Kontrollen brauch wann d'Gesellschaft ëmmer méi Divers an manner Zesummenhalt huet!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rolls Royce am 05.02.2019 19:56 Report Diesen Beitrag melden

    Herr Schneider, Sie und ihre Vorgänger haben Ihre Arbeit vernachlässigt !!! UND TSCHÜSS !!!!

    • Karin H. am 06.02.2019 08:14 Report Diesen Beitrag melden

      Dümmere Aussagen gibt es nicht.

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  • jimbo am 05.02.2019 18:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do gesait een erem, dass do vill Leit „Bullshit Jobs“ hun a guer net wëssen, wat se de ganzen Dag do iwwerhapt machen... Haaptsach et leeft irjendwei, dei riets Hand wees net wat dei Lenks mecht, iwwerall Cascade Sitzungen an irjendwann ass Feierowend...

  • Ech sin ëtt am 05.02.2019 17:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Här Schneider an Mme Tanson huelt w e g är démissioun

  • Veritas am 05.02.2019 14:18 Report Diesen Beitrag melden

    Kloer dass een méi Kontrollen brauch wann d'Gesellschaft ëmmer méi Divers an manner Zesummenhalt huet!

  • Christiane am 05.02.2019 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    60 mio hei, 2 mio do... etc etc ma tiptop. An daat bei eiser super Regieroung, gutt geschafft....mat eise Stéiergelder. Et leeft alles irgendwei aus dem Ruder...tjojo wou sin déi dach guer net esou schlecht "aal Zäiten"?

    • Wouscht Monni am 07.02.2019 14:42 Report Diesen Beitrag melden

      AUDIT déi ganz Ministérien an d'Regierung ! An dann Stroofen déi proportionell zu hiere Gehälter an dem Crime sin !

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