Luxemburg

20. August 2018 06:55; Akt: 20.08.2018 07:01 Print

Wie sicher sind Luxemburgs Brücken?

LUXEMBURG — Nach der Tragödie von Genua hat so mancher ein mulmiges Gefühl bei der Brückenüberquerung. Wie steht es um die Luxemburger Viadukte? Wir haben nachgehakt.

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Die Brücken in Luxemburg sind sicher. (Bild: Editpress)

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Luxemburg ist zwar klein, doch an Brücken fehlt es dem Land nicht. Insgesamt 1271 – davon 130 Autobahnbrücken – gibt es im Großherzogtum. Nicht alle sind so gewaltig wie beispielsweise der Pont Rouge im Herzen der Stadt, aber um alle werde sich mit der selben Hingabe gekümmert, erklärt ein Sprecher der Straßenbauverwaltung «Ponts et Chaussées» gegenüber L'essentiel. Schließlich seien die Bauwerke nicht nur dem ständigen Verkehr, sondern auch den Witterungsbedingungen und der Korrosion ausgesetzt. Da komme im Laufe der Jahre so einiges zusammen, was einem Viadukt schaden kann. Um die Sicherheit zu gewährleisten, gebe es gleich mehrere Wartungs- und Inspektionsmaßnahmen, die mit großer Sorgfalt und Genauigkeit durchgeführt würden.

Nach dem Bau erfolgt laut des Sprechers zunächst die sogenannte Eingangskontrolle, die sicherstellen soll, dass die Brücke in einwandfreiem Zustand ist. Ab der Eröffnung für den Straßenverkehr wird einmal im Jahr eine Routinekontrolle durchgeführt. Alle drei Jahre wird dem Bauwerk im Rahmen der «Inspektion A» genauer auf den Zahn gefühlt. Dabei können mögliche Mängel festgestellt werden und weitere Maßnahmen angeordnet werden. Ist dies der Fall, stehen bei der «Inspektion B» die festgestellten Problemzonen im Fokus.

Keine Risiko-Brücken mehr

Darüberhinaus gibt es für die großen Bauwerke auch noch die Zehn-Jahres-Inspektion. Diese ist zum Beispiel in der nächsten Zeit für den Pont Rouge, den Pont Adolphe und die Autobahnbrücke in Hesperingen geplant. Einige der großen Konstruktionen, wie beispielsweise der Esch/Sauer-Staudamm werden zudem über permanente Messgeräte überwacht.

Laut Ponts et Chaussées sei so die Sicherheit der Brückenbenutzer jederzeit gewährleistet. Alle Risiko-Brücken seien mittlerweile abgerissen und ersetzt worden. Und die Bauwerke, die auch nur im entferntesten an die Morandi-Brücke in Genua erinnern, seien alle deutlich moderner und unbedenklich. Man könne die 1271 Brücken im Großherzogtum vollkommen sorgenfrei überqueren.

(dm/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Niemand am 20.08.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg's Brücken bestehen aus massiven Beton und viel Stahl. In Italien hingegen wird gespart und Inspektionen werden vernachlässigt. Wenn man die ganzen abgestürzen Brücken in Italien sieht, könnte man fast sagen, dass die Brücken mehr aus Sand bestehen als Beton.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Niemand am 20.08.2018 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Luxemburg's Brücken bestehen aus massiven Beton und viel Stahl. In Italien hingegen wird gespart und Inspektionen werden vernachlässigt. Wenn man die ganzen abgestürzen Brücken in Italien sieht, könnte man fast sagen, dass die Brücken mehr aus Sand bestehen als Beton.

    • Krescht am 21.08.2018 23:49 Report Diesen Beitrag melden

      Und Wem gehören diese Brücken? Einer Briefkastenfirma aus Luxemburg!

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