Rümelinger Gastronomin

21. Oktober 2020 08:00; Akt: 22.10.2020 07:48 Print

«Wir werden noch bei einem Überfall getötet»

RÜMELINGEN – In einem Café in der Rue des Martyrs war am Montag ein bewaffneter Raubüberfall verübt worden. Die Inhaberin hat mit «L'essentiel» gesprochen.

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In Rümelingen wurde am Montagabend eine Gaststätte überfallen. (Bild: Editpress)

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Kurz vor Mitternacht klingelt bei Fernanda* das Telefon. Als die Inhaberin eines Rümelinger Cafés abhebt, merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Am anderen Ende der Leitung ist eine ihrer Servicekräfte völlig am Ende. «Sie haben mir die Kasse gestohlen», sagt die Angestellte aufgeregt.

Die Kellnerin hatte gegen 22.30 Uhr kurz den Tresen verlassen, um bei der hauseigenen Bowlingbahn Zigaretten zu kaufen. Drei Kunden waren zu dem Zeitpunkt noch im Gastraum. Kaum war sie dorthin zurückgekehrt, standen plötzlich drei maskierte Männer vor ihr. Einer von ihnen bedrohte sie mit einer Schusswaffe. «Unsere Kamera hat alles aufgezeichnet. Sie hat richtig reagiert», sagt Fernanda im Gespräch mit L'essentiel.

Die Männer erbeuteten rund 800 Euro – die gesamten Tageseinnahmen. Für Fernanda und ihren Mann viel Geld. Durch die Coronakrise habe das Café in diesem Jahr ohnehin kaum Geld abgeworfen. Es war außerdem nicht das erste Mal, dass sie überfallen wurden.

« So kann es einfach nicht weitergehen »

«Im vergangenen Jahr wurde ich auf dem Parkplatz überfallen. Damals haben die Täter 20.000 Euro gestohlen. Seit 2017 sind wir in Rümelingen jetzt vier Mal ausgeraubt worden. Die Einbrüche zähle ich da überhaupt nicht mit. Ich weiß nicht, was mit diesem Café nicht stimmt. Wir haben noch andere Läden. Dort ist alles in Ordnung», erklärt die Gastronomin.

Fernanda vermutet, dass es etwas mit Nähe zur französischen Grenze haben könnte, die nur wenige hundert Meter entfernt ist. Die Kriminellen, die für den Raub am späten Montagabend verantwortlich sind, flohen jedenfalls über die Grenze nach Frankreich.

Die Inhaberin ängstigt auch die steigende Brutalität, mit der die Täter vorgehen. «So kann es einfach nicht weitergehen. Wir werden noch bei einem Überfall getötet», sagt sie. Vor solchen Taten schützen, können sich Fernanda und ihr Mann nicht. Einen Sicherheitsmann können sie sich nicht leisten. «Die Polizei hat mir verspochen, unser Geschäft besser im Auge zu haben. Ich hoffe, dass das hilft», so Fernanda weiter.

* Name von der Redaktion geändert

(Thomas Holzer/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • makeKlamesgreatagain am 21.10.2020 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    All groussjährege Bierger misst d'Recht kréien, eng Waff ze besétzen an ze droen. Natierlech encadréiert, enregistréiert etc.

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  • kaa am 21.10.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ svendorca kann mech gutt drun erenneren...

  • Dusninja am 21.10.2020 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diebstahl für Stümper. White collar crime ist da viel lohnenswerter und eleganter. Mein Beileid für die traumatisierte Mitarbeiterin.

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 21.10.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ svendorca kann mech gutt drun erenneren...

  • Diane am 21.10.2020 18:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richteg. Se hätte sollen bleiwen wéi se waren fier sech hei " einegermoossen" nach kennen secher ze fillen

  • Dusninja am 21.10.2020 12:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diebstahl für Stümper. White collar crime ist da viel lohnenswerter und eleganter. Mein Beileid für die traumatisierte Mitarbeiterin.

  • makeKlamesgreatagain am 21.10.2020 11:30 Report Diesen Beitrag melden

    All groussjährege Bierger misst d'Recht kréien, eng Waff ze besétzen an ze droen. Natierlech encadréiert, enregistréiert etc.

    • Zwerghamster am 21.10.2020 17:39 Report Diesen Beitrag melden

      ech stelle mer dat da sou vir: Du gess iwwerfall an da jeitzte: "Moooooment, ech muss elo fir d'éicht mäi Klabes raushuelen" :-)

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  • svendorca am 21.10.2020 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    alles op der Mescht vun Bréissel gewues,..an vill Schold huet eng gewessen Ex-Kommisärin aus Letzebuerg, déi engem Sarkozy an d'Handwierk gefuscht huet.

    • Jang den Nettblannen am 21.10.2020 11:16 Report Diesen Beitrag melden

      Open Grenzen hun nett nemmen Virdeeler

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