EU-Kommission

19. Dezember 2013 14:45; Akt: 19.12.2013 16:03 Print

Wird Juncker nun doch Barrosos Nachfolger?

Jean-Claude Juncker hat sich in einem Interview mit «Le Monde» bereit erklärt, für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten zu kandidieren.

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In einem Interview mit der französischen Tageszeitung «Le Monde» hat der ehemalige luxemburgische Premier Jean-Claude Juncker erstmals öffentlich Interesse an der Nachfolge von José Manuel Barroso als EU-Kommissionspräsident bekundet. «Ich bin bereit, falls man mich fragt», so Juncker im Interview. «Ich möchte nur gewisse inhaltliche Freiheiten in Anspruch nehmen», fügte Juncker hinzu.

Bis jetzt hatte Juncker seine Ambitionen für den EU-Spitzenposten noch nicht offen bekundet. In den vergangenen Tagen hatte der ehemalige Premierminister immer wieder gesagt, er befinde sich noch «in einem Denkprozess». Am vergangenen Samstag hatte er in einem Radiointerview gesagt, dass er nicht als Luxemburger Abgeordneter für die CSV zu den Europawahlen antreten werde, eine Kandidatur für die EVP hatte er gleichzeitig nicht ausgeschlossen.

Juncker als Favorit der EVP-Chefs

Laut Spiegel Online soll eine eventuelle Kandidatir Junckers auch am Donnerstagnachmittag, kurz vor Beginn des EU- Gipfeltreffens der Staats-und Regierungschefs in Brüssel, ein Thema unter den Vorsitzenden der Europäischen Volksparteien sein. Juncker gelte dabei als «Favorit».

Würde das angeblich mehrmals an ihn herangetragene Angebot annehmen, als Spitzenkandidat der EVP in die Europawahlen zu gehen, stünden seine Chancen gut, nächster EU-Kommissionspräsint zu werden. Die stärkste Fraktion im Straßburger Parlament soll auch den zukünftigen Präsidenten der Kommission stellen (siehe Kasten).

Neben Juncker haben noch andere Politiker Interesse an dem Spitzenposten, wie z.B. der Finne Jyrki Kattainen, der Pole Donald Tusk, sowie der Ire Enda Kenny. Auf Rückendeckung von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel kann Juncker nicht unbedingt rechnen, so Spiegel Online am Donnerstag. Sie sondiere derzeit beim polnischen Ministerpräsidenten Tusk, ob er für eine Kandidatur bereitstehe.

(L'essentiel Online/dpa/tageblatt)

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