In Luxemburg

04. Dezember 2019 06:55; Akt: 04.12.2019 07:00 Print

Zu viele Mütter erleiden bei der Geburt ein Trauma

LUXEMBURG – Besorgniserregend schätzt die Luxemburger Patientenvertretung den Mangel an Beschwerden wegen Gewalt in den Kreißsälen des Landes ein.

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Die Luxemburger Patientenvertretung habe bisher kaum Beschwerden wegen Gewalt im Kreißsaal bekommen.

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Die Geburt eines Kindes ist für die meisten Mütter einer der schönsten Momente im Leben. Doch für viele Frauen entwickelt sich die Entbindung zu einem wahren Albtraum, weil sie in den Kreißsälen Gewalt durch das medizinische Personal erleben – auch in Luxemburg.

Die Gewalt wird oft nicht gemeldet. «Für viele Patientinnen ist das ein Tabuthema. Wir erhalten viel zu wenig Beschwerden», sagt Michèle Wennmacher, Psychologin und Vorsitzende des Vereins Patientevertriedung. Der Mangel gibt dem Verein Anlass zur Besorgnis, denn «auch die psychologische Gewalt kann höchst traumatisierend sein» so Wennmacher.

Einige – potenziell schmerzhafte – Noteingriffe seien in manchen Fällen «unvermeidlich», erklärt Nadine Barthel, Präsidentin des luxemburgischen Hebammenverbands. «Bei übermäßiger Blutung muss man beispielsweise sehr schnell einen Kaiserschnitt durchführen». Dass es den Patientinnen dabei nicht gut gehe, sei völlig normal.

(Ana Martins/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Red Dwarf am 04.12.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    "Mangel an Beschwerden wegen Gewalt " Was heisst das denn? Dass es nicht ausreichend Beschwerden gibt? - Vielleicht weil es keinen Grund dazu gibt sich zu beschweren?

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  • Watassdannlolass am 04.12.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat Beschweieren se sech lo dass keen sech Beschweiert...? An vun wou wessen sie dat wann keen sech beschweiert???

  • Julie am 04.12.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Geburt kann man nicht schön reden , es ist der blanke Horror , eine lebensbedrohliche Situation für die Frau, die Geburt selbst ist ein Gewaltakt !

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Die neusten Leser-Kommentare

  • FabFour am 04.12.2019 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Denkt och un déi aarme Kanner. Wou ech gebuer gouf, kruut ech e Klaps op de Pupes an ech sin haut nach traumatiséiert.

  • Watassdannlolass am 04.12.2019 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Firwat Beschweieren se sech lo dass keen sech Beschweiert...? An vun wou wessen sie dat wann keen sech beschweiert???

  • Nico am 04.12.2019 12:41 Report Diesen Beitrag melden

    egal waat. emmer méi mimimi. waat hun mir e gléck dass mer an den 70er an 80er op d'welt komm sin. Soss wiere mer warscheinlech haut och traumatiséiert. wéi schon geschriwwen. egal waat. an daat domat irgendwelch psycho-dokteren eng DASEINBERECHTIGUNG oprecht erhaalen. Des Menschheet muss einfach reduzéiert gin. Gebuertenkontroll ass et waat och hei sollt kommen.

    • Chacha am 04.12.2019 16:46 Report Diesen Beitrag melden

      Wei dir daat ower och als Mann esou gudd wesst, laach… - nee Spaass beseit, fannen Äre Kommentar komesch. Sin amfong d Mammen dei den Trauma erleiden, och an de 70-er oder 80-er … an jo, et get Gewalt iwerall, leider och bei der Geburt, oofgesin dovunner datt et schon un sech eng ganz schweier Situatioun ass.

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  • Red Dwarf am 04.12.2019 09:57 Report Diesen Beitrag melden

    "Mangel an Beschwerden wegen Gewalt " Was heisst das denn? Dass es nicht ausreichend Beschwerden gibt? - Vielleicht weil es keinen Grund dazu gibt sich zu beschweren?

    • Chacha am 04.12.2019 16:48 Report Diesen Beitrag melden

      Oh doch, es gibt ausreichend Grund, man kann doch nicht davon ausgehen, dass das, was man selber nicht spürt, nicht besteht...

    • Red Dwarf am 05.12.2019 06:48 Report Diesen Beitrag melden

      @Chacha: Es ging mir um die Formulierung des Satzes im Artikel, nicht darum zu verleugnen dass es sowas wie Gewalt bei Geburten gibt. Der Satz ist so gedreht als ob einer schreiben würde: "Es gibt nicht genug Beschwerden über mangelnde Parplätze" - in dem Fall ist die einzig logische Schlussfolgerung dass es ausreichend Parkplätze gibt und der Autor / Auftraggeber des Artikels darüber enttäuscht zu sein scheint; weil er/sie eventuell eine Kampagne gegen Gewalt...ehm.. Mangel an Parkplätzen starten wollte.

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  • Julie am 04.12.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Geburt kann man nicht schön reden , es ist der blanke Horror , eine lebensbedrohliche Situation für die Frau, die Geburt selbst ist ein Gewaltakt !

    • Chacha am 04.12.2019 16:49 Report Diesen Beitrag melden

      Da haben sie sicher nicht unrecht, aber manche Frauen erleben ihre Geburt als etwas sehr Schönes. Und wenn eine Geburt kompliziert verläuft, gibt das keinem das Recht zusätzlich Gewalt anzuwenden

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