Familie in Luxemburg

10. September 2019 08:25; Akt: 10.09.2019 10:10 Print

Wer kümmert sich ums kranke Kind?

LUXEMBURG – Wenn die Kleinen mit Grippe im Bett liegen, erlaubt der «Urlaub aus familiären Gründen» es Eltern, sich zu kümmern. Meist beantragen ihn die Mütter.

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Die Sorgearbeit übernehmen meist Frauen. Der Urlaub aus familiären Gründen hat diese Tendenz noch verstärkt. (Bild: Pixabay)

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Ein krankes Kind, das nicht zur Schule gehen kann, stellt viele Familien vor ein Problem. Wer kann das Kind dann betreuen? Darum wurde in Luxemburg der sogenannte Urlaub aus familiären Gründen eingeführt. Diesen können Eltern beantragen, um sich um den erkrankten Nachwuchs zu kümmern. Am 1. Januar 2018 wurde die Richtlinie reformiert, um Sorgeberechtigten mehr Flexibilität zu ermöglichen. Das Angebot wird von vielen Eltern in Anspruch genommen.

Im Jahr 2017, dem Jahr vor Inkrafttreten der Reform, wurden 45.555 Zertifikate bei der Nationalen Gesundheitskasse (CNS) für 71.076 Tage mit einem kranken Kind registriert. Diese Zahl stieg 2018 auf 65.955 Zertifikate (+69,07 Prozent) für 111.218 Tage zu Hause (+63,91 Prozent) an.

Der Familienurlaub hat allerdings nicht dazu geführt, die Sorgearbeit gleichmäßig zwischen Müttern und Vätern aufzuteilen: Vor allem Frauen übernehmen die Betreuung der kranken Kinder. Im Jahr 2017 waren 60,57 Prozent der Zertifikate für Mütter und 39,43 Prozent für Väter ausgestellt worden. Im Jahr 2018 vergrößerte sich der Abstand leicht. 62,5 Prozent der Zertifikate beantragten Mütter und 37,5 Prozent waren Väter. Auch bei der Anzahl der Tage, die mit dem Kind zu Hause verbracht wurden, vergrößerte sich die Kluft: 2017 wurden 58,96 Prozent der Tage von Müttern genutzt, 2018 stieg dieser Anteil auf 62,51 Prozent.

(mb/jw/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Theo am 10.09.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mir schecken Eisen emmer an d' maison relais well mir mussen schaffen goen fir dei deier Bud ze bezuelen.

  • Diane am 10.09.2019 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma ab an Créche/ Maison Relais matt hinnen, wie emmer. Die maan daat schon.!!

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  • sputnik am 11.09.2019 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das schlimmste was Kindern passieren kann, ist, dass sie dämliche Eltern haben. Bei so manchen Eltern gibt es viel mehr Kopien als Originale. Leider.

Die neusten Leser-Kommentare

  • sputnik am 11.09.2019 08:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das schlimmste was Kindern passieren kann, ist, dass sie dämliche Eltern haben. Bei so manchen Eltern gibt es viel mehr Kopien als Originale. Leider.

  • Theo am 10.09.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Mir schecken Eisen emmer an d' maison relais well mir mussen schaffen goen fir dei deier Bud ze bezuelen.

  • Diane am 10.09.2019 09:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ma ab an Créche/ Maison Relais matt hinnen, wie emmer. Die maan daat schon.!!

    • Patou am 10.09.2019 09:17 Report Diesen Beitrag melden

      Ah sou? Normalerweis ginn krank kanner an den crechen heem gescheckt. Natierlech ausser et ass just een schnapp.

    • Alexa am 10.09.2019 11:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Déi ginn och heem geschéckt dann kënnt mam eben erëm an do kënnen nach ganz anner Moossnahmen gehol ginn seitens der Crèche oder MR hëngt dovunner of wat Kand huet An een krankt Kand gehéiert doheem an sengem Bett sorry dat sinn just Rabenmammen déi hier Kanner esou ofschieben.

    • carlo am 11.09.2019 12:36 Report Diesen Beitrag melden

      Ech kann just sohen dass dier daat esou weider machen sollt, an der Maison Relais kreien är Kanner Werter an eng Educatioun déi ieuch friem ass.

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