Achtung, Abstand

01. März 2021 20:51; Akt: 01.03.2021 20:57 Print

Polizei in München geht mit Meterstab auf Streife

Wie lang sind 1,50 Meter? Weil das oft nicht allen Menschen klar ist, patrouillieren Münchner Polizisten derzeit öffentliche Zonen mit einem Maßstab in der Hand.

Bildstrecke im Grossformat »

Fehler gesehen?

In München sorgen Polizeibeamte neuerdings mit einem Meterstab für Corona-Disziplin. Denn viele Menschen könnten angeblich nicht so ohne weiteres einschätzen, wie lang 1,50 Meter sind. Das ist der Mindestabstand, um sich und andere vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

«Die Kollegen sind es leid, immer erklären zu müssen, was 1,50 Meter sind», sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur «DPA». Es handele sich um eine private Initiative einiger Beamten.

« Das führt in Einzelfällen zu großem Erstaunen »

«Uns geht es nicht darum, dass wir möglichst viele Leute anzeigen, sondern dass die Leute verstehen, dass man nicht so nah beieinander ist», so der Polizeisprecher. Es gebe Menschen, die lägen 50 Zentimeter auseinander und seien fest überzeugt, dass das anderthalb Meter seien. In solchen Fällen sei der Meterstab eine gute Diskussionshilfe: «Schauen Sie mal her, das sind 1,50 Meter – das führt in Einzelfällen zu großem Erstaunen.»

Am Sonntag hatte erstmals die «Bild»-Zeitung ein Foto auf Twitter veröffentlicht, das eine Polizistin und einen Polizisten bei einer Kontrolle im Englischen Garten zeigt, die einen zusammengeklappten Meterstab in der Hand halten.

Noch strenger nimmt es aber die Polizei in Düsseldorf. Dort gilt seit Freitag ein Verweilverbot in Teilen der Altstadt und auf der Rheinuferpromenade. Dennoch zog es am Wochenende viele Besucher dorthin. Die Polizei näherte sich den auf Bänken und Mauern sitzenden Menschen und wies sie darauf hin, dass sie weiterzugehen hätten. Den Aufforderungen wurde in den meisten Fällen friedlich Folge geleistet.

(L'essentiel/Karin Leuthold)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Staatsschikane pur am 02.03.2021 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    da wird selbst Nord-Korea "neidisch"!

  • Coelhinho da Páscoa am 02.03.2021 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Staats-Marionetten, is watching you.

  • Timon am 01.03.2021 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Do fehlen engem Wieder

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ana Conda am 02.03.2021 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Zu Zeiten der Pest mussten die Bürger Stöcke von 2 Meter Länge mit sich tragen um sich andere, vielleicht kranke Menschen vom Leib zu halten. Es wiederholt sich doch alles.

    • @Ana Conda am 02.03.2021 20:27 Report Diesen Beitrag melden

      dat ass den Beweiss: den Mensch ass nett kapabel beizeléieren

    einklappen einklappen
  • Staatsschikane pur am 02.03.2021 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    da wird selbst Nord-Korea "neidisch"!

  • bnm am 02.03.2021 09:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht halt immer noch dümmer.Es wundert mich nur,dass Bettel und Lenert noch nicht auf diese Idee gekommen ist.

  • Little Roger am 02.03.2021 08:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fehlt nach dass et am Stechschritt maan

  • Little Roger am 02.03.2021 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Deutsche Ordnung und Grünlichkeit

    • Nick am 02.03.2021 14:51 Report Diesen Beitrag melden

      Deutsche Verrücktheit!

    • Das ist nicht nur am 02.03.2021 15:12 Report Diesen Beitrag melden

      "deutsche Gründlichkeit" sondern "SED-Manier"!

    einklappen einklappen