Müll in Luxemburg

19. Februar 2019 07:56; Akt: 19.02.2019 07:58 Print

«Zero Waste» ist auf dem Vormarsch

LUXEMBURG – Die Wegwerf-Gesellschaft in Europa veranlasst einige Menschen zu radikalen Schritten wie dem «Zero Waste»-Konzept, bei welchem gar kein Abfall produziert werden soll.

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Die Abfallberge unserer Wegwerf-Gesellschaft müssen reduziert werden. (Bild: Pixabay)

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«Was wir versuchen, als Botschaft zu vermitteln, ist, die Verpackungen so weit wie möglich zu reduzieren», erklärt die «Zero Waste»-Anhängerin Isabel. Viele Supermärkte und Lebensmittelgeschäfte bieten inzwischen entsprechende Regale, an denen Gläser und Beutel direkt und ohne Kunststofffolie mit Lebensmitteln gefüllt werden können.

Die Verwendung von recycelbaren oder wiederverwendbaren Materialien ist der erste Schritt zur Reduzierung von Abfall. Allerdings hat Zero Waste in der Praxis nur den klangvollen Namen: «Ich kenne niemanden, der wirklich gar keinen Müll produziert, aber wir haben unseren Verbrauch an verpackten Artikeln stark reduziert», sagt Isabel.

Die Einstellung der Menschen ändert sich

Nichts wegzuwerfen ist fast unmöglich, vor allem wegen des «versteckten Abfalls» durch die zahlreichen unnötigen Verpackungen. Dennoch gibt es Grund für Optimismus. Tania, die seit zehn Jahren «Zero Waste» praktiziert, glaubt, dass sich die Einstellung der Menschen langsam ändert. «Die letzten sechs Monate hat sich definitiv etwas getan.» Isabel stimmt dieser Beobachtung zu: «Die Menschen gehen immer bewusster mit dem Thema um.»

Allerdings sind die Politiker noch etwas vorsichtig. «Sie haben Angst, sich die Finger zu verbrennen, aber die Leute sind bereit», sagt Tania. Für Isabel muss der Wandel von den Bürgern ausgehen: «Es ist wirklich jeder Einzelne, der durch die Veränderung seiner Gewohnheiten und Forderungen Unternehmen und Behörden zur Veränderung zwingt.»

(Edoxie Allier/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Josiane am 19.02.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Also dovun sinn mir nach welten entfert. Esoulang z.B. Luxlait sein Joghurt an der Verpackung nach eng Keier extra an een Karton apeikt - wuelgemierkt ass et eng Kooperative an net eng Multinationale - sinn mir Welten dervun fort. Mir sinn een armt Land an deem et just nach em Konsum geet. Deen "Zero Waste" kann sech eh keen leeschten

  • Iris Gläser am 19.02.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zero Waste ist schwierig, weil es im Supermarkt nur verpackte Gurken gibt. Wir machen unseren Joghurt selbst (mit Gläsern) und kaufen viel im Glas oder unverpackt, aber meistens hat man nicht die Wahl. Was mir im Artikel fehlt: OUNI! Die Zero-Waste-Adresse in Luxemburg Ville. Wie oft beim L'Essentiel kommen die wahrhaft praktischen Tipps nicht dran.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Iris Gläser am 19.02.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zero Waste ist schwierig, weil es im Supermarkt nur verpackte Gurken gibt. Wir machen unseren Joghurt selbst (mit Gläsern) und kaufen viel im Glas oder unverpackt, aber meistens hat man nicht die Wahl. Was mir im Artikel fehlt: OUNI! Die Zero-Waste-Adresse in Luxemburg Ville. Wie oft beim L'Essentiel kommen die wahrhaft praktischen Tipps nicht dran.

  • Josiane am 19.02.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Also dovun sinn mir nach welten entfert. Esoulang z.B. Luxlait sein Joghurt an der Verpackung nach eng Keier extra an een Karton apeikt - wuelgemierkt ass et eng Kooperative an net eng Multinationale - sinn mir Welten dervun fort. Mir sinn een armt Land an deem et just nach em Konsum geet. Deen "Zero Waste" kann sech eh keen leeschten