Ohne Warnung

30. Mai 2013 16:19; Akt: 30.05.2013 16:27 Print

Movie2k.to ist spurlos verschwunden

Was ist mit dem Filmstreaming-Portal Movie2k.to geschehen? Das Mekka hunderttausender Filmfreunde ist offline. Auf Twitter verbreitet sich das Gerücht, dass die Polizei zugeschlagen hat.

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Movie2k.to wurde nach dem Todesstoß für Kino.to eine der bekanntesten Filmstreaming-Seiten.

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Das bekannte Filmstreaming-Portal Movie2k.to ist seit Donnerstag offline. Wer die Webadresse eingab, wurde zunächst auf Google weitergeleitet. Inzwischen ist auch diese Weiterleitung tot. Movie2k.to ist scheinbar spurlos verschwunden. Die Hintergründe der Abschaltung sind noch nicht klar. Ob es sich um eine Zwangsmaßnahme oder eine technische Panne handelt, ist offen.

Selbst das für gewöhnlich gut informierte Tech-Portal TorrentFreak weiß derzeit nicht, was mit der populären Filmstreaming-Seite passiert ist. Auf Anfrage von TorrentFreak haben die Movie2k-Betreiber bislang nicht geantwortet. Dies sei unüblich, da Movie2k.to üblicherweise rasch auf Anfragen reagiert habe.

Da unter der Adresse movie2k.to keine Mitteilung der Polizei aufgeschaltet ist, wie dies vor zwei Jahren bei der Zerschlagung von Kino.to der Fall war, könnte es sich auch um eine technische Panne oder einen «Hacker»-Angriff handeln.

Auf Twitter brodelt die Gerüchteküche

Auf Twitter verbreitet sich das Gerücht, das bekannte Streaming-Portal sei nach einer Razzia bei den Hintermännern dichtgemacht worden. Bereits im Juni 2011 hatte die deutsche Polizei Kino.to in einer groß angelegten Aktion den Todesstoß verpasst und die Betreiber festgenommen. Die Kino.to-Gründer sollen monatlich Werbeeinnahmen in Höhe von rund 150'000 Euro erwirtschaftet haben. Die führenden Köpfe im Kino.to-Netzwerk sind in den vergangenen beiden Jahren zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Ähnlich wie einst Kino.to bietet Movie2k.to Links zu Streaming-Servern an, die zahllose Filme, darunter auch aktuelle Blockbuster und Serien, bereitstellen.

Der Zeitpunkt des Verschwindens von Movie2k.to, das nach dem Ende von Kino.to immer beliebter wurde, könnte kein Zufall sein. Erst vor einer Woche wurde ein sogenannter Power-Uploader in Deutschland verhaftet. Dem Mann wird von den deutschen Behörden vorgeworfen, über 120'000 illegale Filmkopien auf einschlägige Webseiten hochgeladen zu haben.

Movie2k ist klarer Marktführer

Movie2k.to sei klarer «Marktführer» unter den Streaming-Portalen, schrieb die deutsche Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) in ihrem jüngsten Bericht über Streaming-Plattformen. Das seit 2008 aktive Movie-Portal, das sich rechtlich im Graubereich bewegt, soll Ende letzten Jahres 27'000 Filme zum sofortigen Streamen angeboten haben – davon fast 9500 mit deutscher Tonspur.

(L'essentiel Online/owi)

  • Xenio am 31.05.2013 12:05 Report Diesen Beitrag melden

    D'Filmindustrie versteet et einfach net... Soubaal een Kapp verschwend, kommen 3 neier bei...