In Luxemburg

05. Dezember 2017 10:15; Akt: 18.12.2017 11:21 Print

Werden Polizisten bald mit Bodycams ausgerüstet?

LUXEMBURG – Der zuständige Minister Étienne Schneider plant, Polizeibeamte mit Bodycams auszurüsten. Allerdings muss dafür das Datenschutzgesetz angepasst werden.

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Was wäre, wenn die Beamten der Police Grand-Ducale mit Kameras ausgestattet würden, die ihre Einsätze filmen und sie so vor Aggressionen schützen? Die Idee scheint den Minister für Innere Sicherheit, Étienne Schneider (LSAP), zu interessieren. «Eine solche Kamera würde dazu führen, dass die meisten Konfliktsituationen deeskaliert werden und die Sicherheit der Beamten bei der Ausübung ihrer täglichen Aufgaben gegebenenfalls verbessert wird», erklärt der Minister den DP-Abgeordneten Claude Lamberty und Max Hahn, die sich wegen Übergriffen auf Polizeibeamte besorgt zeigten.

Zwischen 2007 und 2016 wurden 453 Polizeibeamte bei Einsätzen verletzt, darunter 33 im vergangen Jahr. 81 Polizisten waren für länger als drei Tage krank geschrieben, darunter sieben im Vorjahr. Hauptsächlich erleiden die Beamten Verletzungen an Händen und Armen.

Taser-Einsatz nicht vorgesehen

Ein Selbstverteidigungsmittel wie der Taser kommt für die Police Grand-Ducale aber derzeit nicht infrage. «Die Spezialpolizeieinheit USP verfügt seit langem über eine solche Verteidigungswaffe», sagt der Minister. Doch jenseits der USP habe die Polizei derzeit nicht vor, ihre Beamten mit diesen Werkzeugen auszustatten. «Es ist notwendig, die Wahl der Grundausstattung eines Polizisten gut zu überlegen, um eine mögliche Überausrüstung in der täglichen Arbeit zu vermeiden.»

In Sachen Bodycam zeigt sich Schneider jedoch aufgeschlossener. «Die Police Grand-Ducale hat sich bei den Behörden in den Nachbarländern erkundigt und die Ergebnisse dieser Projekte zeigen, dass die Bodycam eine abschreckende Wirkung hat.» Die Rechtslage in Luxemburg verhindere momentan jedoch die Nutzung eines solchen Geräts. «Die Aufnahme von Bildern mit Ton ist rechtlich problematisch», sagt Étienne Schneider. Was darauf hindeutet, dass eine «gesetzliche Anpassung in Erwägung gezogen wird», um «unter bestimmten Bedingungen die Umsetzung solcher Techniken zu ermöglichen».

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sputnik am 05.12.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @manni Et kann awer och den bierger schützen, well an dem Moment ass esou verenzelte Cowboy och dru gehaalen sech dementsprechend ze behuelen. Eng gudd sach am Interesse beider Parteien.

  • Manni am 05.12.2017 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen dat eng mega gut Saach; ed kann Agressioun vermindern an de Polizist schützen.Dat därf awer lo net un engem bestehende Gesetzt scheitern. Am Ausland sin esou Kameraen jo positiv bewert gin.

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  • Jerry Gerard am 05.12.2017 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Fannen daat gut mat all dénen Ingénieuren dei mer hei hun

Die neusten Leser-Kommentare

  • RE55 am 05.12.2017 17:49 Report Diesen Beitrag melden

    Alles schein an gutt mee dann och Dashcams am Auto als Beweis unhuelen.

  • Jerry Gerard am 05.12.2017 17:29 Report Diesen Beitrag melden

    Fannen daat gut mat all dénen Ingénieuren dei mer hei hun

  • sputnik am 05.12.2017 12:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @manni Et kann awer och den bierger schützen, well an dem Moment ass esou verenzelte Cowboy och dru gehaalen sech dementsprechend ze behuelen. Eng gudd sach am Interesse beider Parteien.

  • Manni am 05.12.2017 11:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ech fannen dat eng mega gut Saach; ed kann Agressioun vermindern an de Polizist schützen.Dat därf awer lo net un engem bestehende Gesetzt scheitern. Am Ausland sin esou Kameraen jo positiv bewert gin.

    • I can cam am 06.12.2017 09:13 Report Diesen Beitrag melden

      ... alles verstaan: d'Police ass net do fir de Bierger ze schützen, mä fir sech selwer ze schützen. ...

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