Vereitelter Anschlag

01. November 2017 15:32; Akt: 01.11.2017 15:33 Print

Der syrische Bombenbauer kam 2015 als Flüchtling

Yamen A. plante in Schwerin einen großen Terroranschlag. Er wurde vorher festgenommen. Ins Land reiste der 19-Jährige als Flüchtling.

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Der Syrer, der am Dienstag in Schwerin unter schwerem Terror-Verdacht festgenommen wurde, hatte im Februar 2016 einen Asylantrag gestellt. Yamen A. sei im Herbst 2015 als Flüchtling nach Deutschland gekommen, teilte Lorenz Caffier, Landesinnenminister von Mecklenburg-Vorpommern, am Dienstagabend mit.

Laut Spiegel hatte der 19-Jährige seit April 2016 eine befristete Aufenthaltsgenehmigung und genoss subsidiären Schutz. Am Mittwoch soll der Mann laut Schweriner Volkszeitung (SVZ) dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Der Richter soll entscheiden, ob ein Haftbefehl erlassen und Untersuchungshaft angeordnet wird.

«Er hat es versprochen»

Der Syrer lebte im Schweriner Stadtteil Neu Zippendorf, einem sozialen Brennpunkt mit vielen Arbeitslosen und Migranten. Eine Nachbarin des Verdächtigen berichtete der SVZ von häufigen nächtlichen Ruhestörungen: «Da haben sich oft junge Leute getroffen und bis in den Morgen laut geredet», so die Rentnerin. Sie habe Yamen A. aufgefordert, sich an die Regeln zu halten, wenn er hier leben wolle. «Er hat es versprochen. Aber es hat nicht funktioniert», sagte die alte Dame, die anonym bleiben will.

Der Polizeieinsatz habe ihn nicht überrascht, sagte ein anderer Anwohner. Er höre von solchen Einsätzen sonst nur aus Großstädten wie Hamburg oder Berlin, doch auch in seiner Stadt habe die Integration versagt. Vor allem hapere es an der Sprachförderung, so der Mann.

Minister: Anschlagsgefahr ist hoch

Bayerns Innenminister nahm den vereitelten Anschlag unterdessen zum Anlass, bei der Terrorbekämpfung eine bessere Zusammenarbeit von Bund und Ländern anzumahnen. «Bei der Konkretisierung dieses wichtigen Ziels brauchen wir bei den nächsten Sondierungsrunden unbedingt Fortschritte», sagte Joachim Herrmann (CSU) den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch mit Blick auf die laufenden Koalitionsgespräche von CDU, CSU, FDP und Grünen.

Die Festnahme von Yamen A. belege einmal mehr, dass die Gefahr eines islamistisch motivierten Anschlags in Deutschland weiterhin hoch sei, sagte Herrmann. Es sei «ein wichtiger Erfolg der Sicherheitsbehörden». Der Einsatz zeige, dass diese im Kampf gegen den Terror grundsätzlich gut aufgestellt seien.

Der Syrer wird laut Bundesanwaltschaft verdächtigt, eine «schwere staatsgefährdende Gewalttat» vorbereitet zu haben. Er fasste demnach spätestens im Juli den Entschluss, «in Deutschland inmitten einer größeren Menschenansammlung einen Sprengsatz zu zünden und dadurch eine möglichst große Anzahl von Personen zu töten und zu verletzen». Ein konkretes Anschlagsziel hatte er aber offenbar noch nicht ins Auge gefasst.

(L'essentiel/mlr/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 01.11.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Gutt, dass dat hei zu Lëtzebuerg net kann geschéien, well hei ass jo alles Supermega gutt, et gëtt alles kontrolléiert, nëmmen Mammen mat Kanner wou kengem eppes dinn....

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jimbo am 01.11.2017 18:00 Report Diesen Beitrag melden

    Gutt, dass dat hei zu Lëtzebuerg net kann geschéien, well hei ass jo alles Supermega gutt, et gëtt alles kontrolléiert, nëmmen Mammen mat Kanner wou kengem eppes dinn....

    • remo raffaelli am 14.11.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

      Hei zu Letzebuerg könnt och nach eseou êppes ewéi Terror,et ass nett nemmen bei dénen aaneren !

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