Drama am Badesee

21. August 2018 14:16; Akt: 21.08.2018 14:17 Print

Wie ist «Puto G» in Remerschen gestorben?

REMERSCHEN - Nach den beiden Todesfällen an den Badeseen im Süden des Landes in diesem Sommer sind noch einige Fragen offen. Drei Minister sollen zu diesem Thema befragt werden.

Zum Thema

Die Tode des Rappers «Puto G» und eines 53-jährigen Bulgaren, die diesen Sommer in den Remerschener Seen starben, schlagen in Luxemburg weiter große Wellen. Die LSAP-Abgeordneten Franz Fayot und Alex Bodry haben am Montag eine parlamentarische Anfrage gestellt, um mehrere Minister zu dem Thema befragen zu können. Zuvor hatte die Veröffentlichung eines Artikels in der portugiesischsprachigen Zeitung Contacto neue Fragen aufgeworfen.

Der Artikel geht ausführlich auf die Umstände des Todes des portugiesischen Rappers «Puto G» ein, der unter dem bürgerlichen Namen José Carlos Cardoso (27) bekannt war. Er konnte am 30. Juni nur noch tot aus einem der Remerschener Seen geborgen werden. Drei Hauptfragen stehen nun im Raum: Hatten die Rettungsschwimmer der Seen eine Rettungsschwimmerlizenz? Wurden die Helfer schnell gerufen? War es gefährlich in einem von einer Algenart befallenen Gewässer zu baden, die auch als «Wasserpest» bezeichnet wird?

Mehr als eine Stunde zum Eingreifen?

Das Baden in Seen in Luxemburg wird nicht immer überwacht. Bei den Remerschener Seen konzentrieren sich die Retter auf zwei Teilbereiche: den für die Kinder und den Bereich, wo sich die aufblasbaren Elemente befinden. Tom Weber, Stadtrat der Gemeinde Schengen, kommentierte, dass «das Schwimmen in der Verantwortung aller liegt».

Der Artikel in Contacto bezieht sich im besonderen auf die Anzahl der Minuten, nämlich mehr als 60, die zwischen dem Moment, als «Puto G» unter Wasser verschwand und der Alarmierung der Rettungskräfte lagen. Die Freunde des portugiesischen Rappers behaupten, dass die Mitarbeiter der Remerschener Seen nicht richtig reagiert hätten. Die Verantwortlichen entgegnen darauf, dass die Freunde nicht deutlich artikuliert hätten, was passiert ist.

(fl/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Veritas am 21.08.2018 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Also ech sinn schon Joren do um Weier , als Jugendlechen och de Weekend an der Nuecht nom Bal mat Frënn dohinner schwammen, mir haten keen deen op eis opgepasst huet, sinn awer net ersoff... Hunn d'Storry vun deem do awer héieren, d'Ganz Nuecht duerch gemaach, an dann um Weier gutt saufen, kiffen, a wat se sos nach do geholl hunn .... an sech da wonneren wann een am Waasser op emol kee Bild an Toun méi huet ... jeje Just d'Kannerbecken ass iwwerwaacht, all déi aner sollen sech mol fräischwammen oder een dobäi hunn deen op se oppasst. Brauch dann haut all Mënsch eng 24h Staat's-Nanny?

  • Mr Crabs am 21.08.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine verantwortung uebernehmen ,aber Eintrittsgeld kassieren.

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  • Prof. Heinrich am 22.08.2018 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ganz klar, dass jene, die dem Ertrunkenen nahe standen, die Fehler bei anderen suchen. Das ist einfach menschlich. Man macht niemanden, den man gut kennt, verantwortlich für seine eigenen "Dummheiten", weil man es einfach nur verdrängen mag. Und da es ja noch Mitbeteiligte (Betreiber, Rettungsschwimmer, Rettungsdienst,...) gibt, neigt man dazu, zuerst diesen Leuten die Schuld zuzuweisen. Das wird immer so bleiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Django am 22.08.2018 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wat heescht Puto G?

  • Marco Goetz am 22.08.2018 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Veritas 'Brauch dann haut all Mënsch eng 24h Staat's-Nanny?' Dat ass jo mol e ganz richtege Saz. ????

  • Prof. Heinrich am 22.08.2018 07:11 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist ganz klar, dass jene, die dem Ertrunkenen nahe standen, die Fehler bei anderen suchen. Das ist einfach menschlich. Man macht niemanden, den man gut kennt, verantwortlich für seine eigenen "Dummheiten", weil man es einfach nur verdrängen mag. Und da es ja noch Mitbeteiligte (Betreiber, Rettungsschwimmer, Rettungsdienst,...) gibt, neigt man dazu, zuerst diesen Leuten die Schuld zuzuweisen. Das wird immer so bleiben.

  • Veritas am 21.08.2018 14:53 Report Diesen Beitrag melden

    Also ech sinn schon Joren do um Weier , als Jugendlechen och de Weekend an der Nuecht nom Bal mat Frënn dohinner schwammen, mir haten keen deen op eis opgepasst huet, sinn awer net ersoff... Hunn d'Storry vun deem do awer héieren, d'Ganz Nuecht duerch gemaach, an dann um Weier gutt saufen, kiffen, a wat se sos nach do geholl hunn .... an sech da wonneren wann een am Waasser op emol kee Bild an Toun méi huet ... jeje Just d'Kannerbecken ass iwwerwaacht, all déi aner sollen sech mol fräischwammen oder een dobäi hunn deen op se oppasst. Brauch dann haut all Mënsch eng 24h Staat's-Nanny?

  • Mr Crabs am 21.08.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Keine verantwortung uebernehmen ,aber Eintrittsgeld kassieren.

    • Knouter am 22.08.2018 10:23 Report Diesen Beitrag melden

      Naja, jeder hat Verantwortung, auch solche die meinen, in einem nicht so klaren Zustand, schwimmen gehen zu können. Aber wir waren alle nicht dabei und wissen nicht was richtig passiert ist.

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