Gesundheit in Luxemburg

18. April 2018 12:23; Akt: 18.04.2018 12:32 Print

Zwei Kliniken starten ins «Digital Health»-​​Zeitalter

ESCH/ALZETTE – Die Krankenhäuser CHEM und CHL wollen bis 2022 Gesundheitsdaten ihrer Patienten elektronisch vernetzen. Das neue Tool kostet 6,81 Millionen Euro.

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Das Tool DOP@MIN wurde am Mittwoch vorgestellt. (Foto: L'essentiel/Séverine Goffin )

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«Stellen Sie sich vor, ein Arzt verschreibt ihnen ein Rezept. Dank DOP@MIN wird die Verordnung künftig automatisch an das Pflegepersonal und an die Apotheke weitergeleitet. Der Arzt kann dann überprüfen, ob das Medikament auch verabreicht wurde», sagt Hansjörg Reimer, Generaldirektor des CHEM.

Das elektronische Patientendossier DOP@MIN («Dossier patient mutualisé informatisé») – eine Anspielung auf den Neurotransmitter Dopamin – wurde am Mittwoch vorgestellt. Das Emile-Mayrisch-Krankenhaus und das CHL arbeiten seit 2014 gemeinsam an der Umsetzung. Bis 2022 soll die elektronische Gesundheitsakte der beiden Kliniken startklar sein.

Nützlich für die Kommunikation

«Mit DOP@MIN wollen wir die Betreuung unserer Patienten optimieren. Aber dieses Tool funktioniert getrennt vom DSP (elektronische Patientenakte der nationalen Gesundheitsplattform, Anm.)», sagt Romain Nati, Generaldirektor des CHL. «Wir sind gesetzlich verpflichtet, die Stationen unserer Patienten zu dokumentieren. Mit DOP@MIN laufen diese Prozesse automatisch ab.»

Gemeinsam wird das Tool auch für die Kommunikation zwischen den Krankenhäusern genutzt. «Wenn ein Arzt zum Beispiel Diabetes bei einem Kind erkennt, wird automatisch ein Termin bei einem Spezialisten im CHL vereinbart», erklärt Reimer.

Der Kostenpunkt für DOP@MIN liegt bei 6,81 Millionen Euro. 20 Prozent steuern die Krankenhäuser bei, der Rest kommt von der Caisse nationale de santé (CNS).

(Séverine Goffin/L'essentiel)

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