Kunstwerke auf Luxair-Jet

29. November 2021 09:25; Akt: 29.11.2021 09:39 Print

«Wenn mir das jemand gesagt hätte...»

LUXEMBURG – Die 35-jährige Lynn Cosyn erzählt, wie ihre Zeichnungen auf einer Luxair-Boeing gelandet sind, die fortan in ganz Europa unterwegs ist.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Am Freitag fiel es Lynn Cosyn noch schwer, das Ganze zu realisieren. Ihre eigenen Zeichnungen strahlten von einer Boeing 737-800 der Luxair in einem riesigen Flughafenhangar. «Ich habe Fotos gesehen, als sie die Aufkleber anbrachten, aber das ist das erste Mal, dass ich es in echt sehe, ich bin sprachlos», sagte die 35-jährige Illustratorin, die in Reckingen/Mess lebt. Die ganze Geschichte begann im August, als Nancy Braun, die Generaldirektorin von Esch2022, Lynn mit einer einfachen E-Mail kontaktierte. Die beiden Frauen kannten sich nicht.

«Sie sagte mir: ‹Ich habe ein Projekt, das interessant sein könnte', nur mit dem Zusatz 'Flugzeug›», erzählt die luxemburgische Künstlerin. Als ihr klar wurde, dass ihre Arbeit auf einer Boeing 737-800 angebracht werden könnte, die das Großherzogtum in der ganzen Welt vermarktet, zögerte die junge Frau nicht lange und nahm die Herausforderung an. Eine Deadline von fünf Wochen? Die Sommerferien auf den Kopf gestellt? Egal, «es war eine einmalige Gelegenheit». Fast einen Monat lang widmete sie neben ihren familiären Verpflichtungen ihre Zeit morgens, abends und am Wochenende dem Projekt.

Lynn Cosyn passte ihre künstlerische Vision - «Figuren mit etwas seltsamen Proportionen» - an die Kulturhauptstadt und Veranstaltung Esch2022, an, die im Februar nächsten Jahres beginnen wird. Im Vordergrund sollte die Vielfalt des Landes stehen. Cosyn zeichnete von Hand, kolorierte sie und digitalisierte die Zeichnungen, wodurch die riesigen Klebefolien entstehen konnten, die ihren Platz an der Außenseite des Flugzeugs fanden, das am Samstag seinen ersten Flug nach Teneriffa antrat. «Wenn mir das jemand gesagt hätte.... Das ist das größte Projekt meiner bisherigen Künstlerkarriere, ich bin so stolz», stellt die Frau fest, die sich 2016 selbstständig gemacht hat. Auf Instagram folgen ihr bereits mehr als 12.000 Menschen, mit einer Boeing 737-800 als Visitenkarte dürften da in den kommenden 18 Monate noch einige hinzukommen.

«Ich höre immer ‹Dein E-Mail-Postfach wird überlastet sein›, aber ich kann das noch nicht so recht glauben. Ich bin neugierig, ob ich wirklich Reaktionen von überall her bekommen werde. Ich lasse den Dingen ihren Lauf». Das Flugzeug wird 18 Monate lang die Luxair-Ziele anfliegen.

(nc/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.