In Luxemburg

12. November 2019 12:21; Akt: 12.11.2019 12:49 Print

Wie sammeln junge Menschen Berufserfahrung?

LUXEMBURG – Junge Menschen können verschiedene Verträge abschließen, um die Arbeitswelt zu entdecken und erste berufliche Erfahrungen zu sammeln.

storybild

Mit einem neuen Gesetz sollen Praktika in Luxemburg besser geregelt werden.

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Luxemburg fehlt es nicht an Möglichkeiten, Jugendlichen Einblick in die Arbeitswelt zu gewähren. Damit der Nachwuchs Berufserfahrung sammeln kann, hat der Staat verschiedene Angebote. Die Beschäftigung von Schülern und Studierenden, die während der Ferien arbeiten möchten und zwischen 15 und 27 Jahre alt sind, ist durch den Vertrag für die Anstellung von Schülern und Studierenden geregelt. Dennoch kann ein Schüler/Student im Laufe eines Kalendarjahres für eine Gesamtdauer von höchstens zwei Monaten eingestellt werden. Die vereinbarte Vergütung beträgt mindestens 80 Prozent des dem Alter des Schülers/Studierenden entsprechenden sozialen Mindestlohn.

Auch für Studenten, die im Rahmen ihres Studiums ein Praktikum absolvieren, gilt ein bestimmter Vertrag. Dabei ist zu beachten, dass der Praktikant nicht für Aufgaben eingesetzt werden darf, die eine mit der normalen Arbeit vergleichbare Leistung darstellen. Ein neues Gesetz soll diesen Vertrag reformieren. Praktika, die länger als einen Monat dauern, müssen in Zukunft vergütet werden.

Zugang zu befristeten und unbefristeten Verträgen

Wer arbeitslos und jünger als 30 Jahre ist, kann einen berufseinführenden Vertrag (Contrat d'Initiation à l'Emploi – CIE) abschließen. Dieser bietet eine praktische Ausbildung an. Außerdem bietet das Arbeitsamt für diese Alterskategorie Berufsförderungsverträge (Contrat d'Appui – Emploi CAE) an. Der Mindestlohn hängt vom Alter (minder- oder volljährig) sowie dem Ausbildungsniveau ab.

Schließlich haben junge Menschen – wie alle anderen Arbeitnehmer auch – Zugang zu befristeten und unbefristeten Verträgen. In diesem Fall ist die Vergütung für beide Alterskategorien gleich – ausgenommen davon sind nur Arbeitnehmer, die jünger als 18 sind.

(Séverine Goffin/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.