Corona in Luxemburg

22. Dezember 2020 06:57; Akt: 22.12.2020 07:02 Print

Wie läuft der Fernunterricht ab, Herr Minister?

LUXEMBURG – Ab dem 4. Januar werden Luxemburgs Schüler im Heimunterricht lernen. Die Details dazu wird Bildungsminister Claude Meisch am Dienstagvormittag erläutern.

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Die Schüler sollten ihre Materialien bereits am Freitag mit nach Hause nehmen.

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Noch vergangene Woche wurde heftig darüber diskutiert, ob Luxemburgs Schüler wegen der Pandemie eine Woche länger in die Ferien gehen sollten. Die am Montag von Premier Xavier Bettel (DP) vorgestellte Lösung ist nun ein Mittelweg: Luxemburgs Schüler und Schülerinnen werden nicht in die Klassensäle zurückkehren – länger frei werden sie aber auch nicht haben. Stattdessen sollen die Kinder und Jugendlichen eine Woche von zu Hause aus lernen.

Die Idee dahinter ist, einen zeitlichen Puffer für Kinder zu schaffen, die während der freien Tage möglicherweise mit dem Virus in Kontakt gekommen sind. Außerdem sollen laut Regierungsbeschluss außerschulische Aktivitäten bis zum 19. Januar ausgesetzt werden und Kindergärten geschlossen bleiben. Eltern können auf den sogenannten «Urlaub aus familiären Gründen» zurückgreifen, um ihre Kinder zu betreuen.

« Heimunterricht ist kein Allheilmittel »

Luxemburgs Lehrkräfte haben von den Plänen der Regierung zwar auch erst am Montag erfahren, hatten ein entsprechendes Vorgehen allerdings schon gewittert. So hatten sie ihre Klassen bereits am Freitag gebeten, ihr Lernmaterial mit nach Hause zu nehmen und ihre Internet-Verbindungen zu überprüfen. Werden die Schüler Online-Unterricht haben? Können die Lehrer die Woche nutzen, um mit den Kindern bereits behandelten Stoff zu wiederholen? Bildungsminister Claude Meisch (DP) wird bei der Pressekonferenz am heutigen Dienstag um 10.30 Uhr Antworten liefern müssen.

«Wir dürfen nicht so tun, als ob Heimunterricht ein Allheilmittel wäre», warnt Patrick Arendt vom SEW/OGBL, sollte die Maßnahme auf längere Zeit ausgeweitet werden. Der Unterricht zu Hause habe bereits zu Lernrückständen geführt. «Die Schüler stehen unter Druck, die Eltern sind besorgt. Und das ist nachvollziehbar», unterstreicht der Gewerkschaftler seine Bedenken.

(sg/mei/L'essentiel)

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