Luxemburg

03. August 2021 08:12; Akt: 03.08.2021 08:14 Print

Zu Fuß auf der Autobahn – welche Strafe droht?

LUXEMBURG – Ein Fußgänger oder Radfahrer, der auf der Autobahn erwischt wird, muss in Luxemburg mit einer hohen Geldstrafe rechnen.

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Laut internationaler Statistik, liegt die durchschnittliche Überlebenschance auf der Autobahn bei 10 Minuten. (Bild: Image d'illustration)

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Am 20. Juli war am luxemburgisch-französischen Grenzübergang Zoufftgen – wo die A31 in die A3 übergeht – eine Frau auf dem Fahrrad beobachtet worden. Nur wenige Tage zuvor – am 8. Juli – war ein Mann vor dem Strafgericht von Thionville zu zwei Monaten Haft verurteilt worden: Die Polizei hatte ihn aufgehalten, als er auf dem Standstreifen der A31 Richtung Luxemburg spazierte.

Doch welche Strafe droht eigentlich einem Spaziergänger auf der Autobahn? «Wer zu Fuß auf der Autobahn unterwegs ist, muss laut Artikel 107 der Straßenverkehrsordnung mit einem Bußgeld von 74 Euro rechnen», erklärte die Luxemburger Polizei auf Nachfrage von L'essentiel. Derartige Verstöße seien aber «eher selten».

«Mehr Kontrollen»

Wer beim Radfahren auf der Autobahn erwischt wird, muss mit einer höheren Geldstrafe rechnen. Laut Artikel 156 des Straßenverkehrsgesetzes beträgt diese 145 Euro. Außerdem werden dem Fahrer zwei Punkte auf seinem Führerschein abgezogen. Aber reichen solche Strafen aus?

«Laut der internationalen Statistik liegt die durchschnittliche Überlebenschance eines Fußgängers auf der Autobahn bei zehn Minuten», berichtete neulich Paul Hammelmann, Präsident der Sécurité routière. Er ist der Meinung, dass mehr Kontrollen durchgeführt werden sollten: «Wirklich abschreckend wäre, fast keine Chance zu haben einer Strafe zu entgehen, wenn man einen solchen Verstoß begeht.»

(pp/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Müsste 200 St Pflegedienst machen am 03.08.2021 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sie kann von Glück sprechen dass sie überhaupt eine Strafe bekommt und diese noch bezahlen kann. Tote machen keine Überweisung und das Drama des fahrers, welcher in solch eine Situation gerät ist nicht zu beschreiben.

  • jean-paul am 03.08.2021 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    145€ auch wenn man gegen die fahrtrichtung auf der autobahn fährt, also für versuchten mord. man setze das in ein verhältnis zu 300€ wegen einer sinnlosen ausgangssperre...

    einklappen einklappen
  • Pakito am 03.08.2021 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Mir würden sie nur ne Geldstrafe von 145 € aufbrummen denn 2 Punkte auf dem Führerschein können sie nicht nehmen da ich überhaupt kein Führerschein besitze. Nein Spass bei Seite die Strafe ist gerecht. Was mich am meisten stört ist dass dieser Herr Hammelmann immer noch Präsident der Sécurité Routière ist, da müsste mal ne kompetentere Person die Präsidentschaft übernehmen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Claude am 03.08.2021 20:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    war dat en Terrorist ? du kens jo besser ewesch wans de e Foussgänger um Zebrasträifen iwerrenns an zum Invalid mess !

  • Müsste 200 St Pflegedienst machen am 03.08.2021 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Sie kann von Glück sprechen dass sie überhaupt eine Strafe bekommt und diese noch bezahlen kann. Tote machen keine Überweisung und das Drama des fahrers, welcher in solch eine Situation gerät ist nicht zu beschreiben.

  • jean-paul am 03.08.2021 10:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    145€ auch wenn man gegen die fahrtrichtung auf der autobahn fährt, also für versuchten mord. man setze das in ein verhältnis zu 300€ wegen einer sinnlosen ausgangssperre...

    • packtiech am 03.08.2021 12:54 Report Diesen Beitrag melden

      genau! Das war eine Frechheit!

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  • Pakito am 03.08.2021 08:36 Report Diesen Beitrag melden

    Mir würden sie nur ne Geldstrafe von 145 € aufbrummen denn 2 Punkte auf dem Führerschein können sie nicht nehmen da ich überhaupt kein Führerschein besitze. Nein Spass bei Seite die Strafe ist gerecht. Was mich am meisten stört ist dass dieser Herr Hammelmann immer noch Präsident der Sécurité Routière ist, da müsste mal ne kompetentere Person die Präsidentschaft übernehmen.