«Sécurité Routière»

24. September 2021 07:52; Akt: 24.09.2021 07:57 Print

«Wir müssen unser Fahrverhalten anpassen»

LUXEMBURG – Angesichts der tödlichen Unfälle in den vergangenen Tagen ist Isabelle Medinger vom Verein «Sécurité Routière» alarmiert und erinnert an wichtige Verhaltensweisen.

storybild

Nach drei tödlichen Unfällen in kurzer Zeit stellt der Verein «Sécurité Routière» Fragen zur Verkehrssicherheit.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der Verein «Sécurité Routière» ist nach drei tödlichen Unfällen in weniger als einer Woche und täglich zahlreicher Verletzter im Großherzogtum alarmiert.« Wir haben wirklich den Eindruck, dass diese Unfälle zunehmen», sagt Isabelle Medinger, Direktorin der «Sécurité Routière». Obwohl sich seit Anfang 2021 statistisch gesehen weniger tödliche Unfälle ereignet hätten. «Aber in so kurzer Zeit ist klar, dass es viel ist», sagt sie.

«Wir kennen die genauen Umstände der drei jüngsten tödlichen Unfälle nicht», sagt Isabelle Medinger, «aber wir können festhalten, dass zwei der Verstorbenen aus ihren Fahrzeugen geschleudert wurden.» Was kaum möglich sei, wenn die Opfer angeschnallt wären. Fragen zur Einhaltung der Gurtpflicht seien demnach ebenso angebracht wie die üblichen Fragen zu Alkohol und Geschwindigkeit im Straßenverkehr.

«Leider ist es immer frustrierend, wenn man immer erst dann über Prävention spricht»

Allerdings kommen zur Frage der Verkehrssicherheit noch weitere Faktoren hinzu: So ist die Ablenkung durch Bildschirme in vielen Nachbarländern inzwischen die zweithäufigste Unfallursache – noch vor Alkohol. «Die Nutzung des Smartphones während des Fahrens ist wie die Augen am Steuer zu schließen», sagt André Schaack, Oberkommissar der Verkehrspolizei. Vor nicht allzu langer Zeit wurden Mobiltelefone nur zum Telefonieren benutzt. «Heutzutage hat sich Nutzung der Smartphones – wie etwa durch die sozialen Netzwerke weiterentwickelt, was äußerst gefährlich ist», sagt er.

So ist es kaum verwunderlich, wenn die Rufe nach einer neuen Präventionskampagne lauter werden. Wenn man in der Prävention tätig sei, erklärt Isabelle Medinger, könne man nach drei dramatischen Ereignissen in weniger als einer Woche nicht plötzlich reagieren. «Leider ist es immer frustrierend, wenn man immer erst dann über Prävention spricht, wenn man sieht, dass sie nicht funktioniert hat.» Ihrer Ansicht nach hätten die verschiedenen Beschränkungen und Maßnahmen während der Pandemie bestimmte Impulse auf der Straße ausgelöst. «Da monatelang weniger Menschen auf den Straßen unterwegs waren, haben sich einige Menschen angewöhnt, schneller zu fahren», sagt sie, «jetzt sind wir wieder in der Normalität angekommen und müssen unser Fahrverhalten anpassen.»

(Frédéric Lambert/ L’essentiel )

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pacman am 24.09.2021 09:23 Report Diesen Beitrag melden

    70% oder mei vun den Leit kennen dach ingesamt keen Auto mei fueren. Freet een sech op daat Long Covid bedengt as, well et as nach schlemmer wei virun Covid. Nemmen um dreemen anstaat ze fueren. Permanent rennen irgendwelch Leit aneren Leit an den Auto. Bus Chauffeuren sollten och mol alleguer an en Refresher... An dann dei nei modern Elektro Bidden voll mat Display'n dei immens ooflenken. Nee mais den Handy soll en Problem sin, eierlech den Handy as geschwenn den klengsten Problem. (et soll een natirlech och just am Noutfall telefoneiren um Handy mais keen Text liesen/surfen oder Netflixen :)

  • esouaset am 24.09.2021 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et wier emol gut wann all 10 Joer eng Formatioun oder eng Opfreschung vum Permis mist gemaat gin fir Fuerverhaalen ze verbesseren an erem Schelder an Vierfahrten opzefrechen!!! Et gin der ganz vill dei op der Stross fueren do froen ech mech wei se den Permis kritt hun, jonk an all!

  • décke lärry am 24.09.2021 09:32 Report Diesen Beitrag melden

    ganz vill leit kënnen haut net méi richteg auto fuëren a fouttéieren sech komplett vun alle régelen. ronderëm mech as grad e chantier a stroosse ronderëm si komplett gespaart, just fir awunner nach erlaabt. dosende vun autofuërer bloosen daag a nuëcht durch déi gespaarte stroossen ouni rücksicht ob verloschter a verbuëder. da sti se virun de maschinnen a reegen sech ob well et net méi weidergeet. wann een hinnen da nokuckt wéi se probéieren kéier ze huëlen fir nees aus dem chantier erauszekommen, da get et engem angscht a baang an et as e frouh esou leit net am verkéier ze begéinen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • de Krätzert am 26.09.2021 10:52 Report Diesen Beitrag melden

    Da gin alt nach weider Radaren opgestallt ! An d'Vollek as nees zefridden !Well d'Politiker huët nees eppes gemaach an dann spillen se Pontius Pilatus ..

  • Gärtner am 24.09.2021 22:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mat montéieren vun neien Leitplanken happert et gewaltig. Bei zwee Accidenter war et all keiers een Bam deen do onnetz do stung. An da wär de Schoofer eben an der Wiss oder am Maisfeld geland. Ech hun nach nie verstan, wisu et Stroossebeem gin. Entweeder hun die vun Pch all eng Holzheizung doheem, oder sie wëllen am Scheed schaffen. Een Baam gehéiert definitiv an de Bösch.Die meescht lanst Stroossen sin rotzfaul an beim geringsten Sturm kan de CGDIS den Dreck ewech machen, waat mol nit hier Aufgab as.

    • Antoine am 26.09.2021 18:38 Report Diesen Beitrag melden

      Dat do ass den Nol op de Kapp.

    einklappen einklappen
  • Berel am 24.09.2021 16:09 Report Diesen Beitrag melden

    Wann do Leitplanken geweest wiren, dat wir et och besser geweest.

    • Fiisschen am 25.09.2021 13:11 Report Diesen Beitrag melden

      Jo, déi hätten derfir gesuergt, dass den Auto zéreck op d'Strooss geschlleidert ginn wier an do mat engem Auto op der Géigenspur kollidéiert wier

    • Willy am 26.09.2021 18:39 Report Diesen Beitrag melden

      @Fiisschen: Nemmen Spekulatioun wann ... wann....

    einklappen einklappen
  • Was soll das? am 24.09.2021 14:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die kennen die genauen Umstände der Unfälle nicht. Aber das Drogen, Alkohol genauso im Spiel waren wie die Tatsache das die Leute nicht angeschnallt waren, das ist bekannt? Wie wäre es den mal, wenn die Leute härter bestraft werden, wenn sie alkoholisert oder unter Drogeneinfluss fahren? 0 Promille wäre sehr gut.

  • esouaset am 24.09.2021 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Et wier emol gut wann all 10 Joer eng Formatioun oder eng Opfreschung vum Permis mist gemaat gin fir Fuerverhaalen ze verbesseren an erem Schelder an Vierfahrten opzefrechen!!! Et gin der ganz vill dei op der Stross fueren do froen ech mech wei se den Permis kritt hun, jonk an all!