Internetpiraterie

23. November 2011 14:45; Akt: 23.11.2011 15:53 Print

Zwei Cyber-​​Angriffe pro Woche auf PCs

DOMMELDINGEN - Regelmäßig ist das Luxemburger Web Cyberattacken ausgesetzt. Um Luxemburg besser gegen die Internetpiraterie zu schützen, arbeitet die Regierung am GOVCERT-Projekt weiter.

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Das Projekt GOVCERT soll die Hackerangriffe in Luxemburg besser überwachen. (Bild: DPA)

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Wie steht es um die Internetpiraterie in Luxemburg und wie geht das Projekt der Regierung zum Schutz gegen die Hackerattacken im Netz, GOVCERT, voran? Mit diesen Fragen haben sich an diesem Mittwoch François Biltgen, Minister für Medien und Kommunikation, und seine belgischen und niederländischen Amtskollegen in Dommeldingen auseinandergesetzt.

Bereits im Juli diesen Jahres hatte die Regierung die Koordinierungsstelle GOVCERT gestartet. Das Computer Emergency Response Team (CERT), das aus sechs Personen besteht, ist für das Projekt zuständig. Außerdem arbeitet das CERT eng mit dem Computer Incident Response Center Luxembourg (CIRCL) zusammen. Patrick Houtsch vom Centre des technologies de l'information de l'État (CTIE) leitet das Projekt GOVCERT.

Zurzeit koordinieren zwei Personen die Arbeit des Projektes. Drei weitere werden in diesem Jahr angestellt, so dass die Zahl der Mitarbeiter acht betragen wird. Houtsch zufolge wird das Luxemburger Netz derzeit zweimal pro Woche von Hackern angegriffen. Dies liegt unter den Erwartungen beim Start des Projektes. Damals gingen die Experten von zehn Attacken pro Tag aus.

KMU vor allem durch Hackerattacken betroffen

Häufig seien dies jedoch kleinere Angriffe, die auf gut 10 000 geschätzt werden. «Viel mehr Vorfälle» wie etwa Betrug-E-Mails oder Würmer, sagt Sascha Rommelfangen, einer der CIRCL-Forscher.

Dabei sei das Expertenteam CERT nicht für die Bestrafung der Internetpiraten zuständig, sagte Minister Biltgen. Vielmehr diene das Projekt dem Schutz.

In Luxemburg wird das Projekt verstärkt diskutiert, weil es sich um einen Finanzplatz handelt.

«Finanzinstitutionen interessieren sich seit langem für den Schutz gegen Cyber-Angriffe und das ist kein großes Problem bei ihnen», sagt Michel Thiel, Pressesprecher beim CIRCL. Vor allem seien mittlere und kleinere Unternehmen (KMU) durch die Internetpiraterie betroffen, so Thiel weiter.

Internationale Zusammenarbeit gefragt

Auch ein sogenannte Cyber Security Board, das aus Mitarbeitern von acht Ministerien besteht, wurde geschaffen. Dieses Komitee erarbeitete eine Strategie, die in zwei Richtungen gehen soll: eine offensive und defensive. Damit soll versucht werden, das Risiko der Hackerangriffe zu verhindern.

Die nächste Etappe bestehe darin, den Handlungsplan für beide Richtungen zu entwickeln, so Minister Biltgen, der auch den genauen Terminkalender für das Projekt erstellt. Die Kooperation mit Belgien und den Niederlanden soll zudem helfen, mit den Organisationen in den anderen Ländern enger zu kooperieren und auch auf internationale Institutionen wie etwa Interpol oder die Nato zurückzugreifen.

(L'essentiel online/jv )

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