In Luxemburg

18. Juli 2019 11:42; Akt: 18.07.2019 14:28 Print

«Wir werden zur Start-​​up-​​Nation»

Etienne Schneider ist auf Wirtschaftsmission in Südkorea. Das Ziel: Standort-Marketing. Die Großen der Welt hat Luxemburg bereits. Jetzt will man die Großen der Zukunft.

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Etienne Schneider hat eine Mission. Der Wirtschaftsminister will das vielleicht wichtigste Kapital des Landes in der Welt promoten: Luxemburg als Standort. Diese Mission hat Schneider nun nach Südkorea geführt. In Seoul präsentierte er das Großherzogtum als eine Art natürliches Ökosystem für innovative Unternehmen.

Längst ist das Land beliebt bei den Großen der Welt, bei Amazon, Microsoft und Co. In Südkorea spricht Schneider jetzt davon, dass Luxemburg die jungen, innovativen Unternehmen anlocken will. Denn in der digitalen Ökonomie sind Standorte für Unternehmen relativ austauschbar. Statt um Bodenschätze geht es nun um die Schaffung eines Umfeldes, in dem sich Firmen ansiedeln wollen. Das heißt, Staaten betreiben Standort-Marketing und konkurrieren neben Unternehmen, die Steuern einbringen, auch um junge Talente. Zunächst sind diese wichtiges Humankapital für die örtliche Wirtschaft. Perspektivisch sind sie die Gründer der Unternehmen von morgen.

Nation-Branding nennt man das jetzt

Luxemburgs Wirtschaftsministerium will das Standort-Marketing vorantreiben. Die Politik fördert deshalb das sogenannte Nation-Branding. Das heißt, Luxemburg bekommt ein neues Image verpasst. Vom Stahlstandort wurde das Großherzogtum zum Finanzplatz. Nun kündigt sich eine Akzentverschiebung an. «Wir sind auf dem besten Weg, eine Start-up-Nation zu werden», sagte Schneider am Dienstag in Seoul.

Anders als die ganz Großen, für die die Regierungen besondere steuerliche Konditionen geschaffen hat, brauchen Start-ups andere Bedingungen. Sie brauchen junge, gut ausgebildete Mitarbeiter. Da ist es von Vorteil, dass Luxemburgs Universität mittlerweile immer attraktiver wird und in wichtigen, digitalen Studiengängen ausbildet. Die Uni liefert also Gründungsnachwuchs.

Was noch zum Problem werden könnte, ist der Immobilienmarkt. Denn auch junge Unternehmen brauchen Büros. In Luxemburg konkurrieren sie aber mit den reichsten Unternehmen der Welt um Gewerbeflächen.

(Marlene Brey/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 18.07.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der spricht von Steuer Erträgen die Zahlen überhaupt keine Steuern hier in Luxemburg oder fast keine

  • kaa am 18.07.2019 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Letzebuerg ass schon emmer eng start up nation gewiescht: ugefangen bei der sidérurgie (déi och de Bauren geholf huet), FinanzCentre, Assurance Vie, Satelitten, etc. Mir sin bei den éischten an Europa fir G5, künstlech Intelligenz etc. Kurz, an pragmatesch administrativ Weer sei Dank. Uni Lux mat den Recherches ass secher e grousse Plus. Net schlemm, wann dat elo nation branding heescht. Mir hun Ursach stolz op daat ze sin watt geleescht gouf.

  • 123abc am 18.07.2019 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Google Search: "Start Up Pleiten" - Der Herr Minister hat ja schon diesbezüglich mal ein paar Euro zum Fenster hinaus geschmissen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • kaa am 18.07.2019 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Letzebuerg ass schon emmer eng start up nation gewiescht: ugefangen bei der sidérurgie (déi och de Bauren geholf huet), FinanzCentre, Assurance Vie, Satelitten, etc. Mir sin bei den éischten an Europa fir G5, künstlech Intelligenz etc. Kurz, an pragmatesch administrativ Weer sei Dank. Uni Lux mat den Recherches ass secher e grousse Plus. Net schlemm, wann dat elo nation branding heescht. Mir hun Ursach stolz op daat ze sin watt geleescht gouf.

  • Arm am 18.07.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Der spricht von Steuer Erträgen die Zahlen überhaupt keine Steuern hier in Luxemburg oder fast keine

  • 123abc am 18.07.2019 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Google Search: "Start Up Pleiten" - Der Herr Minister hat ja schon diesbezüglich mal ein paar Euro zum Fenster hinaus geschmissen...

  • svendorca am 18.07.2019 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    hi,..der letzte Abschnitt von diesem Artikel hat es in sich:.was noch zum Problem werden könnte usw!...Heist im Klartext:..die Wucherpreise bleiben, und das Kleinvieh kann schauen wie es klar kommt...oder: nach mir die Sinflut

    • ANDREA am 19.07.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

      Lernen Sie doch einmal richtig schreiben! Jeder Ihrer Kommentare enthält unzählige Rechtschreibfehler. Sie kritisieren fast jeden Artikel dieser Zeitung. Noch nie habe ich von Ihnen einen konstruktiven Kommentar gelesen! Wenn Sie soviel in Luxemburg und an Luxemburg zu kritisieren haben, dann bleiben Sie doch einfach in Deutschland! Bitte! und DANKE! Wir sind dann alle erlöst, denn mit solchen unzufriedenen und kritiksüchtigen Menschen ist kein Blumentopf zu gewinnen! Und in Ihrem Land werden Sie viele finden, die Ihnen Beifall klatschen, was Sie hier vergeblich suchen werden!

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