Luxemburger Verkehr

29. Juli 2020 14:34; Akt: 29.07.2020 16:14 Print

Zahl der tödlichen Unfälle so niedrig wie nie zuvor

LUXEMBURG – Die Bilanz des Mobilitätsministeriums zeigt, dass es im Jahr 2019 mehr Verkehrsunfälle gab, bei denen weniger Menschen verletzt oder getötet worden sind.

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Im Jahr 2019 starben auf Luxemburgs Straßen 22 Menschen bei Unfällen. (Bild: Police grand-ducale)

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Der Verkehr in Luxemburg ist im Jahr 2019 sicherer geworden, wie der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt. Das geht aus der Bilanz des Mobilitätsministeriums hervor, die das Ministerium am Mittwoch vorgestellt hat. Demnach wurden in Luxemburg im vergangenen Jahr 988 Unfälle registriert, ein Anstieg von vier Prozent im Jahresvergleich. Dabei ging die Zahl der Verkehrstoten von 36 auf 22 zurück (-39 Prozent). Dieser Trend lässt sich auch bei schweren Verletzungen der Verkehrsteilnehmer beobachten, deren Zahl von 273 auf 248 (- neun Prozent) gesunken ist.

Für Luxemburg ein Rekordwert: Noch nie wurden so wenige Todesopfer im Straßenverkehr gemeldet. Damit liegt Luxemburg allerdings noch über der Zielmarke, die 2009 von der EU ausgegeben worden ist. Diese Vorgabe rechnet für das laufende Jahr mit 16 Verkehrstoten. Den Wert wird Luxemburg allerdings verfehlen, denn seit Anfang des Jahres haben laut der Zählung von L'essentiel bereits 17 Menschen auf den Straßen des Großherzogtums ihr Leben verloren.

Verkehrstote waren mehrheitlich Autofahrer

Autofahrer sind nach wie vor die bei weitem häufigsten Opfer von Gefahren im Straßenverkehr. Sie machen 16 der 22 Opfer aus. Danach folgen Motorradfahrer (drei Tote), Fußgänger (zwei Tote), wobei der letzte Tote der Fahrer eines Kleinkraftrades (unter 50 Ccm) war. Etwas weniger unausgewogen ist die Verteilung bei den Schwerverletzten. In 49 Prozent der Fälle waren Autofahrer betroffen, im Vergleich zu 19 Prozent bei den Motorradfahrern. Motorräder sind gegenüber Autos auf Luxemburgs Straßen allerdings auch in der Unterzahl.

Drei der Menschen, die im vergangenen Jahr im Straßenverkehr starben, waren im Zeitpunkt des Unfalls nicht angeschnallt. Eine der häufigsten Ursachen bei Unfällen bleibt jedoch die überhöhte Geschwindigkeit. Bei 59 Prozent der tödlichen Unfälle und bei 31 Prozent der Unfälle mit schweren Verletzungen spielte das Tempo eine Rolle. Auch Alkohol und Drogen sind häufige Unfallursachen, so war bei 18 Prozent der Todesfälle eines von beidem im Spiel. Bei 41 Prozent der Unfälle mit schweren Verletzungen waren zudem Rauschmittel im Spiel. Gefährliches Fahrverhalten wurden bei 14 Prozent der Unfälle mit tödlichem Ausgang als Ursache ausgemacht. Zu beachten ist dabei, dass ein Unfall in mehrere Kategorien fallen kann und somit mehrere Ursachen haben kann.

Gefährliche Landstraßen

Inzwischen lebt fast ein Drittel (32 Prozent) aller im Straßenverkehr Getöteten und Schwerverletzten außerhalb Luxemburgs. «Dies hängt mit der Zahl der Menschen zusammen, die täglich zur Arbeit ins Land kommen», erklärt François Bausch. Der Minister ist der Überzeugung, dass es «kein Land gibt, in dem Autofahrer besser fahren». Die gefährlichsten Straßen sind Landstraßen, auf denen weitaus mehr Menschen getötet werden (72 Prozent) als in Stadtzentren und auf Autobahnen (jeweils 14 Prozent).

Schließlich ereignen sich entgegen der allgemein verbreiteten Meinung die meisten schweren und tödlichen Unfälle bei trockenem Wetter (55 Prozent). Die anderen treten hauptsächlich bei nassem Wetter auf (41 Prozent), mit nur einer schweren Verletzung bei Schnee. Deshalb dürfe der Kampf gegen die Unsicherheit im Straßenverkehr nicht nachlassen, erklärt Bausch. Dazu müsse man sich auch neuer Technologien, wie der mobilen Blitzer und der Rotlicht-Blitzer bedienen.

(jg/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jean am 30.07.2020 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ass dach normal... et si vill manner Leit an den läschten Méint ennerwee gewiescht! Kee Stress fir mat Zäiten op der Aarbecht ze sinn.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jean am 30.07.2020 10:17 Report Diesen Beitrag melden

    Ass dach normal... et si vill manner Leit an den läschten Méint ennerwee gewiescht! Kee Stress fir mat Zäiten op der Aarbecht ze sinn.