Karlsruhe

21. Dezember 2017 07:09; Akt: 21.12.2017 07:11 Print

29-​​Jähriger plante Lkw-​​Anschlag

Die Polizei hat in Karlsruhe ein mutmaßliches IS-Mitglied festgenommen. Der Mann wollte mit einem Lastwagen einen Anschlag auf dem Schlossplatz begehen.

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In diesem House soll das mutmaßliche IS-Mitglied gewohnt haben. (Bild: Uli Deck)

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Spezialkräfte der Polizei haben am Mittwoch in Karlsruhe ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festgenommen, das einen Anschlag in der Stadt geplant haben soll.

Wie die Bundesanwaltschaft am Abend mitteilte, wurde der 29-jährige Deutsche Dasbar W. durch Spezialkräfte der baden-württembergischen Polizei festgenommen. Auch seine Wohnung wurde durchsucht. Ihm wird demnach unter anderem vorgeworfen, einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz geplant zu haben.

Nach Angaben der Bundesanwaltschaft soll Dasbar W. von April bis Juli 2015 zunächst die IS-Miliz von Deutschland aus unterstützt haben. So soll er Propagandavideos erstellt und diese im Internet verbreitet haben.

Im Irak der IS-Miliz angeschlossen

Im Juni 2015 soll er in den Irak gegangen sein. Im März 2016 kehrte er demnach kurz nach Deutschland zurück und reiste im Juli 2016 zurück in den Irak, wo er sich der IS-Miliz angeschlossen habe. Dort sei er an Schusswaffen ausgebildet worden und habe Anschlagsziele in der Stadt Erbil in der autonomen Kurdenregion ausspioniert.

Ab Juli 2017 soll Dasbar W. wieder in Deutschland gewesen sein. Er soll dann erwogen haben, «unter anderem mit einem Kraftfahrzeug einen Anschlag auf die Stände rund um die Eisfläche auf dem Karlsruher Schlossplatz zu begehen», wie die Bundesanwaltschaft weiter mitteilte. Dazu habe er ab Ende August die Gegend rund um das Karlsruher Schloss ausgekundschaftet und sich seit September - allerdings vergeblich - bei Paketdiensten als Fahrer beworben.

Dasbar W. soll den Angaben zufolge am Donnerstag dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der den Haftbefehl ausgestellt hatte. Dann soll über den Vollzug der Untersuchungshaft entschieden werden.

(L'essentiel/fur/afp)

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