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19. Dezember 2016 20:40; Akt: 23.12.2016 19:52 Print

6 Männer, 6 Frauen – Todesopfer identifiziert

Der deutsche Generalbundesanwalt bestätigt den Tod des mutmaßlichen Attentäters Anis Amri. Von diesem ist ein Video aufgetaucht, in dem einem IS-Anführer Treue schwört.

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+++ Zusammenfassung +++

• In Berlin ist am Montagabend ein Lkw in einen Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz bei der Gedächtniskirche gerast. Ein dunkler Sattelschlepper fuhr gegen 20 Uhr auf einer Strecke von 50 bis 80 Metern mit hoher Geschwindigkeit über den Markt und zerstörte dabei mehrere Buden. • Nach Angaben der Polizei wurden zwölf Menschen getötet und 48 Personen verletzt, 30 von ihnen schwer. • Die Behörden haben einen Anschlag bestätigt. • Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Ein nach dem Attentat festgenommener 23-jähriger Asylbewerber aus Pakistan wurde wieder freigelassen. Der Fahrer des Lasters dürfte somit noch auf freiem Fuß sein. Noch ist auch unklar, ob es sich um einen oder mehrere Täter handelt. • Der Tat-Lkw stammte aus Polen und wurde möglicherweise entführt. Der polnische Chauffeur des Fahrzeugs ist tot. Er wurde am Tatort erschossen und ist Opfer der Tat. • Die deutschen Behörden fahnden nach einem tatverdächtigen Tunesier. Die deutschen Behörden fahnden nach dem tatverdächtigen 24-jährigen Tunesier Anis A. Sie haben ein Kopfgeld von 100.000 Euro ausgesetzt.

+++ Newsticker +++

19.45 Uhr

Damit beenden wir den Ticker und wünschen allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest.

18.30 Uhr

Die zwölf Todesopfer des Attentats in Berlin sind identifiziert. Nach Informationen von «Spiegel Online» handelt es sich um sechs Männer und sechs Frauen. Aus Sicherheitskreisen heißt es, darunter seien je eine Frau aus Tschechien, Italien und Israel sowie ein Pole – der getötete Lastwagenfahrer. Bei den übrigen acht Todesopfern handle es sich um Deutsche.

Unter den 45 Verletzten befinden sich demnach Staatsbürger aus Israel, Spanien, Großbritannien, Ungarn, Finnland und dem Libanon. Einige von ihnen kämpften auch am Freitag weiter um ihr Leben. Es seien 14 Menschen sehr schwer verletzt worden, sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel.

Der Terrorverdächtige Anis Amri war am Freitagmorgen nahe Mailand von einem Polizisten erschossen worden.

16.46 Uhr

Ermittler haben beim Durchsuchen des Lkw offenbar das Handy von Anis Amri sichergestellt, wie Spiegel online berichtet. Es handelt sich um die Marke HTC.

15.58 Uhr

Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel hat nach dem Tod des mutmaßlichen Berlin-Attentäters Anis Amri rasche Konsequenzen angekündigt, um die Sicherheit der Bürger zu erhöhen. Es werde alles Menschenmögliche getan, damit Deutschland ein «starker Staat» sei.

«Unsere Demokratie, unser Rechtsstaat, unsere Werte, unsere Mitmenschlichkeit: sie sind der Gegenentwurf zur hasserfüllten Welt des Terrorismus», sagte Merkel am Freitag in Berlin mit Blick auf die Terror-Miliz Islamischer Staat (IS), die die Urheberschaft des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten beansprucht.

15.47 Uhr

Nach dem Anschlag von Berlin ist der Zuspruch zur rechtspopulistischen AfD in einer Umfrage deutlich gestiegen. Die deutsche Partei gewann in einer Insa-Umfrage im Vergleich zur Vorwoche 2,5 Prozentpunkte hinzu und lag bei 15,5 Prozent.

Dies berichtete die «Bild«-Zeitung (Samstagsausgabe). Die Union von Kanzlerin Angela Merkel verliert demnach 1,5 Prozentpunkte und käme auf 31,5 Prozent, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

15.25 Uhr

Die Bundeskanzlerin forderte in ihrer Erklärung mehr und schnellere Abschiebungen nach Tunesien. Die Rückführungen in das nordafrikanische Land müssten «deutlich» beschleunigt und die Zahl weiter erhöht werden, sagte Merkel am Freitag in Berlin. Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler wurde das Attentat von dem Tunesier Anis Amri ausgeführt, dessen Abschiebung aus Deutschland zuvor gescheitert war. (afp)

15.20 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zu Wort gemeldet und dankt der italienischen Polizei für die enge Zusammenarbeit. Sie wünscht dem verletzten Polizisten eine rasche Genesung. Zudem bedankte sie sich auch bei den Sicherheitsbehörden anderer Länder für die Zusammenarbeit.

Merkel betonte aber auch, dass die Ermittlungen noch nicht vorbei seien. Der Fall Amri werfe eine Reihe von Fragen auf, die sich auch auf die Zeit vor der Tat beziehen. «Wir können erleichtert sein, dass eine akute Gefahr beendet ist», sagte sie. Die Gefahr des Terrorismus bestehe weiter. Um unser aller Schutz zu gewährleisten müssen wir intensiv arbeiten, sagte Merkel weiter.

15.05 Uhr

Das IS-Sprachrohr Amaq hat ein Video veröffentlicht, auf dem Anis Amri zu sehen sein soll. In der Aufnahme schwört er dem Anführer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, die Treue.

15 Uhr

Die Bilder einer Überwachungskamera vor einer Berliner Moschee zeigen nach Behördenangaben nicht den mutmaßlichen Attentäter Anis Amri. Das sagte Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) nach einer Sitzung des Landesinnenausschusses am Freitag in Berlin. Er verwies dabei auf entsprechende Angaben des Landeskriminalamts (LKA) während der Ausschusssitzung.

Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg berichtet, der wegen des Anschlags in Berlin verdächtige und in der Nacht getötete Tunesier sei in den Tagen vor und kurz nach der Tat vor der Moschee gefilmt worden. Das LKA habe in der Sitzung mitgeteilt, «dass auf diesen Aufnahmen des LKA nicht Amri zu sehen ist», sagte Geisel.

14.50 Uhr

«Mit dem Fahndungserfolg hat sich leider die terroristische Bedrohungslage für Deutschland nicht verändert», sagte Thomas de Maizière (CDU) in Berlin. «Sie bleibt hoch, die Sicherheitsbehörden bleiben wachsam.»

«Ich bin sehr erleichtert, dass von diesem Attentäter keine Gefahr mehr ausgeht», sagte de Maizière. Nun sei «die Zeit gekommen, um über Konsequenzen zu reden». Dazu werde er mit Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) «sehr bald Gespräche aufnehmen». Der Minister dankte den italienischen Polizisten, die Amri erschossen hatten. Sie hätten «exzellent gearbeitet» und seien «besonders tapfer», sagte er.

14.45 Uhr

Die Terrormiliz Islamischer Staat teilt über seine Propagandaagentur Amaq mit, dass es sich beim in Mailand erschossenen Mann um den Attentäter von Berlin handelt. «Der Angreifer von Berlin führte einen neuen Angriff gegen eine Patrouille der italienischen Polizei in Mailand durch und kam während des Schusswechsels ums Leben», heißt es.

13.26 Uhr

Cristian Movio, der in Mailand angeschossene Polizist schwebt nicht in Lebensgefahr – und telefoniert schon wieder. Das Foto wurde von der Italienischen Polizei veröffentlicht.

13.50 Uhr

Nach dem Tod von Anis Amri, den nun auch der deutsche Generalbundesanwalt Peter Frank bestätigt, konzentrieren sich die Ermittlungen der Sicherheitsbehörden nun auf ein mögliches Helfernetzwerk des Tunesiers.

Allerdings liefen die Ermittlungen «derzeit nur gegen Unbekannt weiter», sagte Frank in Karlsruhe. Unter anderem gelte es herauszufinden, ob Amri von Unterstützern Geldmittel oder Fluchthilfe erhielt.

13.20 Uhr

Die Bundesregierung hat sich bei den italienischen Behörden für die enge Zusammenarbeit im Fall des tunesischen Terrorverdächtigen Anis Amri bedankt. Der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Schäfer, lobte am Freitag in Berlin einen «von Anfang an sehr engen und vertrauensvollen Informationsaustausch».

Auch Vizeregierungssprecherin Ulrike Demmer sprach von einem «engen Austausch». Zum Tod Amris in Mailand wollte die Bundesregierung zunächst noch nicht offiziell Stellung nehmen. «Die Dinge sind im Fluss», sagte Demmer lediglich. Der Bundesregierung lag nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums zu diesem Zeitpunkt aber «noch keine regierungsamtliche Bestätigung» von italienischer Seite darüber vor, dass Amri in Mailand von der Polizei erschossen wurde.

Der Sprecher des Innenministeriums fügte aber hinzu: Sollten sich die Meldungen als zutreffend erweisen, «dann ist das Bundesinnenministerium erleichtert, dass von dieser Person keine Gefährdung mehr ausgeht». Es verdichteten sich die Anzeichen, dass es sich bei dem Getöteten um den mutmaßlichen Attentäter von Berlin handele.

13.00 Uhr

Die Bedrohungslage bleibt dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni auch nach dem Tod des mutmaßlichen Attentäters von Berlin hoch. «Die Bedrohung wird nicht unterschätzt», sagte Gentiloni am Freitag in Rom.

Italien sei stolz auf die Sicherheitskräfte, sagte Gentiloni. «Ein besonderer Dank geht an den jungen Polizisten auf Probe Christian Movio, der bei dem Einsatz in Sesto San Giovanni verletzt wurde.»

Das Land sei weniger sicher, das sei die Lektion aus den vergangenen Stunden und Tagen, sagte Gentiloni. Der vorbildliche Einsatz der Polizisten habe aber gezeigt, dass der Staat für die Sicherheit der Bürger sorgt.

11.34 Uhr

Auch in Deutschland wird eine Pressekonferenz abgehalten. Es gehöre zum Standard, dass man jeden Stein umdreht und sich die Frage stellt, was man hätte besser machen können. Die Sicherheitsvorkehrungen seien mittlerweile verstärkt worden, so Dr. Tobias Plate, Pressesprecher Bundesinnenministerium. Es wird den italienischen Behörden für ihre Arbeit gedankt. Die Bundesregierung stehe im engen Austausch mit Italien.

Plate geht davon aus, dass der Täter möglicherweise mittels Fingerabdrücke identifiziert worden ist, weist diese Frage aber an die italienischen Behörden weiter. Viele Fragen zu Personalien würden derzeit wegen der laufenden Ermittlungen nicht beantwortet werden können.

Von den 550 Gefährdern in Deutschland seien etwa 80 in Haft, führt Plate weiter aus. Die deutschen Behörden haben den Tod von Anis Amri bislang nicht offiziell bestätigt.

11.06 Uhr

Der Italienische Innenminister Marco Minniti spricht über die Vorfälle. Ein Mann habe in der Nacht in Mailand auf einen Polizisten geschossen, der nach seinen Papieren gefragt hat.

Die Reaktion der Polizei: Sie schossen zurück. Der angeschossenen Polizist befindet sich nicht in Lebensgefahr. Ein zweiter Polizist sei auch verletzt worden. Minniti bestätigt: «Der getötete Mann ist der Berlin Attentäter Anis Amri.»

11.00 Uhr

Die Bundesanwaltschaft steht im Kontakt mit den italienischen Behörden, um Meldungen über den Tod des Terrorverdächtigen Anis Amri zu prüfen. «Wir stehen im Informationsaustausch mit den italienischen Behörden», sagte ein Sprecher der Bundesanwaltschaft am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. «Die Meldungen müssen jetzt mit den italienischen Behörden abgeklärt werden. Ich kann das bislang weder bestätigen noch dementieren.»

10.41 Uhr

Anis Amir soll Medienberichten zufolge erschossen worden sein. Die Berichte beziehen sich dabei auf die Nachrichtenagentur Reuters. Der Italienische Innenminister will in Kürze darüber informieren.

Laut N24 kam es um drei Uhr Nachts beim Mailänder Bahnhof zu einer Schießerei. Die Polizei wollte einen Verdächtigen kontrollieren und verlangte die Papiere. Der Angesprochene verweigerte das und begann auf die Beamten zu schiessen. Ein Polizist wurde an der Schulter verletzt. Ein weiterer Beamter erschoss den Angreifer.

8.49 Uhr

Wie bild.de berichtet, hat Hamburgs Justizsenator Till Steffen offenbar zwölf Stunden lang verhindert, dass die Polizei des Bundeslandes auf deren Seite nach dem flüchtigen Terrorverdächtigen Anis Amri fahndet. Laut der Zeitung sperrt sich Steffen seit Längerem gegen die Maßnahme, weil es immer wieder beleidigende oder volksverhetzende Kommentare unter den Aufrufen gebe.

8.37 Uhr

Laut des Hamburger Abendblatt geht die Hamburger Polizei dem Verdacht nach, dass Anis Amri einen weiteren Mord begangen haben könnte. Die Mordkommission habe Ähnlichkeiten zwischen Amri und dem Phantombild des Täters in dem Fall des ermordeten 16-jährigen Victor E. festgestellt. «Das ist eine weitere Spur, der wir nachgehen», erklärte ein Polizeisprecher. Der Teenager war am 16. Oktober am Alsterufer mit Messerstichen tödlich verletzt worden. Seine Freundin stieß der Täter ins Wasser.

8.52 Uhr

Die deutsche Zeitung bild.de hat gemeldet, woher die Todesopfer in Berlin stammen. Unter den Toten befinden sich sechs Deutsche, eine Israelin, eine Italienerin und der polnische Lastwagen-Fahrer. Drei Leichen sind immer noch nicht identifiziert.

22.53 Uhr

Laut Informationen des Tagesspiegels glauben die Ermittler, dass sich Anis Amri noch in Berlin aufhält. Demnach würde der Gesuchte wegen Schnittwunden im Gesicht auffallen. Offenbar wurde er selbst beim Anschlag verletzt. Blutspuren wurden laut des Onlineportals im Lkw gefunden.

21:22 Uhr

Der Tatverdächtige Anis Amri wurde anscheinend wenige Stunden nach dem Anschlag in Berlin-Moabit vor einer Moschee gefilmt. Das meldet der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb). Nach Angaben von rbb liegen dem Sender entsprechende Observationsbilder der Sicherheitskräfte vor.

Die erwähnte Moschee wurde am Donnerstagmorgen von der Polizei durchsucht. Aus Ermittlerkreisen heisst es, die Moschee hätte längst geschlossen werden sollen, so rbb weiter. Moschee-Vorstände sollen sie gar wortwörtlich «Moschee der ISIS-Leute in Berlin» genannt haben.

18.00 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat über den aktuellen Stand der Ermittlungen informiert. Die Pressesprecherin stellte gleich zu Beginn klar, dass sie keine Fragen beantworten werde.

Die Sprecherin bestätigte, dass Sicherheitskräfte in Heilbronn einen Reisebus kontrolliert haben. Des Weiteren habe es verschiedene Hausdurchsuchungen in Berlin und Nordrhein-Westfalen gegeben. «Festnahmen sind bislang nicht erfolgt», sagte die Sprecherin.

Zum Ermittlungsstand hat die Sprecherin keine neuen Angaben gemacht, aber erneut bestätigt, dass Anis Amris Fingerabdrücke gefunden wurden – außen am Lkw, an der Fahrertür sowie an der B-Säule. «Wir gehen davon aus, dass Anis Amri den Lkw gesteuert hat. Gegen ihn wurde heute Haftbefehl erlassen», so die Sprecherin.

17.52 Uhr

Berliner Sicherheitskräfte haben bei einer Reihe von Einsätzen in der Hauptstadt nach dem Terrorverdächtigen Tunesier Anis Amri gesucht. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei stürmte nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa auch einen Salafistentreffpunkt im Stadtteil Moabit. Dort soll auch Amri verkehrt haben.

Die Berliner Zeitung berichtete, bei dem Einsatz gegen den Moschee-Verein «Fussilet 33» seien Blendgranaten benutzt und eine Tür aufgesprengt worden.

16.34 Uhr

Bundeskanzlerin Merkel, Bundesinnenminister de Maizière und Justizminister Maas sind am Nachmittag vor die Medien getreten. Sie betonen die «außerordentlich gute» Zusammenarbeit zwischen der Generalbundesanwaltschaft und dem Bundeskriminalamt.

«Ich bin in den letzten Tagen sehr stolz gewesen, wie besonnen die Menschen, die große Zahl der Menschen auf diese Situation reagiert», sagte Merkel weiter.

Zudem bestätigte Innenminister de Maizière offiziell, dass die Ermittler Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lastwagens gefunden haben.

16.06 Uhr

Bestätigt: Nach dem Anschlag auf einen Berliner Weihnachtmarkt haben Ermittler Fingerabdrücke des Terrorverdächtigen Anis Amri im Fahrerhaus des Lkw gefunden, mit dem am Montagabend 12 Menschen getötet und rund 50 verletzt worden waren. Das teilte der deutsche Innenminister Thomas de Maizière (CDU) am Donnerstag bei einem Besuch des Bundeskriminalamtes in Berlin mit.

15.45 Uhr

Die Bundesanwaltschaft informiert um 18 Uhr über den aktuellen Stand der Ermittlungen. Eine Pressesprecherin werde dann vor den Medien eine Erklärung abgeben, schreibt die Behörde auf ihrer Website.

14.15 Uhr

Bei dem Anschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt ist eine Frau aus Italien ums Leben gekommen. Das bestätigte die Regierung in Rom am Donnerstag.

«Italien gedenkt Fabrizia Di Lorenzos, einer von den Terroristen getöteten Musterbürgerin. Das Land schließt sich tief bewegt dem Schmerz der Familie an», schrieb Ministerpräsident Paolo Gentiloni am Donnerstag auf Twitter.

Außenminister Angelino Alfano erklärte, dass die deutschen Behörden die Identifizierung der 31-Jährigen abgeschlossen hätten. «Ich bin von Herzen der Familie und ihren Liebsten nahe und teile den enormen Schmerz», sagte Alfano.

13.35 Uhr

Das Magazin Focus berichtet unter Berufung auf einen V-Mann, dass das Landeskriminalamt von Nordrhein-Westfalen schon länger über das Vorgehen von Anis Amrin Bescheid wusste. Amri soll demnach angeblich mit dem Hassprediger Abu Walaa aus Hildesheim wiederholt über sein Vorhaben gesprochen haben. Der Verbindungs-Mann hätte dies der Behörde bereits am 21. Juli 2016 gemeldet.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegen den Ermittlern jedoch bisher keine Hinweise auf enge Kontakte mit Abu Walaa vor.

12.20 Uhr

Die Fingerabdrücke des gesuchten Tunesiers Anis Amri sind Medienberichten zufolge an der Tür des bei dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt eingesetzten LKW gefunden worden. Das berichteten Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR am Donnerstag unter Berufung auf eigene Informationen.

12.15 Uhr

Der Weihnachtsmarkt auf dem Berliner Breitscheidplatz ist wieder geöffnet. Der Schaustellerverband und die Händler luden am Donnerstagvormittag zu einer Andacht in die Gedächtniskirche.

Aus Pietätsgründen soll auf dem Weihnachtsmarkt auf grelle Beleuchtung und Partymusik verzichtet werden. Am Tag der Wiedereröffnung wirkten die Händler sichtlich bewegt. Einige hatten Tränen in den Augen. Auf dem Platz vor der Gedächtniskirche stellten sie Kerzen vor eine Fototafel mit einem Bild des Weihnachtsmarktes vor dem Anschlag. Die Sicherheit auf dem Markt wurde mit großen Betonsperren verstärkt.

«Wir sind immer noch fassungslos und tief schockiert. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und den Getöteten und bei ihren Familien», teilte Michael Roden, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Berlin, vor der Wiedereröffnung mit. «Wie durch ein Wunder sind keine Opfer unter den Schaustellern zu beklagen, aber viele meiner Kollegen stehen unter Schock, weil sie das Attentat miterleben mussten und Erste Hilfe geleistet haben.»

12 Uhr

Der wegen des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt gesuchte Tunesier Anis Amri hat sich nach einem Bericht des Spiegel offenbar bereits vor Monaten als Selbstmordattentäter angeboten. Das Magazin beruft sich auf die Auswertung der Telefonüberwachung sogenannter «Hassprediger». Allerdings seien die Äußerungen Amris so verklausuliert gewesen, dass sie nicht für eine Festnahme ausgereicht hätten. Dem Bericht zufolge erkundigte sich der Tunesier auch, wie er sich Waffen beschaffen könne.

Über Amri, der 2015 über Italien nach Deutschland gelangt war, hieß es weiter im Spiegel, er habe sich hierzulande gegenüber den Behörden als politisch verfolgter Ägypter ausgegeben. Da er so gut wie keine Angaben über Ägypten habe machen können, sei sein Asylantrag innerhalb weniger Wochen als «offensichtlich unbegründet» abgelehnt worden. Auch sei damals bereits aufgefallen, dass er sich unter verschiedenen Identitäten in Europa bewegte.

11 Uhr

Entgegen ersterer Meldung, wonach vier Kontaktpersonen von Amri festgenommen worden sind, dementiert die Bundesanwaltschaft nun eine Inhaftierung. «Uns ist keine Festnahme bekannt», sagt ein Sprecher der obersten Ermittlungsbehörde zur Nachrichtenagentur Reuters.

10.28 Uhr

Offenbar ist in Nordrhein-Westfalen innerhalb radikaler Kreise bereits seit längerem ein Anschlag mit einem LKW in Berlin geplant gewesen. Das berichtet die «Welt». Mittlerweile wird Kritik an der Sicherheitsbehörden laut. CDU-Bundesvize Armin Laschet etwa meint, es brauche bessere Kontrollmechanismen zwischen den Bundesländern. Amri war in der Flüchtlingsunterkunft in NRW gemeldet, hielt sich jedoch seit Februar in Berlin auf.

Laschet meint, NRW habe die Verantwortung abgeschoben: «Der ist jetzt nach Berlin abgereist und damit ist der Fall für uns erledigt, jetzt ist halt Berlin zuständig.» Auch CDU-Innenexperte Armin Schuster spricht von einem mangelnden Datenaustausch im Schengen-Raum. Beim Austausch gemeinsamer Fahndungsdateien bestehe Verbesserungsbedarf.

10.11 Uhr

Die Bundesanwaltschaft hat gegenüber der Bild bestätigt, dass vier Kontaktpersonen des Terror-Verdächtigen Anis Amri festgenommen wurden.

Laut WDR ist die Polizei am Donnerstagmorgen zu einem Anti-Terror-Einsatz ausgerückt. Amri soll Kontakte zu dem im November festgenommenen Dortmunder Salafisten Boban S. gehabt und dort zeitweise auch gewohnt haben.

9.50 Uhr

Ein Bruder des Terrorverdächtigen Anis Amri hat diesen zur Aufgabe aufgerufen. «Ich bitte ihn, sich der Polizei zu stellen», sagte Abdelkader Amri der Nachrichtenagentur AP. Die Familie im tunesischen Oueslatia sei erschüttert über die Nachrichten von dem Anschlag, bei dem am Montag ein Lastwagen auf den Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gerast war und zwölf Menschen getötet hatte.

«Wenn bewiesen wird, dass er verwickelt war, sagen wir uns von ihm los», sagte Abdelkader Amri. Möglicherweise sei sein Bruder in einem italienischen Gefängnis radikalisiert worden, wo er eingesessen habe, nachdem er Tunesien verlassen hatte.

9.30 Uhr

Die dänische Polizei hat eine Fähre nach dem Terrorverdächtigen Anis Amri durchsucht. Die Behörden seinen einem Hinweis nachgegangen, demzufolge sich der Mann auf dem Schiff von Grenaa in Jütland nach Schweden befinden könne, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Fahnder hätten aber keine Hinweise auf Amris Anwesenheit gefunden.

9.14 Uhr

Die Bild hat mit einem Bruder des Verdächtigen gesprochen. «Vor ungefähr zwei Wochen hatten wir das letzte Mal Kontakt über Facebook», wird der 30-Jährige zitiert. Ein anderer Bruder kann es kaum fassen, dass Anis A. für die Tat verantwortlich sein könnte. «Als ich das Foto meines Bruders in den Medien gesehen habe, habe ich meinen Augen nicht getraut», sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

8.32 Uhr

In Emmerich, Nordrhein-Westfalen wurde eine Flüchtlingsunterkunft durchsucht. Wie Die Welt schreibt, waren schätzungsweise 100 Beamte im Einsatz. Die Aktion sei nach einer Stunde beendet gewesen. Anis Amri war offenbar in der Asylunterkunft gemeldet gewesen.

8 Uhr

Nach dem Anschlag in Berlin führten die tunesischen Behörden laut Welt Ermittlungen zu Anis Amri und seiner Familie durch. Ersten Erkenntnissen zufolge habe er 2010 einen Lastwagen gestohlen und sei daraufhin zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.

2011 kam er als Flüchtling nach Italien, wie die dortige Nachrichtenagentur Ansa berichtete, und wurde in einem Auffanglager auf Sizilien untergebracht. Weil er Sachbeschädigungen und «diverse Straftaten» beging, kam er in Palermo vier Jahre ins Gefängnis.

Nach Informationen der Zeitung Die Welt wurde er wegen Gewalttaten, Brandstiftung, Körperverletzung und Diebstahls verurteilt. Mithäftlinge hätten ihn als gewalttätig beschrieben. Im Frühjahr 2015 wurde Anis Amri laut Ansa entlassen, konnte wegen Problemen mit den tunesischen Behörden aber nicht ausgewiesen werden. Er sei dann nach Deutschland weitergereist.

7.35 Uhr

A. Amri soll sich im Internet über Sprengsätze informiert haben. Dies berichtet die New York Times unter Berufung auf Aussagen nicht näher genannter Amerikanischer Behörden. Der Verdächtige soll sich über die Herstellung von explosiven Apparaturen informiert haben und via Telegram Messenger mit dem IS kommuniziert haben. Zudem soll er auf der Nichtfliegerliste der USA gestanden haben, wie es im Bericht weiter heißt.

6.52 Uhr

Unter den Todesopfern des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt ist auch eine israelische Frau. Dies bestätigte am Donnerstag ein Sprecher des israelischen Außenministeriums.

Die israelische Botschaft kümmere sich um die Überführung der Leiche in die Heimat. Die Frau war mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt gewesen und nach dem Anschlag am Montagabend als vermisst gemeldet worden.

Ihr Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt. Er sei mehrmals operiert worden, schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr, berichtete die Nachrichtenseite ynet. Das Ehepaar habe zwei erwachsene Kinder. Sie waren in Berlin, um bei der Identifizierung zu helfen.

6.45 Uhr

Der nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt zunächst festgenommene und später wieder freigelassene Pakistaner ist für seine Familie anscheinend nicht mehr erreichbar. Der Vater des 23-jährigen Flüchtlings sagte der pakistanischen Zeitung Dawn, sein Sohn habe ihn nach der Freilassung am Dienstag nicht kontaktiert.

Ein in Berlin lebender pakistanischer Aktivist namens Wajid Baloch aus Baluchistan, der Heimat des jungen Mannes, sagte der Zeitung, der junge Mann sei auch nicht in seine Flüchtlingsunterkunft zurückgelehrt.

Er selbst stehe mit dem Leiter der Unterkunft in Kontakt, das Telefon des 23-Jährigen sei aber ausgestellt. Auch das britische Boulevardblatt Daily Mail berichtete, der Mann sei für sein Umfeld nicht erreichbar und habe sein Telefon offenbar ausgeschaltet. Die Berliner Polizei verwies auf Anfrage auf die Bundesanwaltschaft, die für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar war.

3.57 Uhr

Der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière scheint eine dunkle Vorahnung eines bevorstehenden Anschlags auf einen deutschen Weihnachtsmarkt gehabt zu haben. Laut Bild sagte er eine Woche vor dem Anschlag bei einer Personalveranstaltung im Berliner Innenministerium: «Wenn die Weihnachtsmärkte schliessen und es keinen Anschlag gab, mache ich drei Kreuze.»

3.42 Uhr

Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann hat mit einem Tweet für Irritation gesorgt, in dem er bereits kurz nach dem Anschlag in Berlin von einem «tunesischen Moslem» als Täter sprach. Diese Info habe er angeblich aus internen Quellen der Berliner Polizeiführung.

Zum Zeitpunkt von Bachmanns Tweet lag der Angriff auf den Weihnachtsmarkt nur zwei Stunden zurück. Bachmanns Äußerungen widersprechen den damaligen Darstellungen der Berliner Polizei, die mitgeteilt hat, die Papiere erst zu einem späteren Zeitpunkt gefunden zu haben. Der Name des gesuchten mutmaßlichen Täters Anis Amri ist erst am Mittwoch öffentlich bekannt geworden. Daraufhin schrieb Bachmann bei Twitter: «Da stimmte meine Info von 1h nach dem Anschlag wohl doch? Polizei sucht nun doch Tunesier.»

Die Behörde hat sich bislang nicht dazu geäußert, schreibt Spiegel Online.

22.53 Uhr

Die Ermittler haben die Spurensicherung auf dem Breitscheidplatz abgeschlossen. Der Markt an der Gedächtniskirche soll am Donnerstag wieder öffnen.

Heute öffneten bereits die über 60 Weihnachtsmärkte in der deutschen Hauptstadt wieder, die am Tag zuvor mit Rücksicht auf die Opfer und Angehörigen des Anschlags geschlossen geblieben waren.

22.30 Uhr

Der Verdächtige hatte auf seinem Facebook-Account Verbindungen zur tunesischen Jihadistengruppe Ansar al-Sharia, wie die Terrorexpertin Rita Katz der Site Intelligence Group auf Twitter berichtet. Ehemalige Mitglieder der Organisation haben sich dem IS in Syrien angeschlossen.

21.45 Uhr

Eine Spezialeinheit der Berliner Polizei hat zwei Wohnungen in Berlin gestürmt, wie die «Welt» gestützt auf Informationen aus Ermittlerkreisen berichtet. Der Verdächtige wurde nicht gefunden. Er sei «über alle Berge» so das Fazit eines Beamten.

21.34 Uhr

Der tatverdächtige Tunesier soll in Italien vier Jahre im Gefängnis gesessen haben, danach sei er ausgewiesen worden. Das berichten die Zeitungen «La Stampa» und «La Reppublica» unter Berufung auf Ermittlungskreise.

Auch der tunesische Sender Mosaique FM berichtete unter Berufung auf den Vater des Mannes, dass Amri sein Heimatland vor sieben Jahren verlassen habe und vier Jahre davon in einem Gefängnis in Italien saß. Grund dafür war dem Vater zufolge, dass er in einer Schule einen Brand gelegt haben soll.

Auch in seiner Heimat Tunesien hätte Amri dem Sender zufolge eine Haftstrafe gedroht. Er sei dort in Abwesenheit wegen schweren Raubs zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, berichtete Mosaique FM unter Berufung auf tunesische Sicherheitskreise.

21.07 Uhr

Der gewählte US-Präsident Donald Trump hat den Anschlag vor Journalisten als «Angriff auf die Menschlichkeit» verurteilt.

20.43 Uhr

Frankreich verstärkt seine Kontrollen an der Grenze zu Deutschland. Allein im Elsass an der Grenze zu Baden-Württemberg sollen dem Regionalsender «France Bleu Alsace» zufolge insgesamt 200 zusätzliche Polizisten und Soldaten eingesetzt werden. Auch im Département Moselle, das an das Saarland und Rheinland-Pfalz grenzt, soll die Personalstärke erhöht werden.

20.07 Uhr

Die Geschwister des gesuchten Tunesiers Anis A. können nicht glauben, dass er für die Tat verantwortlich sein soll. «Als ich das Foto meines Bruders in den Medien gesehen habe, habe ich meinen Augen nicht getraut», sagte der Bruder Abdelkader A. der Nachrichtenagentur AFP in Tunesien. «Ich kann nicht glauben, dass er das Verbrechen begangen hat.» Er sagte weiter, falls sich wider Erwarten doch herausstellen sollte, dass sein 24-jähriger Bruder für den Anschlag verantwortlich sei, verdiene er «jede Strafe». «Wir lehnen den Terrorismus und die Terroristen ab», sagte der Bruder - «und wir haben keine Verbindung mit den Terroristen».

«Wir haben nie den Eindruck gehabt, dass etwas nicht stimmte», sagte die Schwester Najoua zu AFP. «Er hat über Facebook mit uns Kontakt aufgenommen, immer lächelte er und war fröhlich.» Anis A. hat insgesamt fünf Geschwister, den Bruder Abdelkader und vier Schwestern. Die Eltern leben in der Stadt Oueslatia.

19.45 Uhr

Die Berliner Justiz hat den zur Fahndung ausgeschriebenen Tunesier Anis A. von März bis September observieren lassen. Bei den Ermittlungen sei es um Informationen gegangen, wonach A. einen Einbruch plane, um sich dabei Mittel für den Kauf automatischer Waffen zu beschaffen – «möglicherweise, um damit später mit noch zu gewinnenden Mittätern einen Anschlag zu begehen», erklärte die Generalstaatsanwaltschaft.

A. sei daraufhin observiert worden, auch seine Kommunikation sei überwacht worden. Allerdings hätten die «umfangreichen Überwachungsmassnahmen» keine Hinweise zu den Vorwürfen erbracht. Deshalb habe «keine Grundlage für eine weitere Verlängerung der Anordnungen zur Überwachungsmassnahmen mehr» bestanden, diese seien im September beendet worden, hieß es in der Justizerklärung weiter.

19.11 Uhr

Das Fahndungsplakat des Bundeskriminalamtes:

18.45 Uhr

In den Kliniken werden noch zwölf Schwerstverletzte behandelt. Einige Patienten seien noch «in kritischer Verfassung», erklärte die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit. Die Zahl der Todesopfer liege nach wie vor bei zwölf und habe sich nicht weiter erhöht. Dagegen könnten immer mehr leichter Verletzte die Krankenhäuser verlassen.

18.04 Uhr

Tunesische Anti-Terror-Ermittler haben die Familie des Gesuchten befragt. Die Befragung sei von Beamten einer Anti-Terror-Einheit vorgenommen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Sicherheitskreisen in Tunesien.

17.42 Uhr

Die Bundesanwaltschaft fahndet jetzt offiziell nach dem Tatverdächtigen Tunesier Anis Amri. Die Behörden bitten die Bevölkerung um Mithilfe, warnen aber zugleich, der Gesuchte «könnte gewalttätig und bewaffnet sein».

In der Fahndungsmeldung wurde eine Beschreibung des Mannes veröffentlicht: Er ist 24 Jahre alt, 178 cm gross, wiegt ca. 75 Kilogramm, hat schwarze Haare und braune Augen.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Verdächtigen führen, ist eine Belohnung von 100.000 Euro ausgesetzt.

16.30 Uhr

Anis A. kam im Juli 2015 über Freiburg nach Deutschland und hielt sich dann in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und schließlich ab Februar 2016 wieder hauptsächlich in Berlin auf.

In Berlin sei gegen den Mann ermittelt worden wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, sagte der Innenminister von Nordrhein-Westfalen Ralf Jäger. Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016.

15.45 Uhr

Der gesuchte tatverdächtige Tunesier sollte eigentlich bereits aus Deutschland abgeschoben werden. Sein Asylantrag sei im Sommer abgelehnt worden, sagte der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) in Düsseldorf. Anis A. habe aber nicht abgeschoben werden können, «weil er keine gültigen Ausweispapiere hatte» und Tunesien zunächst bestritten habe, dass er Bürger des Landes sei. Ein Passersatzverfahren sei im August eingeleitet worden. «Die tunesischen Behörden haben diese heute überstellt», sagte Jäger und ergänzte: «Ich will diesen Umstand nicht weiter kommentieren.»

Jäger betonte, dass noch unklar sei, ob der Gesuchte an dem Anschlag beteiligt war. Es sei lediglich ein Duldungsausweis des Mannes gefunden worden. Medienberichten zufolge wurde das Dokument in der Fahrerkabine des Lkw entdeckt.

15.20 Uhr

Wegen Schreibfehlern in den Durchsuchungsbefehlen verzögert sich die Razzia in NRW, schreibt der Focus. Die Befehle seien ungültig. Die Polizei lässt auf sich warten, die Presse ist schon vor Ort.

14.57 Uhr

Auch die lokalen Medien Rheinische Post und das Online-Portal der Westen berichten über eine aktuell laufende Razzia in einem Flüchtlingsheim in Emmerich in Nordrhein-Westfalen.

14.40 Uhr

De Maizière bestätigt Fahndung nach dem tunesischen Tatverdächtigen. Der Bundesinnenminister: «Es gibt einen neuen Verdächtigen. Nach ihm wird gefahndet», sagte de Maizière in Berlin.

Er sei seit Mitternacht zur Fahndung ausgeschrieben. Einzelheiten wollte der Minister nicht nennen, sagte aber, bei dem Verdächtigen müsse es sich nicht zwingend um den Täter handeln.

14.30 Uhr

Die Razzia in einem Flüchtlingsheim im Raum Emmerich in NRW soll aktuell im Gange sein. Die Polizei sei mit 150 Polizisten Beamten vor Ort.

In der Innenstadt von Düsseldorf läuft laut laut Bericht der Bild ein Polizeieinsatz in einem Kaufhaus. Ein Zeuge habe behauptet, er habe den mutmaßlichen Terroristen Anis A. gesehen. Die Lage sei «entspannt.»

14.25 Uhr

In der Deutschen Botschaft in Luxemburg versammelten sich die Abgeordneten der Chamber, um den Opfern des Anschlags in Berlin zu Gedenken. Die Politiker hinterließen einen Eintrag im Kondolenzbuch.

14.04 Uhr

Bild: Der Tatverdächtige soll in einer Asylbewerberunterkunft im westdeutschen Kreis Kleve nahe der niederländischen Grenze gemeldet gewesen sein.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger hat für 15 Uhr 30 Uhr eine Erklärung angekündigt.

13 Uhr

Die Polizei soll Anis A. bereits im August festgenommen haben. Die Behörden den Mann dann aber laufen lassen. Das berichtet der Focus. Offiziell gibt es bisher keine Bestätigung dieser Angaben.

Er sei damals in Friedrichshafen festgenommen worden – mit italienischen Ausweispapieren. Die Rheinische Post berichtet, er sei der Polizei wegen Körperverletzung bekannt. Im Juli 2016 habe er eine Vorstrafe wegen Körperverletzung erhalten. Eine Anklage sei damals aber nicht möglich gewesen, da der Mann untertauchte. Zudem habe der Mann zwölf Aliasnamen benutzt. Die Redaktionen beruft sich auf Informationen aus Sicherheitskreisen.

Die Polizei habe sogar bereits die Telekommunikation des Verdächtigen überwacht, berichtet die Süddeutsche Zeitung.

Er soll sich bei einem Polizei-Informanten erkundigt haben, ob dieser Schusswaffen besorgen könnte. Ein Ermittler sagte der Zeitung, ihm sei unklar, warum Anis A. aus dem Blickfeld der Polizei verschwinden konnte.

12.20 Uhr

Gemäß Informationen der TV-Sender NDR, WDR und der Süddeutschen Zeitung soll der Tunesier als «Gefährder» eingestuft worden sein. Als Gefährder bezeichnen Polizeibehörden Personen, denen sie Terrorakte zutrauen. Sie haben aber noch keine Straftat begangen, sie leben in Freiheit und verhalten sich legal. Gefährder sind – mutmaßlich – zukünftige Straftäter.

Im April 2016 beantragte er Asyl und erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung. Er hielt sich in Nordrhein-Westfalen und Berlin auf und soll Kontakte zum islamistischen Netzwerk des unlängst verhafteten Abu Walla unterhalten haben. Seit Dezember 2016 soll er abgetaucht gewesen sein.

Abu Walaa wurde im November gemeinsam mit vier weiteren Männern verhaftet. Die Männer sollen ein salafistisch-dschihadistisches Netzwerk betrieben haben, das Rekruten zum sogenannten Islamischen Staat vermittelte.

10.55 Uhr

Die Polizei fahndet jetzt bundesweit nach dem tatverdächtigen Tunesier Anis A. Der Mann soll zwischen 21 und 23 Jahre alt sein. Spiegel Online zufolge ist er 1992 geboren. Die Fahndung laufe nicht öffentlich.

Der Verdächtige soll auch mit zwei Aliasnamen bekannt sein. Laut der Mainzer Allgemeinen Zeitung handelt es sich um einen Ahmed A. Die Dokumente seien im Kreis Kleve in Nordrhein-Westfalen ausgestellt worden. Sicherheitskreise gehen von «unmittelbar bevorstehenden Maßnahmen» in Nordrhein-Westfalen aus. Das berichtet die dpa.

Die Ermittler haben beim Generalbundesanwalt eine Öffentlichkeitsfahndung beantragt, die Vorbereitungen dafür laufen. Für 13 Uhr hat das Bundeskriminalamt eine Pressekonferenz angekündigt.

Wie verschiedene Medien berichten, ist im Fußraum des Lkw-Führerhauses ein offizielles Ausweisdokument, möglicherweise eine Aufenthaltsgenehmigung mit Personalien gefunden worden.

Nach dem Anschlag in Berlin soll die neue Spur der Ermittler angeblich in salafistische Kreise im Westen des Landes führen. Das berichtet das ARD-Magazin «Report München».

10.35 Uhr

Zweite Festnahme nach Anschlag, doch auch diese Spur führte offenbar ins Nichts: Wie der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet, musste die Polizei einen weiteren Verdächtigen laufen lassen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass der Täter verletzt ist. Nach Abendschau-Informationen wurden im Fahrerhaus des Lkw DNA-Spuren gesichert. Deshalb suchte die Polizei in den vergangenen Stunden sämtliche Krankenhäuser in Berlin und Brandenburg ab. Die Hinweise auf den Täter werden immer konkreter. Über weitere Erkenntnisse will die Polizei in einer Pressekonferenz am Nachmittag informieren.

9.55 Uhr

Trifft aktuell den Nerv vieler Social Media-Nutzer: Ein Zitat des verstorbenen Altkanzlers Helmut Schmidt.

9.40 Uhr

80 von über 500 Hinweisen aus der Bevölkerung verfolge man derzeit konkret weiter, sagte der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt dem Sender rbb.

Die Polizei habe zudem Videoaufzeichnungen gesichert und den Tatort mit Suchhunden untersucht. «Die Ermittlungen laufen auf vollen Touren und ich bin guter Dinge, dass wir zu einem Erfolg kommen,» sagte Kandt.

Um 12 Uhr trifft sich der Innenausschuss des deutschen Bundestags für einen Lagebericht. Auch der mit den Ermittlungen beauftragte Generalbundesanwalt wird anwesend sein.

9.25 Uhr

«Wir rechnen mit dem Schlimmsten»: Ein 40-jähriger Mann aus der westdeutschen Stadt Neuss wurde beim Anschlag in Berlin verletzt – jetzt bangt er um das Leben seiner Mutter.

«Wir haben die extra eingerichtete Angehörigen-Hotline angerufen», sagt der 40-Jährige: «Aber wir warten noch immer auf Antworten.»

Der Mann wird aktuell in einem Berliner Krankenhaus behandelt. Er selbst erlitt beim Attentat mehrere Beckenbrüche. Die vorweihnachtliche Reise in die deutsche Hauptstadt sei ein Geschenk für seine Mutter gewesen, schildert er in der Rheinischen Post. Am Dienstag sollte es zurück nach Hause gehen.

«Wir wollten auf dem Weihnachtsmarkt noch einen Absacker trinken», berichtet er. Die beiden stellten sich also am Montag an eine Glühweinstand am Breitscheidplatz. Was dann passierte, konnten beide nicht sehen, aber sie hörten es. «Es klang wie das leise Knallen von Feuerwerkskörpern, das schnell näherkam», erinnert sich der Neusser. Dann sei der Lastwagen regelrecht durch die Glühweinstand hindurchgerast. Der 40-Jährige wurde vom Lkw erfasst und, wie er sich erinnert, «komplett durch die Bude gedrückt».

9.20 Uhr

Eines der in die Berliner Charité eingelieferten Anschlags-Opfer ist weiterhin in einem kritischen Zustand.

Bei anderen drei sehr schwer verletzten Besuchern des Weihnachtsmarktes habe sich der Zustand stabilisiert, sagt der stellvertretende ärztliche Direktor des Spitals, Joachim Seybold, im ZDF.

Bundespräsident Joachim Gauck will Verletzte des Berliner Anschlags am Vormittag im Virchow-Klinikum der Charité besuchen. Dies teilte das Bundespräsidialamt mit. Gauck hatte bereits das große Mitgefühl für die Familien der Todesopfer und die Verletzten betont. «Wir werden sie nicht allein lassen in ihrem Schmerz», sagte er am Dienstag.

8.50 Uhr

Die CSU geht auf Abstand zu Kanzlerin Angela Merkel:

Die Partei hat ihre Forderungen nach einer Verschärfung der Flüchtlings- und Sicherheitspolitik bekräftigt: «Wir müssen alles auf den Prüfstand bringen», sagte CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer am Mittwoch im «Morgenmagazin» des ZDF. «Wir brauchen jetzt eine starke Staatsgewalt», fügte er hinzu.

Sicherheit und Zuwanderung müssten in eine Verbindung gebracht werden. CSU-Chef Horst Seehofer hatte bereits am Dienstag, dem Tag nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt mit zwölf Toten, gefordert, die Flüchtlings- und Sicherheitspolitik in Deutschland zu überdenken und «neu» zu justieren.

8.40 Uhr

Trotz des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche soll es keine Ausweitung der Videoüberwachung in der Hauptstadt geben.

Das sagte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop am Mittwoch im Inforadio des RBB und unterstützte damit Innensenator Andreas Geisel.

Der Senat habe aber am Dienstag beschlossen, mehr Polizeipräsenz auf den Strassen und den Weihnachtsmärkten zu zeigen. Dabei helfe auch die Bundespolizei den Berliner Beamten.Verbessert werden soll auch die Ausrüstung der Polizei. So plant Rot-Rot-Grün in einem Modellversuch die Ausstattung von Polizisten mit sogenannten Bodycams.

8.35 Uhr

Über 500 Hinweise aus der Bevölkerung sind bisher über die eigens eingerichtete Hotline der Polizei eingegangen.

Aus Sicherheitskreisen heißt es, die Ermittler werteten aktuell DNA-Spuren des Täters mit den Profilen in Datenbanken ab, um endlich ein Fahndungsprofil zu erstellen. Denn: Ein Phantombild gibt es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.

Der Breitscheidplatz bleibt weiter großräumig gesperrt, teilte die Berliner Polizei derweil mit. Grund: Die Ermittlungsarbeit des Landeskriminalamtes dauert weiter an.

7.51 Uhr

Der Anschlag in Berlin ist in Medien weltweit ein großes Thema: Die New York Times spricht von einem schrecklichen Test für Deutschland und Europa. Die populistische Rechte mache Angela Merkel verantwortlich und spiele damit den Terroristen in die Hände.

«Mit jedem neuen Anschlag, ob auf einen Weihnachtsmarkt oder eine Moschee, wird die Herausforderung für Europa schwieriger, Toleranz, Inklusion, Gleichheit und Vernunft zu verteidigen.»

7.23 Uhr

Möglicherweise hat ein couragierter Einsatz des polnischen Fahrers des Tat-Lkw ein noch schlimmeres Blutvergiessen verhindert:

Der Mann, der auf dem Beifahrersitz saß, als der Sattelschlepper auf den Breitscheidplatz zuraste, soll sich in der Führerkabine einen Kampf mit dem Täter geliefert haben – unter anderem soll er ins Lenkrad gegriffen haben.

N24 beruft sich dabei auf Informationen aus Ermittlerkreisen. Die Spurensicherer hätten Kampfspuren im Lkw gefunden. Auch habe das polnische Opfer diverse Messerstiche aufgewiesen.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurde er mit einer kleinkalibrigen Waffe erschossen. Von ihr fehlt bislang jede Spur.

5.06 Uhr

Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK), André Schulz, rechnet mit einem baldigen Ermittlungserfolg. «Ich bin relativ zuversichtlich, dass wir vielleicht schon morgen oder in naher Zukunft einen neuen Tatverdächtigen präsentieren können», sagte Schulz am Dienstagabend in der ZDF-Sendung «maybrit illner spezial». Es gebe «gute Hinweise». «Viele Dinge können wir in der jetzigen Phase nicht verraten», sagte der Kriminalpolizist. «Aber wir haben sehr viele Ansatzpunkte.» Neben vielen Zeugenaussagen werteten die Ermittler derzeit unter anderem DNA-Spuren, Fingerabdrücke und «Telekommunikationsspuren» aus.

So werde anhand der GPS-Daten aus den Mobilfunknetzen entlang der Route des für die Tat genutzten Lkw und am Tatort nach dem Handy des Täters gesucht. Auf dieser Grundlage könne dann ein Bewegungsbild erstellt werden. Auch gebe es ein «Zusammenspiel» mit inländischen und ausländischen Geheimdiensten. «Wir sind jetzt in der heißen Phase der Ermittlungen», sagte der BDK-Vorsitzende. «Wir haben viele Möglichkeiten, um die Person auch zu finden.»

4.17 Uhr

Saarlands Innenminister fordert nach Anschlag in Berlin Gesetzesänderungen. «Es gibt bundesweit zahlreiche Flüchtlinge, von denen wir nicht wissen, wo sie herkommen und wie sie heißen – da ist ein Unsicherheitspotenzial drin», sagte der derzeitige Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Klaus Bouillon (CDU), in der Rheinischen Post. Die Identität sei oft gefälscht, die Pässe seien verschwunden und einige Asylbewerber weigerten sich, an der Überprüfung mitzuwirken. «Wer hier einen Asylantrag stellt und an seiner Identitätsfeststellung nicht mitwirkt, muss seinen Anspruch auf Asyl verlieren», forderte Bouillon. Dazu werde er im Januar Vorschläge unterbreiten.

Änderungsbedarf sieht Bouillon auch beim Trennungsgebot zwischen Polizei und Nachrichtendiensten. «Das müssen wir jetzt mal vorurteilsfrei diskutieren», verlangte er. Der Passauer Neuen Presse sagte Bouillon dazu: «Mit den bestehenden Gesetzen kommen wir nicht weiter.» Bisher seien die Sicherheitsbehörden «fast vollständig auf die Informationen der Nachrichtendienste angewiesen». Ein besserer Austausch sei nötig.

3.15 Uhr

Die Obduktion des polnischen Lkw-Fahrers soll ergeben haben, dass er bis zum Attentat gelebt hatte. Gegenüber der Zeitung Bild sagt ein Ermittler, dass es ein Kampf gegeben haben muss. Demnach soll der Terrorist ein Messer gezückt und mehrfach auf den Polen eingestochen haben, weil dieser ins Lenkrad griff. Beim Stillstand des Lkws habe der Attentäter schließlich den polnischen Beifahrer erschossen. Nach Informationen des RBB hat die polnische Polizei Ermittlungen wegen Mordes in besonders brutaler Ausführung aufgenommen.

2.04 Uhr

Unter den Opfern sollen mehrere Personen aus dem Ausland sein. So wird laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa eine 31-jährige Frau aus Sulmona in den Abruzzen, die seit mehreren Jahren in Berlin lebt, vermisst. Ihr Handy sei am Ort des Anschlags am Breitscheidplatz gefunden worden.

Laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu fürchte man auch um das Leben einer israelischen Staatsbürgerin, die mit ihrem Mann auf dem Weihnachtsmarkt war. Der Mann, ebenfalls israelischer Staatsbürger, wurde bei der Attacke schwer verletzt.

21.30 Uhr

Die Chefin der «SITE Intelligence Group», eine auf Terrorismusbekämpfung spezialisierte Organisation, warnte nur wenige Stunden zuvor: «Es kann gut sein, dass sich IS zum Anschlag bekennt. Es sieht aber nicht so aus, als habe IS die Attacke tatsächlich koordiniert.»

Die Terrororganisation hat im November in ihrem Magazin «Rumiyah» einen Artikel mit einer Anleitung für Angriffe mit Lastwagen veröffentlicht, schreibt die «Welt». Ein Fahrzeug sei «eine der sichersten und einfachsten Waffen, die man gegen die Kuffar (Ungläubigen) einsetzen kann», lautete eine der Anweisungen. Wichtig sei es, große und schwere Fahrzeuge mit ausreichender Geschwindigkeit auszuwählen.

20.25 Uhr

Der IS hat sich zum Anschlag bekannt. Die Terrororganisation ließ über ihre Propagandaagentur Amaq verlauten, «der Attentäter sei ein Soldat des Islamischen Staates».

20.08 Uhr

Nach Angaben des Innenministers Thomas de Maizière (CDU) schweben noch 14 Schwerverletzte in Lebensgefahr. «Es ist nicht auszuschließen, dass es weitere Opfer gibt», sagte de Maizière im ZDF. Unter den bisher zwölf Toten sind demnach keine Kinder, aber womöglich Jugendliche.

19.08 Uhr

Der am Montagabend festgenommene Verdächtige ist wieder freigelassen worden. «Die bisherigen Ermittlungsergebnisse ergaben keinen dringenden Tatverdacht gegen den Beschuldigten», teilte der Generalbundesanwalt in Karlsruhe mit. Eine Anwesenheit des Beschuldigten während des Tatgeschehens im Führerhaus des bei der Tat eingesetzten Lkw könne bislang nicht belegt werden.

18.39 Uhr

Bis Mitternacht müssen die Behörden entscheiden, ob sie gegen den festgenommenen Verdächtigen einen Haftbefehl erlassen. «Um 24.00 Uhr ist für uns die Zeit abgelaufen», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank. Vorläufig Festgenommene müssen gemäß Paragraf 128 der Strafprozessordnung dem Richter vorgeführt werden, berichtet N24.

Ein Augenzeuge hatte den Verdächtigen zwar vom Weihnachtsmarkt her verfolgt, ihn dann jedoch aus den Augen verloren. Er wurde danach aufgrund der Beschreibung des Zeugen bei der Siegessäule aufgegriffen. Die Hinweise reichen wohl nicht für einen Haftbefehl, soll es laut Spiegel online aus Sicherheitskreisen heißen.

18.13 Uhr

18 Uhr

Der deutsche Justizminister Heiko Maas meldet sich mit einem Video zu Wort:

17.45 Uhr

Sechs der bereits identifizierten Todesopfer waren nach Angaben von BKA-Präsident Holger Münch deutsche Staatsbürger, berichtet N24. Beim zwölften Opfer handelt es sich um den polnischen Fahrer.

17.22 Uhr

Der Täter soll mit dem LKW erst noch eine Runde um den Markt gedreht haben, möglicherweise um Anlauf zu nehmen, berichtet Spiegel online.

16.56 Uhr

Der Chef des polnischen Transportunternehmens, Ariel Zurawski trauert um seinen Cousin Lukasz U. Der 37-jährige Pole war das erste Opfer des Anschlags. Der mutmaßliche Täter hatte ihn offenbar überwältigt und das Steuer übernommen.

Zurawski hatte seinen Cousin auf Anfrage deutscher Ermittler aufgrund von Fotos identifizieren müssen. Sein Gesicht sei geschwollen und blutig gewesen, und er habe um sein Leben kämpfen müssen.

«Darüber hinaus ist auch der Fahrer des Sattelschleppers verstorben. Nach vorläufigen Erkenntnissen wurde er als Beifahrer des Fahrzeugs in der Fahrerkabine erschossen», sagte Generalbundesanwalt Peter Frank.

16.45 Uhr

Laut der Süddeutschen Zeitung liegen in den Berliner Krankenhäuser derzeit noch 14 Schwerverletzte. 24 Personen konnten die Kliniken bereits wieder verlassen, twittert die Berliner Polizei.

16.27 Uhr

In Österreich ermitteln die Behörden gegen einen 25-jährigen Asylbewerber aus Marokko wegen des Verdachts, einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Salzburg geplant zu haben. Der Verdächtige solle entsprechende Gespräche geführt haben, sagte der Sprecher der Salzburger Staatsanwaltschaft, Robert Holzleitner, am Dienstag. Die Ermittlungen liefen wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung.

16.15 Uhr

In der Trauer um die Opfer von Berlin wollen die Kirchen ein Zeichen setzen: Sie rufen zu einer Schweigeminute auf den Weihnachtsmärkten am Dienstagabend auf. Für drei Minuten sollen die Lichter erlöschen.

15.33 Uhr

Laut der italienischen Zeitung Corriere della Sera könnte eine 31-jährige Italienerin unter den Opfern sein.

Das Handy der jungen Frau sei am Breitscheidplatz gefunden und der Polizei gegeben worden sein. Der italienische Botschafter in Berlin, Pietro Benassi, bestätigt: «Wir sind auf der Suche nach einer Person und haben Gründe, besorgt zu sein.»

Die junge Frau soll vor ein paar Jahren nach Berlin gezogen sein und hier arbeiten. Sie stammt aus der Stadt Sulmo

(sen/hej/pw/jt/sw/L'essentiel/dpa)

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