In den letzten 30 Jahren

30. März 2021 13:34; Akt: 30.03.2021 13:42 Print

Zehn Schiffe wurden von Piraten angegriffen

LUXEMBURG – In den vergangenen 30 Jahren sind lediglich zehn Schiffe unter luxemburgischer Flagge von Piraten attackiert worden, so Wirtschaftsminister Franz Fayot.

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Nigeria scheint mit dem Ausmaß der Piraterie im Golf von Guinea überfordet. (Bild: AFP/Pius Utomi Ekpei)

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Am 14. März haben Piraten die Bourbon Evolution 802 angegriffen, die unter luxemburgischer Flagge fuhr. Die Abgeordnete Lydia Mutsch (LSAP) nutzte die Gelegenheit, den Wirtschaftsminister zum Thema Sicherheit für diese Schiffe zu befragen. Franz Fayot (LSAP) erinnerte daran, dass seit der Einführung der luxemburgischen Seeflagge vor 30 Jahren nur zehn Schiffe angegriffen worden sind. Der erste Angriff wurde im Jahr 2010 verzeichnet, der letzte - vor dem am 14. März - war 2018.

Der Minister sagte, dass der Großteil der Angriffe (sechs) «im Golf von Guinea durch Piraten stattfand, die höchstwahrscheinlich nigerianischer Herkunft waren». Drei weitere fanden in der Region Malakka zwischen Indonesien und Malaysia statt und ein bewaffneter Raubüberfall ereignete sich im Hafen von Freetown, Sierra Leone. Als ölreiche Region, in der alle großen Ölgesellschaften der Welt vertreten sind, ist «der Golf von Guinea das gefährlichste Gebiet der Welt für Piraterie» (82 von 195 aller Piraten-Angriffe im Jahr 2020). «Zwei unserer Reeder sind ständig mit Schiffen unter luxemburgischer Flagge präsent», erklärte Fayot, der die «unzureichenden» Sicherheits- und Anti-Piraten-Maßnahmen Nigerias bedauert.

Während die World Maritime Organisation den Besitz von Waffen für Seeleute ausschließt, weigere sich Nigeria, den Schutz von Schiffen durch private Sicherheitsdienste in den Gewässern vor dem Land zu genehmigen, so der Minister. Genau diese Maßnahme habe aber der Piraterie am Horn von Afrika und im Golf von Aden ein Ende gesetzt, wo es 2020 nicht einen Angriff gegeben habe.

(mc/L'essentiel/AFP)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Manni am 30.03.2021 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schickt doch endlich einen von unseren Flugzeugträger mit Begleitschiffen in die Region, vom reden wirds ja auch nicht besser...

  • heng am 31.03.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    „lediglich“ 10 Schiffe ?!?!

  • De Grand-Sack am 30.03.2021 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Marie-Astrid in den Einsatz und unsere Mittelgebirgsmarine, auf was warten wir noch unser Armeeminister sitzt schon mit einem ausgefalteten Plan am Tisch und wartet auf die welche mit ihm an neuen Strategien arbeiten, nach langem Üben in der Badewanne. Auf was warten warum zögern, der Feind wird auch älter!!!!!!!

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  • heng am 31.03.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    „lediglich“ 10 Schiffe ?!?!

  • De Grand-Sack am 30.03.2021 20:18 Report Diesen Beitrag melden

    Marie-Astrid in den Einsatz und unsere Mittelgebirgsmarine, auf was warten wir noch unser Armeeminister sitzt schon mit einem ausgefalteten Plan am Tisch und wartet auf die welche mit ihm an neuen Strategien arbeiten, nach langem Üben in der Badewanne. Auf was warten warum zögern, der Feind wird auch älter!!!!!!!

  • Manni am 30.03.2021 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schickt doch endlich einen von unseren Flugzeugträger mit Begleitschiffen in die Region, vom reden wirds ja auch nicht besser...