Bildungsreform

29. Januar 2015 20:21; Akt: 29.01.2015 20:41 Print

Zukünftige Lehrer fürchten Regierungspläne

LUXEMBURG – Die Regierung will das Referendariat verlängern. Das wird von zukünftigen Lehrern, die sich im Tramsschapp getroffen haben, mit viel Kritik bedacht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Studierende, die sich für den Beruf des Lehrers entschieden haben, sind besorgt. Und von ihren Sorgen berichten sie auch am Donnerstagabend im Kulturzentrum Tramsschapp in der Hauptstadt. Dort hat die Lehrergewerkschaft SEW-OGBL geladen - und 300 Menschen sind gekommen.

Die Reform, die das Bildungsministerium plant, betrifft auch den Lehrernachwuchs: Drei Jahre lang soll das Referendariat in Zukunft dauern, bevor die neuen Lehrer mit ihrem Beruf richtig starten können. «Und nach den drei Jahren muss dann noch eine schriftliche Arbeit geschrieben werden und ein Examen bestanden werden», erklärt die stellvertretende Gewerkschaftssekretärin Sonia Delli Zotti.Falls die Lehrerkandidaten das nicht schaffen, müssen sie die Aufnahmeprüfung für das Referendariat noch einmal machen - und die drei Jahren beginnen von vorne.

Die SEW-OGBL prangert auch die Vergütung der Auszubildenden an, die derzeit von Anfang an 100 Prozent des Lehrereinstiegsgehalts von 4200 Euro brutto beträgt. «Die Reform sieht vor, dass in den ersten beiden Jahren des Referendariats 80 Prozent und im dritten Jahr 90 Prozent gezahlt wird», sagt Sonia Della Zotti. Die Reform, die mit derjenigen für den gesamten öffentlichen Sektor einhergeht, soll im Schuljahr 2016/2017 umgesetzt werden. «Derzeit übernehmen die Auszubildenden die Aufgaben eines Lehrers für zwei Jahre. Nach der Reform gibt es noch mehr zu tun – aber hinzu kommt, dass man jederzeit gekündigt werden kann», erklären Svenja und Jen, zwei zukünftige Lehrer im Tramsschapp resigniert.

Der Abend fand dennoch in einer freundlichen Atmosphäre statt - allerdings wurden die Reden unter zahlreichen Karikaturen von Bildungsminister Claude Meisch gehalten.

(Pierre Théobald/L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.