Gleichberechtigung

18. Juli 2019 12:35; Akt: 18.07.2019 13:35 Print

«Wir brauchen die Männer, um das Ziel zu erreichen»

LUXEMBURG – 1777 Menschen haben an einer Befragung zur Geschlechterungleichheit teilgenommen. Die Mehrheit waren Frauen. Sie nehmen das Problem stärker wahr.

storybild

Die Ministerin für Gleichstellung stellt die Ergebnisse der Luxemburger Studie vor. (Bild: Editpress/Fabrizio Pizzolante)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Die beeindruckende Zahl von 1777 Teilnehmern an unserer Befragung zeigt, dass die Gleichstellung von Frauen und Männern ein Thema ist, das die Bürger und Bürgerinnen wirklich beschäftigt», sagte Taina Bofferding, Ministerin für Gleichstellung am Donnerstagmorgen. Sie präsentierte die Ergebnisse dieser Studie.

Vom 17. Juni bis zum 7. Juli hatte das Ministerium Einwohner und Arbeitnehmer im Land aufgefordert, an einer Befragung zum Thema teilzunehmen. Zehn Multiple-Choice-Fragen, aber auch offene Fragen standen drei Wochen lang auf der Website des Ministeriums.

«Männer erleben das Thema ganz anders»

77 Prozent der Teilnehmer schätzten Gewalt gegenüber Frauen sowie Belästigung als Problem ein. Auch die Arbeitswelt gibt Anlass zur Sorge. 61 Prozent der Befragten benennen unfaire Bezahlung und ungleiche Chancen bei der beruflichen Entwicklung als Problem. «Im Jahr 2016 haben wir ein Gesetz zur Lohngleichheit verabschiedet. Die Zahlen zeigen deutlich, dass Lohnunterschiede auf dem Markt nach wie vor Realität sind. Das Problem ist: Seit drei Jahren sind keine Beschwerden eingegangen», sagt Taina Bofferding. Um die Betroffenen zur Anwendung dieses Gesetzes zu ermutigen, will sich das Ministerium vor allem auf die Sensibilisierung konzentrieren. 72 Prozent der Befragten befürworten auch die Umsetzung strenger Vergütungskontrollen.

«Von den insgesamt 1777 Befragten sind nur 624 männlich. Es ist zwar nicht überraschend, dass Frauen aktiver waren. Die Gleichstellung betrifft aber nicht nur die Hälfte der Bevölkerung», betonte die Ministerin. Es haben sich nicht nur weniger Männer an der Umfrage beteiligt, sondern viele der männlichen Befragten haben auch angegeben, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern nicht so stark wahrzunehmen. Während 61 Prozent der befragten Frauen glauben, dass Klischees in ihrem Berufsleben sehr präsent sind, gaben dies nur 38 Prozent der männlichen Teilnehmer an. «Diese Lücke zeigt, dass Männer das Thema ganz anders erleben», sagte die Ministerin. «Wir brauchen sie und ihren Beitrag, um das Ziel einer egalitären Gesellschaft für alle zu erreichen.»

(Ana Martins/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Saupreis am 19.07.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die meisten Männer haben einfach keine Eier mehr in der Hose. Darum werden sie auch mehr und mehr zu Veganer

  • Wat fir eng Glaichbehandlung?? am 19.07.2019 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ech leiden och ennert der ungleicher Behandlung teschend Männer an Frae um Büro an stellen fest dat et keng gleich behandlung gett. Dofir hun ech missen bei der grousser Hëtzt an den leschten Déeg trotzdem mat langer Box an Hiem an Kravatte kommen an ons Damen soutzen do am klengen Kléedchen wat just dat neidescht verstoppt huet.

  • Jos am 18.07.2019 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also irgendwie gebe ich Frau Bofferding recht. Diese "Probleme" werden wohl von den verschiedenen Personen und vielleicht auch Geschlechtern als Echtes Problem oder auch nur als vermeintliche Problem wahrgenommen. Hier sollte wirklich einmal eine breite und unvoreingenommene Diskussion in unserer Gesellschaft stattfinden.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Wat fir eng Glaichbehandlung?? am 19.07.2019 14:12 Report Diesen Beitrag melden

    Ech leiden och ennert der ungleicher Behandlung teschend Männer an Frae um Büro an stellen fest dat et keng gleich behandlung gett. Dofir hun ech missen bei der grousser Hëtzt an den leschten Déeg trotzdem mat langer Box an Hiem an Kravatte kommen an ons Damen soutzen do am klengen Kléedchen wat just dat neidescht verstoppt huet.

  • Saupreis am 19.07.2019 11:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die meisten Männer haben einfach keine Eier mehr in der Hose. Darum werden sie auch mehr und mehr zu Veganer

  • Jos am 18.07.2019 15:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also irgendwie gebe ich Frau Bofferding recht. Diese "Probleme" werden wohl von den verschiedenen Personen und vielleicht auch Geschlechtern als Echtes Problem oder auch nur als vermeintliche Problem wahrgenommen. Hier sollte wirklich einmal eine breite und unvoreingenommene Diskussion in unserer Gesellschaft stattfinden.