Reform rückgängig

19. Oktober 2011 07:25; Akt: 19.10.2011 08:00 Print

Zahlen Patienten wieder weniger für Gesundheit?

LUXEMBURG - Wenn am Mittwoch die Quadripartite zusammenkommt, geht es auch darum, die Mehrkosten der Gesundheitsreform für Patienten wieder zu senken.

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Serit Inkrattreten der Gesundheitsreform im Januar zahlen Patienten mehr für Gesundheit und bekommen Generika. (Bild: DPA)

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Müssen Patienten mit geringem Einkommen in Zukunft ihre Ausgaben für Gesundheitsleistungen nicht mehr vorstrecken, sondern bekommen sie direkt vom Staat bezahlt (Prinzip des sogenannten «Tiers payant social»)? Das ist nur eine der Fragen, die am Mittwoch Gesundheitsexperten von Krankenkassen, Regierung, Gewerkschaften und Unternehmervertreter beschäftigt. «Man könnte sogar an eine direkte Übernahme der Kosten durch den Staat für alle denken», meint Carlos Perreira, Beschäftigtenvertreter bei der Quadripartite. Die finanzielle Lage des Gesundheitssystems habe sich entgegen der Schätzungen deutlich verbessert: Die Gesundheitskassen haben einen Überschuss von gut 122 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind fast 50 Millionen Euro mehr als zu Jahresbeginn geplant.

Daher fordern der Gewerkschafter die Mehrkosten für Patienten, welche die Gesundheitsreform zu Jahresbeginn mit sich gebracht hatte, rückgängig zu machen. «Diese Maßnahmen bringen etwa 20 bis 25 Millionen Euro Einnahmen im Jahr. Schaut man sich die Gesamteinnahmen an, macht das keinen deutlichen Einschnitt für die Gesundheitskassen aus, wiegt bei den Ausgaben für die Versicherten aber schwer», meint Perreira.

Die Unternehmervertreter dürften mit ihrem Slogan «Eine bessere Behandlung für weniger Geld » an den Verhandlungstisch zurückkehren. Sie schlagen vor allem eine stärkere Spezialisierung der Krankenhäuser vor.

L'essentiel Online/Patrick Théry

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