Lenert zu Corona-Lage

14. Oktober 2020 19:35; Akt: 14.10.2020 20:01 Print

«Wir bereiten uns auf Impfstoff-​​Lieferung vor»

LUXEMBURG – Nachdem Xavier Bettel das Thema bei seiner Rede zur Lage der Nation angerissen hat, kommt nun auch Gesundheitsministerin Paulette Lenert darauf zu sprechen.

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Laut Paulette Lenert könnte Luxemburg noch in diesem Jahr einen Impfstoff gegen das Coronavirus erhalten.

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Die Ankündigung von Premierminister Xavier Bettel (DP), dass noch im Dezember ein Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus verfügbar sein könnte, war sicherlich eine der Kernaussagen seiner Rede zur Lage der Nation am Dienstag. Auch Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) erklärte am Mittwoch, dass die Möglichkeit bestünde vor Ende des Jahres mit einer ersten Charge beliefert zu werden. Sicher sei dies jedoch nicht.

«Wir bereiten uns aber auf die Ankunft des Impfstoffes vor. Luxemburg hat sich an dessen Erwerb durch die Europäische Union beteiligt. Unsere Strategie ist abhängig von der Menge, die geliefert wird. Es wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, wir werden bereit sein», sagte die Ministerin und wiederholte, dass es keine Pläne für eine Impfpflicht gebe.

Austausch mit den Krankenhäusern

Die Lage in den Krankenhäusern ist derweil in Luxemburg weiterhin überschaubar: 50 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, drei davon intensivmedizinisch. Die höhere Ansteckungsrate in den vergangenen Wochen und die Tatsache, dass mittlerweile auch wieder mehr ältere Menschen an Covid-19 erkranken, gibt der Santé allerdings wieder Grund zur Sorge.

«Wir sind noch nicht in der Phase, in der Operationen verschoben werden müssen, um Platz für Corona-Patienten zu schaffen. Dennoch stehen wir wieder in ständigen Kontakt mit den Kliniken, um jederzeit ein genaues Bild zu haben und gegebenenfalls rasch reagieren zu können», so Lenert weiter.

Teststrategie

An den Testzentren war der Andrang in den vergangenen Tagen wieder groß. Teilweise hatten sich lange Schlangen gebildet. «Unsere Laboratorien haben begrenzte Kapazitäten. Momentan ist es wichtig, dass sich die Menschen vorrangig an ärztliche Verordnungen halten», sagte die Gesundheitsministerin. In der vergangenen Woche wurden im Großherzogtum 39.651 PCR-Tests (Rachenabstriche) durchgeführt, 2,03 Prozent von ihnen fielen positiv aus.

Um das Testen zu vereinfachen, wurde eine großherzogliche Verordnung erlassen, die die Verwendung von Schnelltests erlaubt. Diese sollen «gezielt bei symptomatische Personen eingesetzt werden, um die Arbeit des medizinischen Personals zu erleichtern».

Cluster

Derzeit ist laut Lenert kein Ausbruch außer Kontrolle. Sportvereine, die in einigen Nachbarländern stark betroffen sind, stellen keinen besonderen Cluster dar. Drei Prozent der in der vergangenen Woche beobachteten Infektionen gehen auf den Freizeitbereich zurück.

Ein Viertel aller Ansteckungen ereignen sich mittlerweile innerhalb der Familien. Im Vergleich zur Vorwoche ist dieser Wert gestiegen. An zweiter Stelle stehen trotz sinkender Zahlen die Reiserückkehrer (13 Prozent), während die Infektionen im Bildungsapparat (zwölf Prozent) zugenommen haben. Auf den Arbeitsplatz entfielen fünf Prozent der Infektionen, auf den Pflege- und Betreuungsbereich, Freizeitaktivitäten, Gemeinschaftsunterkünfte und Familienfeiern je drei Prozent.

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nele am 14.10.2020 23:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch verrückt! Ich lasse doch nicht zu, dass man irgendein Zeug in mich reinspritzt, das nicht zu 100 % überprüft worden ist. Eine Impfung zu kreieren dauert normalerweise mehrere Jahre, damit sie auch tatsächlich sicher ist. Und auch dann ist es ab und zu noch fragwürdig, beispielsweise was die Grippenimpfung anbelangt. Nun kommen die mit einer Wunderimpfung gegen das Coronavirus in wenigen Monaten... Was sind wir Menschen? Etwa Versuchskaninchen? Ist die Welt so verzweifelt, dass sie nun aller Leben in Gefahr bringen muss?

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  • Roger 25 am 15.10.2020 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles blödsinn

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  • Roger 25 am 15.10.2020 18:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alles blödsinn

  • Nele am 14.10.2020 23:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das ist doch verrückt! Ich lasse doch nicht zu, dass man irgendein Zeug in mich reinspritzt, das nicht zu 100 % überprüft worden ist. Eine Impfung zu kreieren dauert normalerweise mehrere Jahre, damit sie auch tatsächlich sicher ist. Und auch dann ist es ab und zu noch fragwürdig, beispielsweise was die Grippenimpfung anbelangt. Nun kommen die mit einer Wunderimpfung gegen das Coronavirus in wenigen Monaten... Was sind wir Menschen? Etwa Versuchskaninchen? Ist die Welt so verzweifelt, dass sie nun aller Leben in Gefahr bringen muss?

    • Gritty am 15.10.2020 21:06 Report Diesen Beitrag melden

      Lieber ein Versuchskaninchen als ein Leben lang eingesperrt , das Leben aller Menschen ist schon in Gefahr durch das Virus deshalb werden wir ja von der Regierung eingesperrt

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