Kampagne in Luxemburg

30. September 2020 12:38; Akt: 30.09.2020 14:55 Print

«Zur psychischen Gesundheit können alle beitragen»

BARTRINGEN – Psychische Erkrankungen sollen im Großherzogtum effektiver bekämpft werden. Die Ligue geht vom 3. bis zum 10. Oktober auf sämtliche Kanälen in die Offensive.

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Die Luxemburgische Liga für das psychische Wohlbefinden veranstaltet zum zweiten Mal die «Semaine de la Santé Mentale». (Symbolbild: Pixabay)

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Die Corona-Pandemie war und ist ein Stresstest für die Akteure im Gesundheitswesen. Das Sars-Cov-2-Virus stellt nicht nur eine besondere Herausforderung für die Testzentren, die Krankenhäuser und die Virologie dar, die damit verbundenen Maßnahmen wirken sich auch auf die Psyche der Menschen aus. «Besonders nach dem Lockdown wurden wir sehr häufig kontaktiert. Wir hatten es vor allem mit Angstzuständen und Depressionen zu tun, weil viele Menschen nicht mehr wussten, ob und wie es weitergeht», erklärt Dr. Fränz d'Onghia von der Luxemburgischen Liga für das psychische Wohlbefinden oder kurz Ligue.

Die Ligue hat sich zum Ziel gesetzt, die Öffentlichkeit für psychische Störungen zu sensibilisieren, die Stigmatisierung der Erkrankungen zu bekämpfen, die Prävention zu fördern und damit letztlich Suizide zu verhindern. Ein breites Publikum soll die «Semaine de la Santé Mentale» vom 3. bis 10. Oktober erreichen. Die zweite Ausgabe der Veranstaltung findet aufgrund des Virus zum Großteil im Internet statt. «Alle in Luxemburg können zur psychischen Gesundheit beitragen. Wir zeigen mit der Veranstaltung, welche Wege es gibt», sagt d'Onghia.

Live-Konzert «Club of 27»

Zum Höhepunkt der Woche geben Musiker aus Luxemburg ein Konzert unter dem Titel «Club of 27». Dafür wurden zwölf Stücke von Künstlern ausgewählt und neu interpretiert, die allesamt unter psychischen Problemen litten und im Alter von 27 Jahren starben. Dazu zählen Interpreten wie Amy Winehouse, Kurt Cobain und Jim Morrison. Das Besondere: Psychologen kommentieren die Songauswahl und erläutern die Hintergründe. Das Live-Konzert findet am 9. Oktober im Ettelbrücker Kulturzentrum Cape statt und kann einen Tag später auf Dok TV und der Homepage der Veranstaltung nachverfolgt werden.

Auf Youtube werden auch zahlreiche dreiminütige Clips veröffentlicht, die sich mit dem Thema auseinandersetzen. Die Nutzer können dann über Likes ihr Lieblingsvideo bestimmen, das am Ende der Woche den Publikumspreis erhält. Ein weiteres Video erhält den Jurypreis.

Neue Website fasst Informationen zusammen

Für ein «riesiges Interesse», wie Sacha Bachim vor der Ligue sagt, sorgt bereits jetzt der Erste-Hilfe-Kurs, der im Rahmen der Woche gehalten wird. «Etwa 500 Personen wollten sich anmelden, 120 konnten das tun», so der Psychologe weiter. Die Teilnehmer erfahren darin, wie sie handeln können, wenn es einer Person psychisch nicht gut geht – zum Beispiel bei geäußerten Suizidgedanken oder Selbstverletzungen. Das Online-Seminar ist allerdings nur der Auftakt für eine Reihe weiterer Kurse, die die Ligue künftig anbieten will.

Zudem wird die Woche genutzt, um sie Seite www.prevention-psy.lu vorzustellen, die ab dem kommenden Montag online geht. Unter der Adresse werden alle notwenigen Informationen, Hilfsangebote und Weiterbildungskurse zum Thema psychische Gesundheit an einem Punkt zusammengefasst. Über Facebook und Instagram bietet die Ligue außerdem ein Quiz und zahlreiche Tipps zum psychischen Wohlbefinden an.

(Sebastian Weisbrodt/L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Angst fressen Seele auf am 06.10.2020 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    zur psychischen Gesundheit können alle beitragen ... u zur psychischen Krankheit auch! ...

  • negativistische Gesellschaft am 01.10.2020 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    psychische Krankheiten kommen von aussen! ... von dem ganzen Negativismus der Erziehungsmassnahmen, von der Fehlersuche in der Schule bis zur Einstellung der Arbeitgeber, die diese Methode übernommen haben, um die Arbeitnehmer zu unterdrücken u zu diskreditieren, indem man/frau ihnen nur Negatives an den Kopf schmeist ... fragt mal die Psychologen, die haben gelernt, wie man andere psychisch fertig macht, indem man wie in unserer Gesellschaft üblich, nur auf die Fehler aufmerksam gemacht wird ... wenn du was gut machst, dann ist das ja normal u keiner braucht was zu sagen ... ...

  • Yes am 30.09.2020 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig wäre es auch die Arbeitgeber zu sensibilisieren ! Es gibt tatsächlich Chefs regelrecht Mobbing betreiben wenn man krank ist und einen unter Druck setzen , und das bei einem Pflegedienst in Luxemburg . Das hat alles mit Menschlichkeit nichts mehr zu tun ! Da sollte man denen auf die Finger klopfen . Es wird immer viel geredet und nichts passiert , da werden Leute systematisch in die Krankheit getrieben. Mme Cahen würden sie so arbeiten wollen ???

Die neusten Leser-Kommentare

  • Angst fressen Seele auf am 06.10.2020 08:37 Report Diesen Beitrag melden

    zur psychischen Gesundheit können alle beitragen ... u zur psychischen Krankheit auch! ...

  • krank gemacht am 05.10.2020 07:18 Report Diesen Beitrag melden

    zur psychischen Gesundheit können alle beitragen, so wie auch alle zur psychischen Krankheit beitragen können ...

  • negativistische Gesellschaft am 01.10.2020 08:12 Report Diesen Beitrag melden

    psychische Krankheiten kommen von aussen! ... von dem ganzen Negativismus der Erziehungsmassnahmen, von der Fehlersuche in der Schule bis zur Einstellung der Arbeitgeber, die diese Methode übernommen haben, um die Arbeitnehmer zu unterdrücken u zu diskreditieren, indem man/frau ihnen nur Negatives an den Kopf schmeist ... fragt mal die Psychologen, die haben gelernt, wie man andere psychisch fertig macht, indem man wie in unserer Gesellschaft üblich, nur auf die Fehler aufmerksam gemacht wird ... wenn du was gut machst, dann ist das ja normal u keiner braucht was zu sagen ... ...

  • Yes am 30.09.2020 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wichtig wäre es auch die Arbeitgeber zu sensibilisieren ! Es gibt tatsächlich Chefs regelrecht Mobbing betreiben wenn man krank ist und einen unter Druck setzen , und das bei einem Pflegedienst in Luxemburg . Das hat alles mit Menschlichkeit nichts mehr zu tun ! Da sollte man denen auf die Finger klopfen . Es wird immer viel geredet und nichts passiert , da werden Leute systematisch in die Krankheit getrieben. Mme Cahen würden sie so arbeiten wollen ???