In Luxemburg

22. Oktober 2019 07:40; Akt: 22.10.2019 08:00 Print

Wohungssuchende sollen Punktekonto bekommen

LUXEMBURG – Wer sich bei der Nationalen Gesellschaft für verbilligtes Wohneigentum (SNHBM) auf eine Unterkunft bewirbt, könnte demnächst persönlich bewertet werden.

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Wer in Luxemburg eine günstige Wohnung finden will, muss teilweise lange suchen. (Bild: Editpress)

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Bekanntermaßen ist Wohnraum in Luxemburg ein knappes Gut. Vor allem günstige Unterkünfte locken mitunter Heerscharen von Interessierten zu den Besichtigungsterminen. Weil die Nationale Gesellschaft für verbilligtes Wohneigentum (SNHBM) bisher vor allem nach dem Prinzip «Wer zuerst kommt, mahlt zuerst» gearbeitet hat, spielten sich in Alzingen am 2. Oktober bizarre Szenen ab: Um rechtzeitig vor Ort zu sein, zelteten die Bewerber vor den Immobilien.

«Durch den hohen Druck auf dem Immobilienmarkt stößt dieses System mittlerweile aber an seine Grenzen – obwohl wir mehr denn je bauen», sagt Guy Entringer, Direktor der SNHBM.

Kinder bringen mehr Punkte

Damit kein weiteres Zeltlager entsteht, erwägt die Gesellschaft nun, ein neues System zur Vergabe von Wohnungen einzuführen. Laut Entringer sei auch ein Punktesystem möglich. Wer beispielsweise Kinder hat, in der betreffenden Gemeinde arbeitet oder Verwandtschaft hat, bekommt mehr Punkte – und hat dadurch bessere Chancen auf eine Wohnung als ein Bewerber, der weniger Kriterien erfüllt. Jeder Kandidat könnte also eine persönliche Bewertung bekommen.

Demnächst werden in Elmen neue Wohnungen angeboten. Dort will die SNHBM bereits mit einem neuen Schlüssel arbeiten. Zur Verstärkung will die Gesellschaft ihr 120-köpfiges Team erweitern.

(Maurice Magar/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Li Peng am 22.10.2019 09:26 Report Diesen Beitrag melden

    Und wer bei rot über die Strasse geht und die Hinterlassenschaft seines Hundes nicht aufhebt hat keine Chance. So wie beim Punktekonto in China.

    einklappen einklappen
  • irgendeen am 22.10.2019 11:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wellkomm an China wou se genau desst Punktesystem an kraaft hun an vill Leit ausgegrenzt sin! Gett zeit vir eis eegen revulotioun hei!

    einklappen einklappen
  • Cam am 22.10.2019 09:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also, gitt zu zwee schaffen, macht Kanner déi dir an eng Creche schéckt da gehéier dir zu deene gudden. DDR lässt grüßen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Chico am 24.10.2019 14:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ween ze deiren Loyer freet misst 85%steier bezuelen da waer et seier riwwer domat.

  • Chico am 24.10.2019 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Diskriminant dat ganzt. Dat as leider net mat onser Verfassung vereinbar.

  • TeteDuClient am 22.10.2019 17:06 Report Diesen Beitrag melden

    Wonnerbar! An dann geet et wéi op verschiddenen Platzen: Wann der deng Schnëss deem net geet, dann hues de eréischt Päsch! Majo dann!

  • svendorca am 22.10.2019 13:25 Report Diesen Beitrag melden

    zu Berlin hun se en Mietdeckel beschloss,..an hei gedd wéider geklaut...Letzebuerger, loost Box erof, an da kritt der nach ként

  • Julie am 22.10.2019 13:22 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso ist im nahen Ausland die gleiche Wohnung halb so teuer, am Lohn und Material kann das ja wohl nicht liegen. Angebot und Nachfrage bedeutet je mehr die Leute bezahlen desto teurer wird es, Beihilfen vom Staat oder Lohnerhöhungen führen automatisch zu höheren Preisen, eine Endlosspirale. Berlin macht es gerade vor : gesetzlich gedeckelte Preise sind die einzige Lösung (klar die Immobilienhaie regen sich fürchterlich auf, das ist normal und mir egal)