Staatsbesuch

20. Mai 2019 14:28; Akt: 20.05.2019 16:59 Print

«Chief Raoni» trifft auf Großherzog Henri

LUXEMBURG –Raoni Metuktire, der Häuptling des Kayapo-Stammes in Brasilien, macht im Rahmen seiner Europareise Station im Großherzogtum. Er setzt sich für den Umweltschutz ein.

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Großherzog Henri, Premierminister Xavier Bettel, Finanzminister Pierre Gramegna und Luxemburgs Bürgermeisterin Lydie Polfer empfingen am Montag illustren Besuch: Raoni Metuktire, besser bekannt als «Chief Raoni», ist zu Gast im Großherzogtum. Der Häuptling des Kayapo-Stammes in Brasilien gilt als glühender Verfechter der Erhaltung des Regenwaldes im Amazonasgebiet.

Seine dreiwöchige Europareise, auf der er Spendengelder in Höhe von einer Million Euro zum Schutz des Xingu-Reservats im Zentrum Brasiliens sammeln möchte, führte «Chief Raoni» bereits zum französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach Paris sowie zu Papst Franziskus in den Vatikan. In Brüssel nahm der Häuptling in der vergangenen Woche an einer Demonstration der «Youth for Climate»-Bewegung teil.

Umstrittene Umweltpolitik in Brasilien

Die Finanzierung des Kampfes gegen die Abholzung im Amazonasgebiet bezeichnete die Luxemburger Regierung im Rahmen des Treffens als «aktueller denn je und als wichtiges Thema für die indigenen Völker des Amazonas». Der Kampf gegen den Klimawandel sei zudem eine Priorität für Bettel und sein Kabinett. Zum Schutz des Reservates am Rio Xingu beteiligt sich Luxemburg daher mit 100.000 Euro.

Dass der Kayapo-Häuptling gerade jetzt seine Reise unternimmt ist kein Zufall: Die Umweltpläne des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro sind bedrohlich. Der «Tropen-Trump» zieht einen Austritt aus dem Pariser Klimaschutzabkommen in Erwägung und will neue Abholzungen im Amazonas-Gebiet zulassen. Dabei ist der riesige Regenwald der größte CO2-Speicher der Welt und für das Klima von entscheidender Bedeutung. «Wenn er alles umsetzt, was er angekündigt hat, wird es ein Desaster», teilte die Beobachtungsstelle für das Klima mit.

In diesem Zusammenhang erklärte Finanzminister Gramegna: «Etwa 15 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen stammen aus der Rodung von Wäldern.» Daher werde die Regierung auch in Zukunft Schwellen- und Entwicklungsländer im Kampf gegen den Klimawandel unterstützen. «Derzeit sind etwa 20 Prozent dieser Mittel für Aktivitäten und Projekte vorgesehen, die speziell auf die Verringerung der Emissionen aus Entwaldung und Waldschädigung abzielen», so Gramegna.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Timon am 20.05.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Häuptling Raoni a sein Vollek sin dei enzeg ziviliseiert Leit op desem Planeit, dei sin net macht an geldgiereg, a wellen just hieren Wunnengsraum beschützen, Natur an Deierenwelt. Duerch eis geseit Welt guer net mei schein aus.

  • Guy Michels am 20.05.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt bloss keine dicke Lippe riskieren

  • menschengeschaffenes Desaster am 21.05.2019 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    100.000€ für den Umweltschutz u wieviele Milliarden für den Umweltschmutz der Verseuchungsindustrie u die Abholzung des Amazonas u der Bäume weltweit ...???!!! ... ohne pflanzliche Sauerstoffproduzenten können wir menschlichen Egoisten, Egozentriker u narzisstischen Müllproduzenten, Plastikverseucher u Giftspritzer, die Tiere zum Fressen gern haben, aber selbst nicht gefressen werden wollen, auch nicht mehr auf der Erde leben, da wir Sauerstoff brauchen zum Überleben, aber stattdessen füttert mann uns mit undeklariertgenmanipuliert pestizidverseuchter Nahrung, serviert von der Pharmaindustrie!

Die neusten Leser-Kommentare

  • menschengeschaffenes Desaster am 21.05.2019 07:04 Report Diesen Beitrag melden

    100.000€ für den Umweltschutz u wieviele Milliarden für den Umweltschmutz der Verseuchungsindustrie u die Abholzung des Amazonas u der Bäume weltweit ...???!!! ... ohne pflanzliche Sauerstoffproduzenten können wir menschlichen Egoisten, Egozentriker u narzisstischen Müllproduzenten, Plastikverseucher u Giftspritzer, die Tiere zum Fressen gern haben, aber selbst nicht gefressen werden wollen, auch nicht mehr auf der Erde leben, da wir Sauerstoff brauchen zum Überleben, aber stattdessen füttert mann uns mit undeklariertgenmanipuliert pestizidverseuchter Nahrung, serviert von der Pharmaindustrie!

  • Dr. Ulrike Prinz am 20.05.2019 20:19 Report Diesen Beitrag melden

    Die Indigenenr Brasiliens brauchen die Aufmerksamkeit und sie brauchen eine konkrete Unterstützung. Ich erlaube mir hier auf einen Artikel zu verweisen, der das Problem etwas genauer beschreibt. https://DANKE und: auf den Fotos ist nicht nur Chief RAONI zu sehen, sondern auch KAIULU RODARTE KAMAIURA aus dem Oberen XIngu.

  • Timon am 20.05.2019 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Häuptling Raoni a sein Vollek sin dei enzeg ziviliseiert Leit op desem Planeit, dei sin net macht an geldgiereg, a wellen just hieren Wunnengsraum beschützen, Natur an Deierenwelt. Duerch eis geseit Welt guer net mei schein aus.

  • Guy Michels am 20.05.2019 16:04 Report Diesen Beitrag melden

    Jetzt bloss keine dicke Lippe riskieren

  • Drachenzwerg am 20.05.2019 15:44 Report Diesen Beitrag melden

    Welcome gudde Mann hei zu Letzebuerg ! ;)