Gewerkschaft

13. März 2020 06:40; Akt: 13.03.2020 07:03 Print

Wenn der Chef eine Atmosphäre der Angst schürt

LUXEMBURG – Vorwürfe werden laut, der LCGB-Vorsitzende Patrick Dury würde ein Klima der Angst schaffen und andere Gewerkschaftler schikanieren.

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Sieht sich schweren Vorwürfen konfrontiert: Gewerkschaftsvorsitzender Patrick Dury. (Bild: Editpress/Julien Garroy/ Archivbild)

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«Du tust, was ich dir sage, oder du bist raus.» Mit Worten wie diesen soll Patrick Dury, Präsident der christlichen Gewerkschaft LCGB, eine Atmosphäre der Angst schaffen. Ein Vorwurf, dem sich der Gewerkschaftsvorsitzende des LCGB konfrontiert sieht und der aus den eigenen Reihen kommt. Zumal sich ein Informant aus den Reihen der LCGB vertrauensvoll an L'essentiel gewandt hat. Demnach sollen, seit dem Amtsantritt von Dury im Jahr 2011, etwa 50 Personen die Gewerkschaft wegen ihm verlassen haben. «Patrick Dury hat ein Vakuum um sich herum geschaffen und umgibt sich jetzt nur noch mit Anhängern, die seine Politik unterstützen und von ihr profitieren», so der Vorwurf.

«Sein Ziel ist es, der unangefochtene Präsident seiner Gewerkschaft zu bleiben», sagt der Informant. Auf dem LCGB-Kongress, der für Samstag geplant, aber wegen des Coronavirus abgesagt wurde, hätte Patrick Dury deshalb keinen Konkurrenten gehabt. Diejenigen, die sich ihm widersetzen, würden «hinausgeekelt, erniedrigt oder kaltgestellt», bis sie gehen. Von denjenigen, die bereits gegangen sind, hätten einige eine Vertraulichkeitsklausel unterzeichnet und eine Entschädigung erhalten. «Patrick Dury kauft das Schweigen derer, die zu viel wissen».

Das Muster sei nach Angaben des Informanten immer dasselbe: Wenn eine Person nicht auf der gleichen Linie stehe, setze Patrick Dury alles daran, sie zu schikanieren und an ihre Grenzen zu treiben. Mit der Folge, dass einige von ihnen schwer erkrankten und teils an Burnout leideten. Sodass einige Mitarbeiter mittlerweile Maßnahmen zur Verteidigung ergreifen würden. Auf Anfrage von L`essentiel teilte die Gewerkschaft LCGB mit, davon nichts zu wissen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • jeanpaul am 13.03.2020 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    un ween kennen dei sech dann wenden? den OGBL?

    einklappen einklappen
  • Dommsabler am 13.03.2020 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    as dat esou een.dat get een engem een beschen pouvoir an schon as et geschaass.esou menschen brauch keng sau.seier fort mat dem.

  • Rooooobert am 13.03.2020 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Tiens ... ewei um Haff, jiddereen wees me keen mecht eppes ..... XAAAAAAVIER !!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rooooobert am 13.03.2020 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Tiens ... ewei um Haff, jiddereen wees me keen mecht eppes ..... XAAAAAAVIER !!!!

  • Dommsabler am 13.03.2020 11:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    as dat esou een.dat get een engem een beschen pouvoir an schon as et geschaass.esou menschen brauch keng sau.seier fort mat dem.

  • jeanpaul am 13.03.2020 09:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    un ween kennen dei sech dann wenden? den OGBL?

    • Schwickert Fred am 14.03.2020 17:45 Report Diesen Beitrag melden

      Meine persönliche Antwort auf ihre Frage - hätte man sie mir vor etlichen Jahren gestellt - hätte ich mit einem klaren " NEIN , nur nicht ", geantwortet. Unsere ( damals 6 köpfige OGBL-Personalvertretung ) Erfahrung mit unserem damaligen OGBL-Präsidenten John Castegnaro ist in etwa dem jetzigen LCGB-Präsidenten gleich zu stellen.Heute wird der OGBL von einer Frau geleitet. Nora Back ist gelernte Arbeitspsychologin und bekannt für ihren ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Sie scheint mir schon sehr kompetent zu sein. Darum "jeanpaul", vertrauen Sie dem OGBL.

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