Deutschland

23. Mai 2018 10:17; Akt: 23.05.2018 10:40 Print

Erste Diesel-​​Fahrverbote in Hamburg ab 31. Mai

Das Bundesverwaltungsgericht in Deutschland hatte Fahrverbote in deutschen Städten für grundsätzlich zulässig erklärt. Hamburg geht nun den ersten Schritt.

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Hamburg: Ein noch durchgestrichenes Fahrverbotsschild für Lastwagen mit Diesel-Motor bis Euro5 hängt an der Stresemannstraße. Am 31. Mai erreichen erste Diesel-Fahrverbote die Hafenstadt. (Bild: DPA/ Daniel Bockwoldt)

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Die bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote wegen zu schlechter Luft sollen am Donnerstag kommender Woche in Hamburg in Kraft treten. Wie die Umweltbehörde der Hansestadt am Mittwoch ankündigte, ist vom 31. Mai an eine Sperrung zweier Straßenabschnitte für ältere Dieselautos und Lastwagen geplant.

Betroffen sind alle Diesel, die nicht die Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Die Durchfahrtsbeschränkungen gelten für zwei Straßenabschnitte im Stadtteil Altona-Nord. Seit der vergangenen Woche waren bereits Umleitungs- und Verbotsschilder an den betroffenen Abschnitten angebracht worden.

Der Termin für das Inkrafttreten des Verbots hatte sich verzögert. Zunächst mussten die schriftlichen Begründungen des Bundesverwaltungsgerichts zu dessen Grundsatzurteilen vom Februar von den Hamburger Behörden ausgewertet werden. Das Gericht hatte darin Fahrverbote grundsätzlich für zulässig erachtet, um die Belastung der Luft mit Stickoxiden zu verringern.

In Hamburg sind rund 260.000 Diesel-Pkws unterwegs

Laut dem Hamburger Luftreinhalteplan soll nun ein 580 Meter langer Teil der Max-Brauer-Allee für Dieselfahrzeuge gesperrt werden, die nicht die moderne Abgasnorm Euro-6 erfüllen. Das Gericht erklärt in seiner Urteilsbegründung, dass eine solche Beschränkung für einen Streckenabschnitt durchaus verhältnismäßig ist.

Dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) zufolge waren in Hamburg zum Jahresanfang insgesamt 264.406 Diesel-Pkw zugelassen. Davon erfüllten 96.356 Wagen die sauberste Euro-6-Norm, 80.803 die Euro-5-Norm, die anderen Euro-4 und schlechter. Betroffen sind von dem Fahrverbot in der Max-Brauer-Allee somit gut 168.000 Hamburger Pkw sowie alle anderen Diesel aus Deutschland und dem Ausland, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen und nach Hamburg einfahren.

Ebenfalls unter ein Fahrverbot fällt ein rund 1,6 Kilometer langer Abschnitt der Stresemannstraße. Dieser soll aber nur für ältere Diesel-Lkw gesperrt werden, nicht für Pkw. Ausgenommen sind zudem Rettungsfahrzeuge, Anwohner und deren Besucher, Müllwagen, Lieferfahrzeuge und Taxis, sofern sie Passagiere aufnehmen oder absetzen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Deklaanen am 23.05.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wieviel Hirnrissigkeit brauch der Mensch.... Wenn diese riesen Straßenabschnitte gesperrt sind wird es umfahren auf Vllt kleineren Straßen.... Und da wird es sich stauen und dann wird da gesperrt oder verpesstet....weiter so.... Das ist besser als jede Komödie... Schildbürger.... Haben auch so gute Ideen gehabt....

  • Arm am 23.05.2018 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich dann die Kanzlerin höre wir können doch nicht unsere Automobilwirtschaft noch zusätzlich Hardwarelösungen auf zwingen dann können die ihren Vorständen keine Million Boni mehr geben und dann wundert sich Deutschland dann AFD nur noch gewählt wird

  • Lol am 23.05.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

Die neusten Leser-Kommentare

  • remo raffaelli am 24.05.2018 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Zuerst werden wir beim Kauf eines Diesels betrogen, u. dann müssen wir auch noch bestraft werden ....Logik doppel Null , zum Teufel mit der EU !

  • marco am 24.05.2018 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do geseiht een wei Autofuhrer verarscht ginn a Tourristen mat a Letzeboier a Deitschland Diskrimineiert ginn ! Den Letzeboier Staat investeiert Milliarden Euro a Deitschen Strossen a als Merci mussen mer ab 2019 Maut bezuhelen a als Merci kreien mer och nach Dieselverbuet ! Mee zb Hamburg , Dieselscheffer därfen weider pro Dach Milliarden Stickoxzider a Lucht polferen wat net emol 150.000 Autoen an engem Joer an Lucht schmeissen ! Do geseit een emmer mei wei Autosfuhrer Diskrimineiert ginn ! Wat mecht Letzebuerg ? Ma Investeiert weider Milliarden a Deitschland ! Ganz einfach Reaktioune all Deitschen Bierger dee op Letzebuerg muss schaffen kommen , Auto bei der Grenz stohen lossen a mam Velo oder Buss , Zuch oder ze Fouss op Schaff ! Wellen mam Auto erann mussen eng Vignette kaafen vun 200€ pro Mount !!!! Ons Politiker kennen net mei wait Denken wei hier Feiss !!!

  • Arm am 23.05.2018 23:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich dann die Kanzlerin höre wir können doch nicht unsere Automobilwirtschaft noch zusätzlich Hardwarelösungen auf zwingen dann können die ihren Vorständen keine Million Boni mehr geben und dann wundert sich Deutschland dann AFD nur noch gewählt wird

  • GUGU am 23.05.2018 17:23 Report Diesen Beitrag melden

    Dat ass Resultat vun den Lobbyisten an wann déi nächst Regierung zu Lëtzebuerg ërem soll an enger Koalition mat deenen Gringen sin dann ass jo alles kloer wat op eis duer kënnt. Am Timberland kann sech den Krautmarkt alles erlaben well Vollek ass gelähmt.

  • Lol am 23.05.2018 12:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande